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Kinder und Jugendliche schwingen die Goaßln

Ainring I siegt beim Gemeindepreisschnalzen und gewinnt die Paschwertung

Generalpasch
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v. l. stehend 1. Bgm. M. Öttl, M. Seidl und die Trainer P. Althammer und R. Dusch mit dem Nachwuchs , kniend Mitte, Martin Bader mit der WG

Das Gemeindepreisschnalzen für die Allgemein- sowie Jugendpassen fiel im letzten Jahr pandemiebedingt aus. Heuer gab es für die Allgemeinpassen wiederum kein Preisschnalzen in der Gemeinde Ainring, doch vergangenen Sonntag (20. Februar) fand auf der Wiese neben dem Skaterplatz in Mitterfelden ein Gemeindejugendschnalzen statt.

Pressemitteilung im Wortlaut

Mitterfelden – Unter gewissen Beschränkungen wurde kurzfristig das alte Brauchtum gepflegt, wobei die Passe Ainring I das Gemeindepreisschnalzen sowie die Paschwertung gewann. Neben den acht Passen waren Preisrichter, Betreuer, Offizielle und Ainrings 1. Bürgermeister Martin Öttl zugegen. 

Wissenswertes

Der Lärmbrauch des Aperschnalzen wird ab dem Stephanitag, 26. Dezember bis einschließlich Faschingsdienstag gepflegt. Der Ursprung wird meistens auf das Austreiben des Winters zurückgeführt. Eine besondere Ausprägung besteht im Rupertiwinkel und dem angrenzende Salzburger Flachgau. Geschnalzt wird mit einer Goaßl, bestehend aus einem langen Hanfseil, welches sich nach außen verjüngt und mit Pech eingelassen ist. Die Jugendgoaßl mit einer Länge von eineinhalb bis zweieinhalb Metern ist an einem etwa 50 Zentimeter langen Holzstiel flexibel befestigt.

Die einzeln Fäden werden in die Stränge eingedreht, am Ende (G’häng) mit einem Knoten versehen und dann zu einer Schlaufe zurückgebunden, an dieser wird am Schluss der Boschn befestigt. Geschnalzt wird in einer kleinen Gruppe, die man Passe nennt. Eine Schnalzerpasse besteht meist aus neun Personen, können auch weniger sein, jedoch immer eine ungerade Zahl. Der „Aufdraher“ an der Spitze schreit „Aufdraht – oane, zwoa, drei und dahi geht’s!

Das Gemeindepreisschnalzen am Sonntag

Die Schnalzer vom Trachtenverein „D‘ Schneebergler“ Feldkirchen und vom GTEV „Mühltaler“ Thundorf-Straß sowie die Schnalzervereine aus Perach und Ainring waren die Ausrichter. Beim Einsagen der Passen, haben die Veranstalter dazugeschrieben, dass nur die Kinder mit ihren Betreuern kommen dürfen, ohne Eltern und fast alle haben dies akzeptiert. Der Ainringer Schnalzervorstand Martin Seidl mit den Kameraden Herbert Huber, Paul Althammer, Hermann Fuchs sowie 1. Bürgermeister Martin Öttl oblag die Hauptarbeit in der kurzfristigen Organisation.  

Wegen der Corona-Vorgaben entfiel der Ausschank von Getränken oder das Ausgeben einer Brotzeit. Der kleine Wettbewerb für die Kinder und Jugendlichen war doch etwas anderes, als nur zu trainieren. Im Vorfeld einigten sich die Ausrichter auf acht Passen, die Kleinsten ließe man zuhause, damit es nicht so viele Personen waren. 

Um 13.15 Uhr gings los mit einem Probeschnalzen und eine halbe Stunde danach erfolgte die Auslosung der Startnummern. 1. Bürgermeister Martin Öttl, vor Corona selbst aktiver Schnalzer übernahm die Begrüßung. Preisrichter aus den Vereinen Feldkirchen, Ainring und Perach waren mit dem Preisrichterobmann Peter Edfelder in einem abgedunkelten Raum der nahen Kita in Mitterfelden. Im Büro fungierte Peter Edfelder jun. als Helfer. 

Um 14 Uhr war der offizielle Auftakt und Gemeindejugendpreisschnalzen. Rathauschef Martin Öttl rief als Ansager die Startnummer auf, zum Beispiel Nummer zwei schnalzen, Nummer drei fertig machen. Auf ihren mit Hobelspänen markierten Standplatz wartete jede Passe, nacheinander, auf das Kommando des Aufdrahers und dann konnte es los gehen. Es waren zwei Durchgänge zu absolvieren und obendrein ein Durchgang für die Paschwertung. Die Auswertung erfolgte per Hand mit Computerunterstützung. Den abschließenden Generalpasch hat der Ainringer Schnalzervorstand Martin Seidl „aufdraht“. 

Circa eine Stunde nach dem Start der Veranstaltung fand auf der Schnalzerwiese die Siegerehrung statt. Martin Seidl nannte die Ergebnisse und die Preise wurde durch Hermann Fuchs und 1. Bürgermeister Martin Öttl vergeben. Alle Jugendpassen bekamen einen Laib Brot, Speck und ein Tragerl Limonade, sämtliche gestiftet von der Gemeinde Ainring.

Das Jugend-Gemeindepreisschnalzen gewinn die Pass Ainring 1 souverän mit 171,0 Punkten. Die Trainer Paul Althammer und Reinhard Dusch (heuer seit 40 Jahren Jungendtrainer) freuten sich über die Wandergoaßl mit dem Nachwuchs Benedikt Huber, Timo Reuter, Kilian Höglauer, Bruno Schausberger, Jakob Dusch, Korbinian Aigner, Martin Bader, Korbinian Höglauer, Mathias Wiesbacher.

  • 2. Thundorf: 135,5
  • 3. Feldkirchen: 131,0
  • 4. Perach: 126,5
  • 5. Ainring: 118,5
  • 6. Feldkirchen: 58,0
  • 7. Thundorf: 57,0
  • 8. Perach: 41,0

Paschwertung: 1, Ainring I 80,0 – 2. Thundorf I 73,0 – 3. Feldkirchen I 67,5.

Pressemitteilung des Schnalzerverein Ainring/Andreas Pils

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