Künftig zwei Jugendreferenten in Mitterfelden

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Ainring/Mitterfelden - Einstimmig beschlossen wurde bei den Mitgliedern des Gemeinderates in Mitterfelden, die Ausschussstärke von sechs auf acht Gremiumsmitglieder zu erhöhen:

Stand die April-Sitzung des Gemeinderates in seiner letzten sechsjährigen Besetzung im Zeichen voller Wehmut und Dankbarkeit, so herrschte nunmehr bei der konstituierenden Sitzung dieser Tage mit acht gewählten Debütanten, gemeinsam mit der vorherigen wiedergewählten 16-köpfigen Rats-Mannschaft eine sichtliche Aufbruchstimmung zur Premiere. Für eine fotografische Ablichtung hatten alle entweder in Tracht oder adrett gekleidet beim Rathausbrunnen Aufstellung genommen. Schon bei der Regelung der Ausschussstärke setzte man ein demokratisch anpassendes Zeichen. Damit auch die aus zwei Räte bestehende SPD-Fraktion in allen Ausschüssen mitberatend tätig sein kann, erhält sie nunmehr auch hier einen Sitz.

Einigende Voraussetzung war die Ausschussstärke von sechs auf acht Gremiumsmitglieder zu erhöhen. Demnach wurde der Verwaltungs- und Finanzausschuss, Bauausschuss, Werkausschuss, Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschuss, bestehend aus jeweils dem 1. Bürgermeister und acht Mitgliedern gebildet. Identisch sind hierbei die Räte des Werk- und Umweltausschusses. Die einzige Ausnahme ist, dass der Rechnungsprüfungsausschuss – hier hat der Bürgermeister keinen Vorsitz - weiterhin mit fünf Mandataren besetzt ist. Die Ausschüsse als „verkleinertes Spiegelbild des Gemeinderates" werden entsprechend der Geschäftsordnung nach dem Hare/Niemeyer Verfahren von den einzelnen Fraktionen besetzt. Dies bedeutet, dass die Ausschussbesetzung für die CSU vier, für die ÜPW zwei, für die SPD einen und ebenso für die UBL einen Ausschusssitz zur Folge hat.

Im mit unverändert verbleibenden 5-köpfigen Rechnungsprüfungsausschuss erhält die CSU mit drei Mandatere, die ÜPW und UBL mit je einem Gemeinderat Mitspracherecht. Die einzelnen Fraktionen entsenden künftig folgende Räte (in Klammern jeweils die Vertretungen):

Verwaltungs- und Finanzausschuss CSU: Andrea Semmelmayr-Gondorf (Ernst Peter), Bruno Thurnhausstatter (Martin Unterrainer), Stefan Kern (Sven Kluba), Jörg Mader (Gernot Althammer). – ÜPW: Martin Strobl (Michaela Kaml), Dietrich Nowak (Stefan Eberl). – SPD: Margret Sturm-Wiersig (Ludwig Moderegger). - UBL: Hans Pöllner (Gerhard Kern).

Bauausschuss CSU: Edith Höglauer (Robert Egger), Sven Kluba (Stefan Kern), Josef Ramstetter (Franz Eder), Martin Unterrainer (Bruno Thurnhausstatter). – ÜPW: Stefan Eberl (Josef Reichenberger), Franz Sommerauer (Martin Strobl). – SPD: Ludwig Moderegger (Margret Sturm-Wiersig). - UBL: Gerhard Kern (Hans Pöllner).

Werkausschuss und Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschuss CSU: Gernot Althammer (Jörg Mader), Franz Eder (Josef Ramstetter), Robert Egger (Edith Höglauer), Ernst Peter (Andrea Semmelmayr-Gondorf). – ÜPW: Michaela Kaml (Dietrich Nowak), Josef Reichenberger (Franz Sommerauer). – SPD: Ludwig Moderegger (Margret Sturm-Wiersig). - UBL: Franz Genzinger (Hans Pöllner)

Rechnungsprüfungsausschuss CSU: Jörg Mader (Gernot Althammer), Andrea Semmelmayr-Gondorf (Ernst Peter), Sven Kluba (Stefan Kern). – ÜPW: Dietrich Nowak (Stefan Eberl). – UBL: Hans Pöllner (Franz Genzinger).

Entsprechend der Gemeindeordnung muss der Gemeinderat aus den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses ein Ausschussmitglied zum Vorsitzenden bestellen. Kraft Gesetz kann und darf der 1. Bürgermeister den Vorsitz nicht übernehmen. Prädestiniert ist hierfür die langjährige Vorsitzende Andrea Semmelmayr-Gondorf, die seit 1990 dem Gemeinderat angehört und die Entwicklung der Gemeinde Ainring bestens kennt. Einstimmig wurde die CSU-Rätin zur Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses bestimmt.

Vielseitige Aufgabengebiete zur Unterstützung der Gemeinderatsarbeit können mit der Benennung von Referenten aus der Mitte des Gemeinderates vollzogen werden. Was Familien- und Seniorenreferat anbelangte, werden sich die Fraktionen untereinander noch beraten um eventuell einen Kandidaten vorzustellen. Für die Funktion des Jugendreferenten wurde der bisherige Amtsträger Martin Unterrainer vorgeschlagen. Doch auch der neugewählte Gemeinderat Ludwig Moderegger zeigte Interesse und zeigte dies Bürgermeister Hans Eschlberger an.

Für Stefan Kern war es - wie er sagte - eine hervorragende Situation, dass sich gleich zwei junge Leute aus dem Gemeinderat für dieses Referat engagieren würden. Hans Eschlberger zeigte sich ebenfalls begeistert und deutete einen Kompromiss an, dass Martin Unterrainer als bisheriger Funktionsinhaber in der Reihenfolge als 1. Jugendreferent in gegenseitiger Unterstützung und enger Zusammenarbeit mit Moderegger als dessen Stellvertreter diese Aufgabe wahrnehmen. Damit bestand im Gremium Übereinstimmung. In diesem Zusammenhang deutete Dieter Nowak an, dass eventuell ein Bauhofreferent angedacht sei. Er würde hierfür Martin Strobl vorschlagen. Entschieden ist in dieser Angelegenheit allerdings noch nichts.

Mit Ablauf der Legislaturperiode endet die Bestellung des 1. Bürgermeisters als Eheschließungsstandesbeamter. Für die neue Amtszeit ist er in dieser Tätigkeit wieder per Abstimmung neu zu bestätigen. Hans Eschlberger sagte zu diesem Punkt der Tagesordnung, es sei zwar eine formale Angelegenheit, doch er betone, dass er seit er die zwölf Jahre das Bürgermeisteramt innehabe, er immer gerne auch die Aufgabe des Standesbeamten ausgeübt habe. Der Beschlussvorschlag 1. Bürgermeister Hans Eschlberger das Amt des Eheschließungsstandesbeamten zu übertragen, erfolgte einstimmig.

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