Wohnbereich von Überflutung gefährdet

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Das Bild zeigt südlich des Anwesens Stehböck eine großflächige Überflutung beim Hochwasserereignis des Vorjahres in diesem im Bauausschuss diskutierten Gebiet in der Ortschaft Ainring.

Ainring - In Ainring wird derzeit das Thema"Hochwasserschutz" besprochen. Gefährdet ist auch besonders der Wohnbereich zwischen Breitwiese und der Kreisstraße BGL18.

Abseits der politisch aufgegriffenen Themen „Hochwasserschutz" gibt es in der Gemeinde Ainring auch weitere neuralgische Gewässer, die bei Starkregen große Probleme bereiten. Hierzu gehört unter anderem das Gebiet zwischen Breitwiese und Kreisstraße BGL 18.

Nach Ausführungen des 2. Bürgermeisters Gerhard Kern in der jüngsten Bauausschusssitzung komme es zu Ausuferungen und Überflutungen durch den Breitwiesen- und den Pfarrangergraben, zuletzt beim Regenereignis vom 27./28. Mai, bei dem beispielsweise durch den Sonnwiesgraben und den Mühlstätter Graben dank bereits getroffener Hochwasserschutzmaßnahmen es glücklicherweise keine größere Schwierigkeiten gegeben habe. Dennoch bestehe auch in diesem südlichen Ainringer Ortsteil unbedingt Handlungsbedarf.

Erläutert wurde, dass bei Starkregen die vorhandenen Systeme überlastet seien. Es komme zu Ausuferungen auf einer Fläche von bis zu drei Hektar. Schäden an Wohngebäuden können somit nicht ausgeschlossen werden und seien in Einzelfällen auch schon gemeldet worden. Die Verwaltung habe erste Untersuchungen durch das Büro Ohin veranlasst. „Es wurden drei mögliche Sickerflächen betrachtet", informierte Gerhard Kern.

Im Ergebnis sei festzustellen, dass die bisherigen Untersuchungen keine oder eine unzureichende Sickermöglichkeit aufgezeigt hätten oder aber eine sickerfähige Fläche zu nah bzw. bereits im zünftigen Wasserschutzgebiet liege, so der 2. Bürgermeister, der anfügte, dass demzufolge weitergehende Untersuchungen notwendig seien, die jedoch von der Verwaltung nicht mehr geleistet werden könnten. „Daher schlagen die Sachbearbeiter in der Verwaltung vor, das Ingenieur-Büro aquasoli aus Traunstein zu beauftragen, eine Planung zur Lösung dieser Problematik auszuarbeiten. Die fachliche Notwendigkeit sei durch den Bauausschuss festzustellen, den Planungsauftrag müsse laut Geschäftsordnung der Verwaltungs- und Finanzausschuss erteilen.

Es folgte eine kurzer Meinungsaustausch der Räte mit dem Hinweis, dass am Högl eine Wasserrückhaltung im Oberlauf von Mürack eine ideale Möglichkeit wäre. Doch der Mühlstätter Graben, in der Rangordnung als Wildbach geführt und in der Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamtes, stehe für eine entsprechende Schutzmaßnahme in der Prioritätenliste nicht ganz oben.

Es müssten deshalb wohl noch etliche Jahre abgewartet werden. Am Pfarranger selbst sei durch die steile Hanglage ein ordnungsgemäßer Wasserrückhalt nicht ausreichend möglich. Zwei kleinere Sickergräben gebe es, doch diese seien völlig unzureichend und tragen zu keiner Entlastung bei Starkregenereignisse bei, wenn sich das Wasser vom Högl herab ergieße. Im Juni des Vorjahres sei es durch aufgeweichtes Erdreich und unterirdischer Wasserläufe zu einem massiven Hangrutsch gekommen.

Angesichts der Notwendigkeit hier tätig zu werden, empfahl der Bauausschuss einstimmig dem Verwaltungs- und Finanzausschuss, dem Ing.-Büro aquasoli einen Planungsauftrag zur Lösung des Hochwasserproblems Breitwiesen- und Pfarrangergraben, zu erteilen.

schl

Zurück zur Übersicht: Ainring

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser