Mehrzweckanbau für 1,2 Millionen geplant

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Diese Planzeichnung von Architekt Hans Romstätter verdeutlicht die nördliche Außenansicht des Mehrzweckanbaues an die Grundschule Thundorf. In Unter- und Obergeschoss sind alle notwendigen Räumlichkeiten vorhanden, auch für eventuelle Inanspruchnahme örtlicher Vereine oder als Saal für kulturelle Veranstaltungen. Die Planung beinhaltet neben der Gymnastikhalle für die Schule ebenso alle anderen notwendigen Einrichtungsmaßnahmen, wie Gerätelager, getrennte WC (behindertengerecht), Umkleiden und mögliche Waschtische.

Ainring - 1,2 Millionen Euro soll er kosten: Ein Mehrzweckanbau an der Grundschule Thundorf ist geplant, damit die Kinder nicht mehr mit dem Bus zum Sportunterricht fahren müssen.

Bis zum Baubeginn wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch nachdem generell mehrheitlich die Zustimmung der Gemeinderäte zum Mehrzweckanbau Grundschule Thundorf in trockene Tücher ist, beginnt folglich schrittweise das Vorankommen dieses in Bevölkerungskreisen durchaus umstrittenen Projekts mit Gesamtkosten von etwa 1,2 Millionen Euro. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sprach sich Bürgermeister Hans Eschlberger mit allem Nachdruck für die Maßnahme aus. Der schulische Bedarf erfordere es und zugleich könne der Anbau auch den örtlichen Vereinen dienlich sein, betonte er.

„Kinder sollen ihren Sportunterricht möglichst nicht auf der Fahrt nach Mitterfelden im Bus sitzend, sondern die Zeit nützlicher verbringen durch vielseitige Bewegung, sei es an der frischen Luft oder in geeigneten Räumlichkeiten. Das wollen wir ändern und dafür wurde nach vielen kleinen Schritten und intensiven Gesprächen, insbesondere mit der Schulleitung und dem Architekturbüro Zeller & Romstätter ein Konzept entwickelt", argumentierte eingangs das Gemeindeoberhaupt und fügte hinzu: „Es wird eine erfreuliche Bereicherung für den Schulstandort Thundorf".

Hans Eschlberger übergab das Wort an Architekt Hans Romstätter, der ein Konzept entwickelt hatte und daraus eine Planung erstellte, die er ausführlich den Gemeinderäten nicht nur „pro forma" in allen Einzelheiten per Lichtbild auf Großleinwand vorstellte, sondern auch bereitwillig sämtliche Zwischenfragen beantwortete. Nach der Vorstellung des Projekts im Detail der Räumlichkeiten kamen vor allem aus den Reihen der ÜPW-Fraktion mehrere Anfragen.

So unter anderem, ob auch Duschen geplant seien. Hierzu wurde gesagt, dass diese nicht eingeplant seien, da die Grundschulkinder der 1. bis 4. Klasse normalerweise in der Schule nicht duschen und der Sportunterricht in der Gymnastikhalle nicht so schweißtreibend ausgelegt sei. Als Alternative wäre laut Romstätter jedoch der Einbau von einige Waschtische möglich und auch durchaus zweckmäßig.

Zur Ausstattung des rund 100 Quadratmeter großen Mehrzweckraumes (darin könnte auch die Musikkapelle proben oder eine kulturelle Veranstaltung abgehalten werden), wurden noch keine Aussagen getroffen. Wie dies erfolgen soll, werde in Absprache mit Rektorin Renate Ehrenlechner getroffen, hieß es, denn nach wie vor seien schulische Belange vorrangig.

Die Schulleiterin möchte, so wurde informiert, dass künftig alle vier Thundorfer Grundschulklassen den Sportunterricht an ihrem Standort durchführen können, folglich damit diesem Zweck dienend bisherige Busfahrten nach Mitterfelden gänzlich entfallen. Kritisch wurde in der Diskussion beurteilt, dass die größeren Kinder nur einen einzigen Raum in relativ eingeengter Turnhallengröße zur Verfügung haben, dadurch gegenüber den Gleichaltrigen der anderen Schulen benachteiligt seien.

Bürgermeister Hans Eschlberger betonte, man wolle noch offenstehende Fragen in Gesprächen mit der Schulleitung klären, insgesamt stelle er eine sehr gute Planung fest. Die Verwirklichung eines Mehrzweckanbaues an der Grundschule Thundorf bezeichnete er als Riesenfortschritt in der gemeindlichen Schullandschaft.

Bei einer Abstimmungsquote von 22:2 wird die Gemeinde Ainring an der Grundschule Thundorf einen Mehrzweckanbau errichten. Die von Architekt Hans Romstätter vorgestellte Planung wurde per Mehrheitsbeschluss gebilligt, zugleich mit dem Auftrag an die Gemeindeverwaltung, nunmehr die weiteren Schritte zur Verwirklichung des Bauvorhabens einzuleiten.

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