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17 Wohneinheiten für Familien in Ainring

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Ainring - In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand das Areal in Bruch-Römerstraße auf dem Plan. Dort sollen insgesamt 17 Wohneinheiten für junge Familien geschaffen werden:

Nicht nur Gewerbeansiedlungen, sondern auch Ausweisungen von Wohnbauland nehmen in der Gemeinde Ainring trotz aller Interessenskonflikte einen großen Stellenwert ein. Ob brach liegende Landschaften in Feldkirchen, Hammerau, Ainring, Thundorfer Mühle oder wie jüngst Bruch-Römerstraße, es erforderte bzw. erfordert stets von der Bauverwaltung und den Planern einen langen Atem und Einhaltung der „Spielregeln“, um alle bürokratischen, rechtlichen und satzungsgemäße Hürden zu überwinden.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand der Bebauungsplan Bruch-Römerstraße auf dem Beratungs-Fahrplan. Der Tagesordnungspunkt beinhaltete die Wohnbaulandausweisung auf den Grundstücken östlich der bestehenden Erschließungsstraße und westlich des vorhandenen Lärmschutzwalles. Endziel der Beratungen unter Mitwirkung der Planer Dipl.-Ing. Wolfgang Schuardt und Dipl.-Ingenieurin Eva Weber sollte sein der Aufstellungsbeschluss und Billigung erster Planungsentwürfe. Beides wurde einstimmig befürwortet. Die diskutierten Planungsentwürfe wurden um weitere Entwurfsvorschläge ergänzt. Die Variante „D“ fand den größten Gefallen in der Ratsrunde.

Eingangs erinnerte Bürgermeister Hans Eschlberger daran, dass sich die gemeindlichen Gremien bereits mehrmals mit einer Wohngebietsausweisung für dieses Gebiet befasst haben. Es seien immer positive Beschlüsse gefasst, doch das notwendige Verfahren wäre jedoch bislang noch nicht durchgeführt worden. Es solle ein Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden auf den Grundstücken mit den Flurnummern 2323/37, 2323/36, 2323 und 2323/5. Entstehen könnten etwa 17 Wohneinheiten für junge Familien. Im rechtsverbindlichen Flächennutzungsplan sei nach Hinweis des Bürgermeisters die Fläche als Allgemeines Wohngebiet (WA) dargestellt, folglich müsse diesbezüglich also nichts geändert werden. Nach vielen Anläufen und Rückgaben von Planungsaufträgen von beauftragten Planern wegen Überlastung könne nun der zuletzt beauftragte Planer, Dipl.-Ing. Wolfgang Schuardt, den Entwurf vorstellen

Schuardt sprach zunächst an, dass geprüft werden könnte, ob es sich um einen Bebauungsplan der Innenentwicklung nach Paragraf 13a BauGB handle. Die nun vorliegende Konzeption sehe an den Grundstücken entlang der Erschließungsstraße Garagen mit Firstrichtung Nord-Süd vor, die dem Charakter der angrenzenden Siedlung Bruch-Römerstraße entsprechen bzw. diesen aufnehmen und als Übergang zum anschließenden Hauptgebäude als eigenständiges Gebäude diene. Wie er sagte, seien diese Hauptgebäude mit Firstrichtung West-Ost geplant und 16 Meter lang. Auf der Ostseite des Hauptgebäudes wäre gegebenenfalls noch ein weiterer Baukörper möglich.

Nachdem die beiden Planer die Entwürfe für die beabsichtigte Wohnbaulandausweisung erläuterten, ergab sich eine rege Diskussion. Franz Sommerauer fragte an, ob es auch eine andere Variante, als die weitgehendst vorhandene mit den Spitzdächern gebe. In dieser Angelegenheit konnte Eva Weber dienen und offerierte eine Version ohne den typischen Steilgiebeln. CSU-Fraktionssprecher Jörg Mader fände eine Bebauung an dieser Örtlichkeit in Ordnung. Ihm sei jedoch aufgefallen, dass die Terrassen nach dem Gleichheitsprinzip geplant seien und die Häuser quer zur bestehenden Bebauung stünden. Es gebe, wie er betonte, keinen richtigen Schallschutz für die dahinter befindlichen Gebäude. Hierzu wurde ihm geantwortet, dass bei einer anderen Positionierung der Häuser die Nutzung der Solarenergie nicht möglich sei.

Die Anbindung der Garagen an die Wohngebäude lobte Sven Kluba. Seine Frage nach der jeweiligen Gebäudegröße teilte ihm Eva Weber mit, dass die einzelnen Anwesen mit je zwei Wohneinheiten eine Größe von 8 x 20 m aufweisen. Auf Bitte von ÜPW-Fraktionssprecher Martin Strobl zeigte Wolfgang Schuardt weitere Möglichkeiten der Bebauung auf, wobei bei Variante A die Garagen keine Verbindung mit dem Wohngebäude aufweisen. Bei der Variante B sei im mittleren Gebäude ein Dachgiebel vorhanden und die Garagen bilden eine Front zu der bestehenden gegenüberliegenden Bebauung. „Bei unserer Variante C gibt es eine Garagenfront und die Häuser rücken naher an die B 20 heran“, argumentierte der Planer. Die Planung „D“, die letztlich am meisten Gefallen bei den Mandataren fand, weist auf fünf Dreispänner mit 45 Grad Steildach und ein Doppelhaus auf. An den Dreispännern sind Garagen/Carports entlang der Römerstraße direkt verbunden mit dem Hauptgebäude. Dieses ist West/Ost ausgerichtet, sodass insbesondere die Ausnützung von Sonnenenergie optimal ausgenützt wird. Strobl regte an, es sollte in einer der nächsten beiden Sitzungen der Verwaltungs- und Finanzausschuss involviert werden, damit über den Modus des Verkaufs von drei gemeindlichen Parzellen diskutiert werden könne. Diese sollte parallel zu dem jetzigen Verfahren durchgeführt werden.

Als zielführend befand Bürgermeister Hans Eschlberger die vorgestellte Variante „D“ für den Einstieg in das Verfahren. Es würden 17 Wohneinheiten geschaffen, die jungen Familien zu möglichst günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden sollen. Außerdem könnten bei gleichartigen Gebäuden eine Art „Serienproduktion“ ins Auge gefasst und damit Kosteneinsparungen ermöglicht werden.

Von Stefan Kern kam der Vorschlag, dass eine Lärmschutzwand im Bebauungsplan aufgenommen werde, damit wäre zielführend die Römerstraße komplett geschützt. Hierzu erwiderte der Bürgermeister, dass dafür ein Lärmgutachten nötig sei, außerdem die Stadt Freilassing mit einbezogen werden sollte. „Schließlich sollen auch die Anwohner auf der Freilassinger Seite geschützt werden“, sagte er.

Gefallen fand ÜBL-Fraktionssprecher Hans Pöllner an die vorgestellte Planung. Allerdings könne er sich Giebel im mittleren Gebäudeteil vorstellen. Damit seien Solarnutzungen eingeschränkt und eine Kostenreduzierung einer baugleichen Produktion der Gebäude könne dann nicht mehr erreicht werden, entgegnete Hans Eschlberger.

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