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Der singende Wirt im Interview - Teil 2

Hansi Berger: „Wie wir aufgewachsen sind, war schöner!“

Hansi Berger
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Hansi Berger spricht im Interview auch über die Zeit des Corona-Lockdowns.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Im zweiten Teil des Interviews mit BGLand24.de spricht Hansi Berger über seine neue Single, seinen musikalischen Wandel und die Zeit während des Corona-Lockdowns.

Herr Berger, Sie haben vor kurzem eine neue Single herausgebracht: Geile oide Zeit. Das Album dazu soll im Herbst folgen. Warum haben Sie sich für den Titel entschieden?

Das ist ein Album mit 17 Titeln. Da entscheidet man sich dann intern für einen der stärkeren Titel. Dieser gehört zu den Stärkeren und ist jetzt die Single-Auskopplung. Und man sieht jetzt auch mit Corona: es ist oft eigentlich so, dass man immer gern zurück schaut. Früher war eigentlich viel besser und das ist auch bei dem Lied so und ich muss auch dazu sagen, ja, früher waren doch einige Sachen besser! Beispiel Smartphone: Ich glaube mein Jahrgang mit ´92, ´93 hatte noch eine andere Kindheit wie die Kinder jetzt. Wir sind noch anders aufgewachsen, ich glaube wir haben uns damals echt noch viel mehr selbst beschäftigen müssen und haben noch kein Handy oder Smartphone gehabt. Sondern wir haben die Zeit draußen verbracht und haben uns eigentlich mit sehr bodenständigen Geschichten beschäftigt und ich glaube, das war generell für die Entwicklung unserer Generation nicht so schlecht. Das andere möchte ich auch nicht in Frage stellen, aber ich finde halt, wie wir aufgewachsen sind, war schöner. Mit dem Fußballplatz, Radfahren und alles was dazugehört hat. 

Die Single klingt wie Volksmusik, aber irgendwie auch nicht ...

Es ist halt anders, es ist ungefähr so wie mit der Gastronomie. Du kannst nicht immer dasselbe machen, weil irgendwann mag es keiner mehr hören oder mag es keiner mehr essen. Du musst dich halt doch irgendwie auch musikalisch weiterentwickeln. Und musikalisch muss ich auch sagen, es ist ja auch sowas wie bei uns jetzt im Rupertihof. Wir haben jeden Abend Musik für die Gäste und ich hab einfach jetzt auch gemerkt in den letzten Jahren, dass auch die Volksmusik bzw. die bisschen modernere kombinierte Volksmusik auch bei den jüngeren Leuten sehr gut ankommt, dass man nicht sagt, zehn Jahre noch, dann ist die Volksmusik ausgestorben, weil es keiner mehr hören mag, weil das keine jungen Leute hören möchten, so ist das nicht, das hat sich in den letzten Jahren eigentlich sehr verändert. Demnach bin auch ich ein bisschen mit dem Sound und mit der Zeit gegangen, bisschen moderner gemacht, auch einfach an ein paar Themen herangewagt, wo man sich sonst früher nicht rangetraut hätte und somit ist es eigentlich musikalisch gesehen, möchte ich sagen, eine Weiterentwicklung und ein bisschen was anderes.  

2020 war geprägt von Corona-Lockdowns mit Ausgangsbeschränkungen und einem stillgelegten gesellschaftlichen Leben - Was haben Sie während dieser „stillen Zeit“ gemacht?

Ich habe einfach die Zeit genutzt. Ich glaube, das waren so sieben Monate. Also ich hab wirklich brutal viel zu tun gehabt. Weil, wie soll ich sagen, du kommst dann in so einen Modus, wie jetzt Corona war, du denkst viel mehr. Du hast wenn du das laufende Geschäft hast, da bist ja immer noch Vollgas drin, jeden Tag voll und jeden Tag überlegst dir wie mach ich denn das, organisierst, wenn du 500, 600 Gäste hast, dass das funktioniert, dass die Leute zufrieden sind. Du wirst dich aber nie damit beschäftigen, wo kann man vielleicht einen Schritt weiter gehen, was kann man besser machen, was kann man anders machen. Du versteifst dich einfach voll, aber das ist ja auch normal, du musst ja schauen dass das laufende Geschäft passt. Bei Corona war es einfach so, du hast jetzt einfach die Zeit gehabt, dich damit zu beschäftigen, was kann ich besser machen, was kann ich anders machen, wie kann man sich besser organisieren, was kann man den Gästen noch mehr bieten. Deswegen, ich habe es vorher schon einmal gesagt, Corona war in gewisser Art und Weise eine Chance.

Ich habe mich niemals, und das werde ich auch niemals machen, in irgendeiner Art und Weise über diese Maßnahmen beschwert, weil ich der Meinung bin, das war nötig, damit wir das in den Griff kriegen, mei, ein paar Geschichten, welche da von politischer Seite waren, waren mit Sicherheit ein paar Sachen nicht gut durchdacht, aber so unterm Strich gesehen, war das notwendig. Und ich glaube wir als Gastronomen, als Unternehmer, stehen auch in der Pflicht, das dann auch so zu akzeptieren. Auch in dieser Pause habe ich mich nicht versteift, so wie es leider viele gemacht haben, die was noch geschimpft haben ‚alles ist scheisse‘ und was weiß ich. Und ich habe eigentlich eher versucht, ich glaube das ist auch wichtig, auch wenn es negativ ist, was Positives draus zu machen. Positiv vorschauen, mei es ist einfach jetzt so, man muss einfach das Beste draus machen und somit hab ich dann auch diese Coronazeit genutzt, nach vorne zu sehen und zu schauen, wie werden wir noch besser. 

Nochmal zurück zum Klosterwirt - Welches Gericht sollte man denn unbedingt mal probieren?

Wenn man immer sagt, was ist deine Empfehlung, das ist immer so eine Geschmackssache. Ich weiß ja nicht, vegetarisch, Fischesser, mehr deftig, mehr leicht, Ich sag mal so: es ist immer Geschmackssache. Aber das Backhendl kann ich dir auf jeden Fall empfehlen. Das ist sensationell. 

Im ersten Teil des Interviews spricht der singende Wirt über die Anfangszeit im Klosterwirt in Höglwörth, darüber, wie man einen Vollzeitjob als Wirt und eine Karriere als Musiker unter einen Hut bringt und welche Chancen und Herausforderungen Corona mit sich brachte.

ce

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