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Rund 1200 Arbeitsstunden für Sanierung

Historischer Eiswaggon auf Tieflader von Ainring nach München transportiert

Der Eiswaggon verlässt das Werksgelände auf dem Weg nach München
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Der Eiswaggon verlässt das Werksgelände auf dem Weg nach München

Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.

Ainring – Den Auftrag erhielt er von Dietrich Sailer aus der bekannten Traunsteiner Bierdynastie, hat in München an der Tegernsseer Landstraße vor Jahren ein Grundstück erworben, auf dem früher die US-Army eine Tankstelle betrieb. Der Unternehmer aus dem Chiemgau hat die Namensrechte der Münchner Kindl Brauerei erworben und möchte dazu auch dort Bier nach der Gebäudeerstellung brauen und der Eiswaggon stellt dabei einen nützlichen Blickfang dar. Dieser Tage wurde der restaurierte Waggon, nach zeitintensiver Verladevorbereitung mittels Tieflader nach München verladen.

Geschichte: Das Münchner-Kindl-Bräu wurde 1880 in Haidhausen gegründet und am Fuße des Rosenheimer Berges (heute Motorama) war der Kindl-Keller mit 5000 Sitzplätzen seinerzeit der größte Saal Deutschlands. Im angrenzenden Biergarten fanden unter schattenspendenden Kastanien weitere 5000 Gäste Platz. Das Areal befand sich gegenüber dem heutigen Gasteig. Die Kindl Brauerei fusionierte 1903 mit dem Unionsbräu Haidhausen und ging später im Löwenbräu auf. 

Seinerzeit besaß die Kindlbrauerei 17 eigene Eiswaggons und lieh sich von der Bahn weitere 17 aus, um den gekühlten Transport von Bier zu sichern. 

Restaurierter Eiswaggon wird von Ainring nach München transportiert

Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.
Mit seinem kleinen Team hat Manfred Huber-Perez Moreno bei seiner Oldie-Garage in zweieinhalb Jahren rund 1200 Arbeitsstunden aufgewendet, um einen historischen Eiswaggon zu restaurieren.  © Andreas Pils

Der Besitzer Sailer erklärte: „Den Eiswaggon hat man damals zu anderen Waggons unterschieden, indem sie weiß waren. Da war Bier drin, das musste gekühlt werden. Durch Klappen wurde das Eis eingebracht. Damit das Bier nicht warm wird, hat man die Waggons weiß gestrichen. Das war die Art, dieses in die Ferngebiete zu bringen. Ab 1870 bis etwa 1930 war der Eiswaggon, sozusagen der Vorgänger von Bierlastwagen.“ In Mitterfelden wurde der Eiswaggon wieder auf Vordermann gebracht. Der Zustand war zuvor erbärmlich, das Holz kaum noch brauchbar und vom Eisengerippe blieben nur 60 bis 70 Prozent über. 

Neben einem Eiswaggon im Nürnberger Museum ist das Eigentum von Sailer der einzige Waggon dieser Art in Bayern. Das historische Transportmittel aus dem Jahr 1910 hat ein Eigengewicht von 12 Tonnen und ein Ladegewicht 15 Tonnen.

Bis zur sogenannten Hochzeit – dem Einbau der Achsen mit den Speichenrädern

Mit Unterstützung des THW kam, erfolgte eine Sandstrahlung, Grundierung und Vorlackierung (wir berichteten). Danach erfolgte der Innenausbau mit diversen Holzpaneelen, die einzeln verschraubt wurden. Ebenso wurden im Boden und am Dach Schlitze für eine Hinterlüftung (Luftzirkulation von unten nach oben) angebracht. Außen erfolgte das Streichen des Waggons samt Bremserhäuschen mit weißer Farbe. Stufen aus Holz für das Häuschen sowie beiderseits als Einstieg wurden geschreinert und an der Stirnseite wurden mehrere Steigbügel, Handbügel sowie Halterungen für Karbidlampen von einem befreundeten Kunstschlosser gefertigt. Es sind original Nachbauten mit Vierkantschrauben. Rundum am Dach mussten Tropfkanten aus Blech geschaffen werden. Zu den letzten Arbeiten gehörte das Anbringen von Schriftzügen. 

Neben der Anwesenheit von Bräu Dietrich Sailer schaute auch Andrea Wittmann aus Seeon vorbei, die zur Eröffnung der Brauerei, Wirtshaus und Eiswaggon (als Veranstaltungsraum) in München-Obergiesing im nachgenähten Kostüm die bekannte „Schützenliesl“ geben wird. 

Oldiegaragen-Inhaber Manfred Huber-Perez Moreno erklärte, in den knapp drei Jahren fielen rund 1200 Arbeitsstunden an. Kürzlich war es so weit, umfangreiche Vorarbeiten für den Transport waren zu erledigen. Zunächst musste das Bremserhäuschen sowie die beiden erhöhten Dachfenster (ehemals Klappen für die Eisstangen) abgebaut werden, da sonst die Brückendurchfahrt auf der Autobahn nicht möglich gewesen wäre. Zwischenzeitlich war auch aus der Schönau eine 70-Tonnen-LKW-Kran gekommen, der das Bremserhäuschen auf einen PKW-Transporter hievte. Mit viel Mühe hatte man den Unterbau mit Bohlen, Matratze und richtige Fahrtrichtung und Verzurren erledigt.

Mit breiten Spezialgurten, darunter liegend mehrere Gummipolster wurde das Anheben des Eiswaggons vorbereitet. Der Fahrer des Tiefladers hatte vor Ort die Ladefläche verlängert, sonst hätte der Waggon nicht darauf gepasst. Nachdem alles noch mehrfach am überprüft war, hob der Kranführer den ehemaligen Bierwaggon an und langsam bewegte sich der Kran Richtung Tieflader, wo mittlerweile die vier Holzvorrichtungen für die Speichenräder hingelegt wurden und nach genauem Messen konnte der Waggon abgestellt und schließlich mit Eisenketten befestigt werden. 

Nach vierstündiger Vorbereitung und Verladung konnte sich der Tieflader mit Manfred Huber-Perez Moreno aus Vorausfahrzeug sich auf den Weg nach München machen.

In Obergiesing ist die Baugrube für Brauerei und Wirtshaus ausgehoben und das Backstein-Gebäude soll in der zweiten Jahreshälfte von 2023 eröffnet werden.

Das Gleisbett mit den sechs Meter fünfzig langen Schienen aus dem Jahre 1899 erwartete dann den Eiswaggon. So wurde die letzte Reise des über 100 Jahre alten Bierwaggons in die Landeshauptstadt angetreten. Dietrich Sailer betonte, der Eiswaggon werde nächstes Jahr für Gruppen bis 24 Personen zum Feiern genutzt werden. Eine Freude sei für ihn auch, dass der Modellbauer Märklin den einzig existierenden Bier-Kühlwaggon der ehemaligen Brauerei Münchner Kindl nachbaut.

Andreas Pils

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