Wahl der zukünftigen Polizei-Elite

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Die Assessoren prüften die Nachwuchsführungskräfte im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring auf Herz und Nieren.

Ainring - Die Nachwuchskräfte der bayerischen Polizei kamen zur Bestenauswahl für zukünftige Führungspositionen zusammen. Sie mussten sich im Assessment Center beweisen.

Jüngst fand im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) in Ainring eine Bestenauswahl für künftige Führungskräfte (4. Qualifikationsebene, früher höherer Dienst) statt. Erstklassige Anwärter für Führungsfunktionen der Bayerischen Polizei waren von ihren Verbänden - vom Landeskriminalamt oder den regionalen Präsidien - zu einem mehrtägigen Prüfverfahren geschickt worden.

Für die Durchführung dieses so genannten Assessment-Centers (AC) zeichnete – im Auftrag des Innenministeriums – der Zentrale Psychologische Dienst der Bayerischen Polizei verantwortlich. Als Assessoren, also als Prüfer, fungierten Spitzenbeamte der Bayerischen Polizei, Präsidenten etwa oder Leitende Direktoren.

Das Assessment-Center selbst bestand aus verschiedenen schwierigen Übungssituationen, beispielsweise Rollenübungen, in denen sich die Kandidaten in der Funktion einer jungen Führungskraft realitätsnah bewähren mussten.

Die Besten erhalten einen der begehrten Studienplätze zunächst für ein Jahr in Bayern und danach ein Jahr an der Deutschen Hochschule der Polizei im westfälischen Münster.

„Die Bewerber kommen alle mit sehr guten Noten und Beurteilungen, sie haben bereits mehrere Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen. Im Assessment-Center fließen noch einmal andere Kennwerte mit ein“, erklärt Dr. Hans Peter Schmalzl, Leiter des Zentralen Psychologischen Dienstes in München. „Wir prüfen vor allem Aspekte der sozialen Kompetenz, wie sie von Führungskräften erwartet werden.“

Das Fortbildungsinstitut in Ainring bietet laut Schmalzl die optimale Logistik für das Assessment-Center. Die Bewerber, die bis aus den nördlichsten Randgebieten Bayerns kommen, können hier übernachten. Außerdem benötigt der Zentrale Psychologische Dienst für die verschiedenen Vorbereitungen und Prüfungen viele Räume. Verbunden damit ist auch ein großer Personalaufwand, zum Beispiel für die unterschiedlichen Rollenspiele.

„Die Lage im Berchtesgadener Land ist wunderschön, die Atmosphäre im Haus sehr entspannt; sowohl die Kandidaten als auch Prüfer und Organisatoren fühlen sich hier sehr wohl.“ Das BPFI unterstütze die Durchführung sehr engagiert und unternehme alles, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

„Wir investieren größte Sorgfalt, um Führungskräfte auszuwählen, die nach dem Studium zentrale Positionen bekleiden und zum Beispiel Polizeiinspektionen mit 100 bis 200 Mitarbeitern vorstehen“, so Dr. Schmalzl weiter. „Nach dem Studium ist der Weg bis in die höchsten Ämter der Bayerische Polizei grundsätzlich offen.“ In der Regel sind das zum Karriereende hin Direktorenposten bei der Schutz- und Kriminalpolizei, manche schaffen es noch weiter bis in die höchsten Dienstgrade in den Präsidien oder dem Innenministerium.

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