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Der singende Wirt im Interview - Teil 1

Hansi Berger: „Corona auch als Chance sehen“

Hansi Berger
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Hansi Berger spricht im Interview auch über seine neue Single „Geile oide Zeit“.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Hansi Berger, der singende Wirt aus Ainring, hat vor kurzem den Klosterwirt in Höglwörth neu aufgesperrt. Im Interview mit BGLand24.de spricht er über die Anfangszeit, wie man einen Vollzeitjob als Wirt und die Karriere als Musiker unter einen Hut bringt und die Herausforderungen und Chancen, die Corona mit sich brachte.

Herr Berger, im Frühsommer haben Sie den Klosterwirt in Höglwörth mitten in der Corona-Pandemie neu aufgesperrt. Wie lief denn die Anfangszeit?

Wir haben ja am 14. Mai, wenn ich mich nicht täusche, aufgesperrt. Es war ja noch alles unter sehr, sehr strengen Auflagen, sprich nur Biergarten. Dann mit vielen Abständen und so weiter. Und natürlich war es am Anfang auch durch dieses Wetter im Mai, bei dem wir nicht das größte Glück hatten, etwas zäh, aber dann ab dem 20. oder 21. Mai ist es richtig losgegangen. Und sehr, sehr gut. Die Bilanz ist super. Ich glaube, dass überhaupt Höglwörth einer der schönsten Flecke im Berchtesgadener Land ist, wenn nicht sogar der Schönste. Gleich neben dem Kloster und der schöne Biergarten. Generell ist das Ambiente etwas Einzigartiges. Und so sind auch die Resonanz und die Besucheranzahl sehr zufriedenstellend bzw. kann man schon fast sagen mehr als zufriedenstellend. 

Sie haben mittlerweile insgesamt vier Gastronomie- bzw. Beherbergungsbetriebe im Berchtesgadener Land. Dazu kommt noch ihre Karriere als Musiker. Wie bringt man das alles unter einen Hut?

Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man das, was man macht, mit Überzeugung macht. Mit Liebe. Man kann Gastronomie generell nicht nur als einen Beruf ansehen. Als Gastronom musst du das als Berufung sehen. Man ist ja nicht nur Koch, nicht nur Kellner, man ist ja nicht nur Rezeptionist, sondern da ist man auch Unternehmer.

Mir ist auch sehr wichtig, generell auch für das Berchtesgadener Land, dass wir als Familie Berger unseren Gästen, die ins Berchtesgadener Land kommen, etwas bieten. Jetzt z. B. mit dem Rupertihof: im November reißen wir den kompletten Wellnessbereich um. Im Januar machen wir noch einmal 30 neue Zimmer. Es ist immer etwas zu tun und ich glaube, wenn man dabei bleiben möchte, wenn man sag ich mal zukunftsorientiert schaut, ist immer wichtig, dass man am Ball bleibt und das kontinuierlich und das geht natürlich nur, wenn man viel arbeitet. Weil hinsetzen und sagen ‘ich bin jetzt der Wirt’ und sagen ‘jetzt gehts dahin’ das reicht heutzutage nicht mehr. Du musst selber mitarbeiten, du musst selbst mit dabei sein und musst natürlich auch Ahnung haben von der Materie, sonst wird‘s schwierig. 

Corona hat gerade den touristischen Bereich schwer getroffen. Wie sieht es denn da im Berchtesgadener Land aus?

Man merkt ja, die Nachfrage zu unserer Region, zum Berchtesgadener Land, ist riesen-riesengroß. Ich glaube, Corona muss man jetzt auch einmal im Tourismus ein bisschen als Chance sehen, weil was war früher? Früher sind die Leute, überhaupt Deutsche ins Ausland gefahren, nach Mallorca, nach Ibiza, nach Gran Canaria und dieses Jahr sieht man einfach, auch letztes Jahr schon, dass die Leute wieder zuhause Urlaub machen. Und wenn der Gast in Bayern Urlaub macht, der was früher nach Mallorca geflogen ist, und ist da zufrieden und denen gefällt das, dann kommt der wieder, und dies muss glaub ich das Ziel sein, dass man sagt, wir schauen einfach, dass wir zufriedene Gäste haben. Die kommen immer wieder und dann läuft das Rad ja eh von allein. Wenn du zufriedene Gäste hast, die was immer wieder kommen, dann hast du weniger Marketingkosten, hast viel weniger Werbung gebraucht und das ist einfach total wichtig und somit muss man halt einfach auch was bieten. Ich glaube wir haben im Berchtesgadener Land viel Nachholbedarf generell und müssen noch sehr viel machen und wenn wir da alle miteinander Gas geben, dann glaube ich ist touristisch gesehen im Berchtesgadener Land noch sehr sehr viel drin. 

Man hört ja immer wieder aus der Gastronomie, dass durch die Pandemie die Personalengpässe in der Branche noch viel extremer geworden sind. Wie erging es ihren Betrieben denn?

Natürlich hat es einige gegeben, die aus dieser Branche rausgegangen sind. Ich hab, sag ich jetzt mal, bei uns das Glück gehabt, dass ca. 95 Prozent der Mitarbeiter, die am 21. Oktober, wo wir zugesperrt haben, dann in die Kurzarbeit gerückt sind, wieder zurückgekommen sind. Aber da gehört natürlich auch was dazu. Man muss ja auch die Mitarbeiter unterstützen, man muss ihnen Sicherheit geben, man muss sich um die Mitarbeiter kümmern und das ist auch ein wichtiges Thema bei uns überhaupt in der Gastro. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter zufrieden sind, ich möchte schon fast sagen, gleichgestellt mit den Gästen, weil wenn du keine zufriedenen Mitarbeiter hast, hast’ automatisch keine zufriedenen Gäste. Und da gehört vieles dazu, da gehört eine Unterkunft dazu, da gehört die Bezahlung und Behandlung dazu, da gehört so vieles dazu und das hat sich auch verändert. Es gibt noch immer gute Leute, aber man muss sich halt auch darum kümmern. Das ist auch ein wichtiger Punkt, weil sonst hauen sie dir ab. 

Im zweiten Teil des Interviews spricht BGLand24.de mit dem singenden Wirt über seine neue Single, über die Zeit während des Corona-Lockdowns und ob es denn eine Empfehlung gibt, welches Gericht man denn im Klosterwirt essen solle.

ce

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