Flüsterasphalt, Flugbewegung, zu wenig Parkplätze

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Diese beiden Container an anderer Stelle in Ainring aufzustellen, statt wie bisher auf dem Parkplatz beim Haus der Kultur wegen mangels an freien Parkflächen, speziell bei Veranstaltungen, wurde in der Bauausschusssitzung vorgeschlagen.

Ainring -  Flüsterasphalt, Flugbewegungen und zu wenig Parkplätze - die Themen in der öffentlichen Sitzung im Rathaus waren vielfältig:

In Bürgerversammlungen können Gemeindeeinwohner von der Möglichkeit Gebrauch machen Anträge von allgemeinem Interesse an den Bürgermeister bzw. Verwaltung zu stellen. Dies kann mündlich oder in schriftlicher Form geschehen. Innerhalb einer gesetzten Frist müssen sich die gewählten Volksvertreter in den jeweiligen Gremien damit beschäftigen. So geschehen am Montag dieser Woche vom Bauausschuss. In der öffentlichen Sitzung im Rathaus wurden entsprechende Entscheidungen getroffen. Christian Staudacher hatte vor dem Hintergrund der zunehmenden Verkehrsbelastung auf der B 20 beantragt, dass die Gemeinde mit Nachdruck die Weiterführung bzw. Fertigstellung des Lärmschutzwalles im Bereich Bruch-Römerstraße vorantreibt.

Außerdem setzt sich Staudacher für den Einbau eines so genannten Flüsterasphalts auf der Bundesstraße 20 zwischen Feldkirchen und Freilassing Mitte ein, zumal dieses Teilstück ohnehin für eine Erneuerung des Fahrbahnbelags vorgesehen sei. Ein weiterer Aspekt betraf, die Gemeinde Ainring solle vehement einer etwaigen Verlagerung der Flugbewegungen über Ainringer Gemeindegebiet entgegentreten, hier insbesondere über die Wohnsiedlungen Bruch und Bruch-Römerstraße. Bürgermeister Hans Eschlberger ließ seitens der Gemeinde dem Antragsteller wissen, dass dessen vorgetragenen Anliegen unterstützenswert seien. Insofern könne insgesamt zugestimmt werden. „Inwieweit letztlich Erfolge verbucht werden können, liegt größtenteils mangels Zuständigkeit nicht in der Macht der Gemeinde bzw. ist von weiteren Faktoren, wie beispielsweise Grundstücksverfügbarkeit abhängig. Jedenfalls wird sich die Gemeinde im Sinne der Antragstellung einsetzen", sagte der Bürgermeister. Abstriche gibt es freilich hinsichtlich dem geforderten Flüsterasphalt, denn auf Nachfrage teilte 3. Bürgermeister Gerhard Kern - in verantwortlicher Funktion beim Straßenbauamt Traunstein tätig - den Bauausschusskollegen mit, dass dieser Belag, speziell auf dieser Strecke mit Sicherheit nicht aufgebracht werde, vor allem auch nicht mehr zeitgemäß sei.

Was den Lärmschutzwall betraf, entstand eine Irritation, ob das derzeit abgeflachte südliche oder das nördliche Ende des Walls, der damals in der Heimatzeitung abgebildet war, gemeint war. Dass man indes die Wünsche von Christian Staudacher unterstützen werde, bestätigte der einstimmige Beschluss. Matthias Wiesbacher junior hatte in der Ainringer Bürgerversammlung moniert, es seien aus seiner Sicht im Bereich Pfarrkirche sowie beim Haus der Kultur zu wenige Parkflächen vorhanden. Zudem bemängelte Wiesbacher das Zuparken der Gehsteige entlang der Ulrichshögler Straße. Dazu sagte der Bürgermeister, baurechtlich liege der fragliche Stellplatznachweis im Zuge der Baugenehmigung zum Haus der Kultur vor. Jedoch habe die Wortmeldung sicherlich ihre Berechtigung gehabt, so dass sich die Gemeinde bemühen werde, sofern sich eine günstige Gelegenheit ergebe, weitere Stellflächen zu schaffen. Eschlberger fügte ab, die sogenannten „Wildparker" könnten durch hoheitliche Anordnungen kaum verhindert werden.

Hier müsse im Einzelfall gegebenenfalls Anzeige erstattet werden. Diesen Ausführungen des Sachvortrags stimmte der Bauausschuss bei einer Gegenstimme zu. Ergänzend hierzu teilte das Gemeindeoberhaupt mit, bei den ohnehin anstehenden Instandhaltungsarbeiten an der Ulrichshögler Straße sollen an geeigneten Stellen Parkplätze vorgesehen werden, insbesondere auch, um das Zuparken des Gehsteiges einzudämmen und die Tempo-30-Zone straßenbaulich zu unterstreichen.

Er beabsichtige diesbezüglich die Anwohnerschaft zu einer Versammlung bzw. Gesprächsrunde einzuladen. Gerhard Kern schlug vor, die auf dem Parkplatz Nähe Haus der Kultur aufgestellten zwei Container für Glas und Altkleider an anderer Stelle aufzustellen. Damit wären zumindest zwei Stellplätze in diesem Bereich dazu gewonnen. Weitere Wortmeldungen aus den Bürgerversammlungen wurden laut Hinweis Eschlbergers zum Teil bereits auf dem Verwaltungswege abgearbeitet bzw. noch erledigt. Beispielhaft wurden aufgezählt fehlende Verkehrszeichen, Instandsetzung von Wanderwegen und weitere. „Es geht nichts unter, alle Antragsteller werden entsprechend von uns schriftlich benachrichtigt", schloss der Bürgermeister im Einverständnis mit den Ausschussmitgliedern diesen Tagesordnungspunkt ab.

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