Schulanfänger pflanzen Schwarzkiefern

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Fachkundige Anleitung: Walter Soraruf.

Ainring - Bilderbuchwetter begünstigte die Pflanzaktion der Schulanfänger aus der Gemeinde im Ainringer Moor.

Der Michi hat seine Schwarzkiefernpflanze ganz allein eingesetzt.

Die Kinder waren mit ihren Eltern, Geschwistern und weiteren Familienangehörigen sowie Bürgermeister Hans Eschlberger und Rektorin Renate Ehrenlechner nach Mühlreit - zum alten Torfwerk - gekommen. Im Naturparadies des Ainringer Moores konnte jedes Kind „sein“ eigenes Schwarzkiefernbäumchen pflanzen. Selbstverständlich unter fachkundiger Anleitung von Natur- und Landschaftsführer Walter Soraruf aus dem Kreis des Vereins „Ainringer Moorfreunde“. Die Bäumchen waren ein Geschenk der Gemeinde für alle Abc-Schützen.

Zunächst wartete Soraruf mit einem kleinen Rätsel aus der Naturwelt auf, das schnell und gut gelöst wurde. „Eure schönen und wertvollen gepflanzten Bäume, auf denen Vögel oder sonstige Kleintiere Zuflucht suchen, könnt ihr immer wieder besuchen - euer Leben lang. Denn Schwarzkieferbäume können über 100 Jahre alt werden“, verdeutlichte der Experte.

Bürgermeister Hans Eschlberger begrüßte unter anderem den Vorsitzenden der Ainringer Moorfreunde, Max Gaisreiter. In einem Dialog versuchte der Gemeindechef, von den Schulanfängern zu erfahren, wie ihnen der Unterricht gefalle und was sie schon alles gelernt haben. Ein kleiner Spaßvogel hatte die Lacher auf seiner Seite, weil er während des Unterrichts nicht schwätzen und herumlaufen dürfe, wie er es von zu Hause gewohnt sei. Andere zeigten ihre Begeisterung über die nette Lehrerin und „weil halt die Schule große Freude und Spaß macht und wir jeden Tag was Neues lernen“, wie eine Sechsjährige antwortete.

Bürgermeister Hans Eschlberger plauderte mit den Schulanfängern.

Walter Soraruf schritt voran und schob den Moor-Schubkarren, auf denen alle Schwarzkieferbäumchen mit Erdballen verstaut waren, zum vorgesehenen Pflanzbereich am nördlichen Waldrand des Moores. Bevor die Aktion startete, nahmen die Buben und Mädels noch Aufstellung zu einem lustigen Seilwettziehen. Zur Verblüffung aller bewiesen die Mädchen mehr Muskelkraft und besiegten die Buben, was Schiedsrichter Walter Soraruf lobenswert beurteilte.

Mit den zahlreichen Spatenstichen von Walter Soraruf in die heimatliche, weiche Moorerde konnte dann jedes Schulkind sein Baumpflänzchen verbuddeln und mit Zweigen oder Tannenzapfen markieren, um es zu gegebener Zeit wiederzufinden. Die Väter kümmerten sich derweil um die Bewässerung. Ehe man das Areal wieder verließ, riefen die Kinder dreimal lautstark: „Lieber Baum wachse und gedeihe“.

Das Seilziehen gewannen die Mädchen.

Der Bürgermeister bedankte sich bei Walter Soraruf für sein Engagement und unter dem Slogan „Im Moos, da ist was los“, marschierten alle wieder zurück zum ehemaligen Torwerk. Dort standen Getränke und Wurstsemmeln bereit, gespendet von der Gemeinde. Rektorin Renate Ehrenlechner, die unterstützend bei der Verteilung mithalf, freute sich, dass diese wetterbegünstigte Pflanzaktion unter dem Symbol des Wachstums von Mensch und Natur so zahlreich angenommen wurde.

schl/bit

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