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Café-Neueröffnung in Ainring-Mitterfelden

Lebenstraum erfüllt: „Habe schon immer gedacht, wenn ich ‚alt‘ bin, mag ich mein eigenes kleines Café“

Claudia Ratzinger ‘s Kaffeetscherl Café Neueröffnung in Mitterfelden Ainring
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Claudia Ratzinger erzählt im Gespräch mit BGLand24.de über ihren Weg zum eigenen Café.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Den eigenen Lebenstraum erfüllen und damit einem kleinen Ort wieder mehr Leben einhauchen. Jetzt ist sie noch nicht so alt und hat es schon geschafft: Claudia Ratzinger erzählt im Gespräch mit BGLand24.de von ihrem Weg zum eigenen Café in Ainring-Mitterfelden und gibt auch schon einen kleinen Ausblick, was die Gäste in dem kleinen Lokal erwartet.

Ainring-Mitterfelden - Betritt man das kleine Café in der Salzburger Straße, fühlt man sich in ein anderes Zeitalter zurück katapultiert. Jede Tischgruppe sieht anders aus und doch laden sie alle gemeinsam dazu ein, sich hinzusetzen und eine Tasse Kaffee zu genießen. Jede Menge Arbeit steckt in diesen Räumen. „Abgesehen von der Couch hat hier jedes Möbelstück mindestens 50 Jahre auf dem Buckel“, erzählt Claudia Ratzinger, die stolze Besitzerin des ‘s Kaffeetscherls. Die Möbel hat Ratzinger selbst ausgewählt, restauriert und eingerichtet.

„Nein, sicher nicht jetzt während Corona!“

Die Vorbereitungsphase war kurz. Gerade einmal seit März plante Ratzinger ihr eigenes Café hier in Mitterfelden. Die Idee dazu gab es schon länger, doch dann ging es schneller als gedacht. „Am 16. Dezember kam der Anruf, damals mitten im Lockdown. ‚Unser Lokal wird frei. Das hat dich doch schon immer interessiert.‘ Da hab ich noch gesagt, ‚nein, sicher nicht jetzt während Corona!‘ Doch dann hat sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt und im Februar hab ich dann zugesagt“, erklärt Ratzinger im Gespräch mit BGLand24.de. Die nächsten Monate hieß es arbeiten, vorbereiten, restaurieren, Genehmigungen besorgen und das alles während Corona. „Vier Monate haben wir da jetzt hingerackert.“

Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.

Im Sommer war es dann endlich so weit: am 21. August erfüllt sich ein Lebenstraum für die 53-Jährige: ein eigenes Café. „Schon immer habe ich mir gedacht, wenn ich alt bin, dann mag ich mein eigenes kleines Café. Jetzt bin ich noch nicht ganz so alt und hab das Café aber trotzdem schon“, erzählt Ratzinger lachend.

Auf vielen Stationen zum Lebenstraum

Ihr Lebensweg bis zum Traum-Café war so bunt wie Claudia es selbst ist. Die gelernte Hotelfachfrau hatte viele verschiedene Stationen in ihrem Leben. Nach zwölf Jahren in der Gastronomie und Hotellerie führte Ratzingers Weg erst ins Büro und dann in die gegenteilige Richtung: raus in die Natur. Sie machte eine Ausbildung zur Sportanimateurin und machte sich damit selbstständig. Klettern, Canyoning und Rafting gehörten zum Alltag. „Es gibt nichts Geileres wenn du jung bist, als Sportanimateur“, erinnert sich Ratzinger zurück. „Heute kriegt man mich keinen Zeh breit mehr über Felsen, seit ich mein Kind habe. Da habe ich einfach Angst.“ Einige weitere spannende Stationen später eröffnet sie einen Hundesalon für rund 15 Jahre - bis zuletzt. „Coronabedingt habe ich beschlossen, meiner Psyche nachzugehen und was anderes zu machen“, erzählt Ratzinger.

Café-Neueröffnung in Ainring-Mitterfelden

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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce
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Mit Liebe zum Detail eingerichtet: ‘s Kaffeetscherl in Ainring-Mitterfelden.  © ce

Womit wir wieder beim ‘s Kaffeetscherl wären. „Das bin ich, diese Mischung. Von Ding zu Ding fliegen und immer was Neues machen. Doch das Café hier soll meine letzte Station sein, wenn es geht bis zur Rente. Und meine Tochter lernt auch gerade an der Hotelfachschule, daher ist es ja vielleicht etwas für die Zukunft, wenn ich ihr unser Café vermachen kann“, erklärt Ratzinger.

Die 17-jährige Emma, Ratzingers Tochter, greife ihr sehr unter die Arme. „Etwa vor allem am Anfang mit der Kasse“, meint Ratzinger lachend, „Ich bin ja doch seit 30 Jahren aus dem Beruf raus. Da hat man noch auf einem Block geschrieben.“ Emma sei sehr interessiert und natürlich auch die Juniorchefin.

Personelle Unterstützung brauchen die zwei Frauen jedoch schon. Grundsätzlich arbeite Ratzinger derzeit allein, sei aber gerade am Personal aufbauen. „Zur Zeit ist es einfach schwierig, gutes Personal zu finden. Viele sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wie Jobverlust oder Kurzarbeit in andere Branchen gewechselt.“ Corona beeinflusst nicht nur die Suche nach Personal für das kleine Café. Wegen der Hygieneauflagen dürfen auch nicht zu viele Personen gleichzeitig ins Lokal. „Das soll aber auch nicht recht viel voller werden als jetzt, maximal ein Tisch mehr.“

Und wie kommt das Café bei den Gästen an?

„Es etabliert sich langsam. Die Leute freuen sich, dass es wieder ein Café hier in Mitterfelden gibt. Viele Gäste kommen auch aus dem Wohnstift Mozart. Es sind auch viele Einheimische bisher“, so Ratzinger. Insgesamt bekomme sie bisher viel positives Feedback. Derzeit habe Ratzinger das Café an zwei Tagen geschlossen. „Die nächsten Monate müssen wir jetzt mal schauen, dass wir über die Runden kommen. Gegebenenfalls passen wir dann an.“ Eine Idee für den Herbst und Winter habe Ratzinger schon. Sie würde den Menschen gerne einen Treffpunkt für Spielenachmittage für Erwachsene schaffen. Schach, Schafkopfen oder auch andere Karten- und Brettspiele sollen dann im gemütlichen Beisammensein im Café gespielt werden können. „Sowas haben wir hier noch nicht.“

In den letzten Jahren hat es an dem Standort viele Besitzerwechsel gegeben. Ratzinger blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft. Klar könne es immer passieren, dass man schließen müsse, „aber man hat ja nur das eine Leben. Jetzt mache ich das, was mir Spaß macht, wo ich Abwechslung und Menschen um mich herum habe. Wenn es dir in deinem Job nicht gut geht, dann mach was anderes!“

Hardfacts ‘s Kaffeetscherl

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr

Angebot: Kaffee, Getränke, hausgemachte Kuchen, italienische kalte Küche

Frühstück: Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr

Besonderheiten: Prosecco und Chardonnay vom Faß

Zwölf Tische im Innenbereich für insgesamt 25 bis 28 Personen

Sechs Tische im Außenbereich für insgesamt 25 Personen

Reservierungen unter +49 171 7469891

ce

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