In einer in Auftrag gegebenen Studie werden in den nächsten Jahren mehrere Maßnahmen empfohlen

Trinkwasser: Versorgung sicherstellen

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Der bestehende Trinkwasserhochbehälter Mühlstatt (im Bild) hat ein Speichervolumen von 750 Kubikmeter. Zur ausreichenden Versorgung der Druckzone 1 ist in den nächsten Jahren die Errichtung eines größeren Hochbehälters nötig.

Ainring – Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde wird 2018 sechzig Jahre alt. Bis zu diesem Jubiläum muss zugunsten Versorgungssicherheit und Qualität aber gehandelt werden:

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Ainring wird 2018 sechzig Jahre alt. Bis zu diesem Jubiläum werden aber laut einer in Auftrag gegebenen Studie etliche Maßnahmen nötig sein um einerseits Versorgungssicherheit, andererseits die Trinkwasserqualität sicher zu stellen. Angesichts dieser Tatsache sind bereits Vorkehrungen getroffen worden, wie unter anderem der Grunderwerb für den Brunnen IV Ed in direkter Nachbarschaft des im Betrieb befindlichen Brunnen III.

Der Werkausschuss hatte Ende Juli 2009 die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für die Wasserversorgung an das Ingenieurbüro Dippold & Gerold in Auftrag gegeben. Im März dieses Jahres wurden die ersten Ergebnisse und Pläne der Rohrnetzberechnung im Werkausschuss behandelt und zur Kenntnis genommen. Nunmehr liegt das Gesamtkonzept vor und Anton Mader vom besagten Ingenieurbüro konnte jüngst dem Ausschuss die Ergebnisse präsentieren. Folgende Bereiche waren überprüft und beurteilt worden: Wasserförderung der letzten zehn Jahre - Aktueller Trinkwasserbedarf im Jahr 2012 - Entwicklung des Trinkwasserbedarfs unter Berücksichtigung des neuen aktuellen Flächennutzungsplans 2013 - Wassergewinnungsanlage in Wiesbach - Wasserspeicheranlagen in Mühlstatt und Reit - Notverbund Freilassing - Trinkwasserortsnetz der Gemeinde einschließlich Berechnung des Trink- und Löschwasserbedarfs - Zukünftige Maßnahmen einschließlich Kostenschätzung.

Die Untersuchung hatte ergeben, dass es Schwachstellen in der Trinkwasserversorgung gebe. Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und der Trinkwasserqualität werden deshalb vom Ingenieurbüro in den nächsten Jahren Maßnahmen empfohlen. Diese umfassen im Bereich der Grundwasserförderung den Bau eines weiteren Brunnens (Brunnen IV Ed), sowie die Schaffung eines ausreichenden Schutzgebietes für den vorhandenen und neuen geplanten Brunnen in Ed. Der bestehende Hochbehälter Mühlstatt mit 750 Kubikmeter Speichervolumen wurde zur Versorgung der Druckzone 1 als zu klein bemessen. Es wäre also die Errichtung eines ausreichend großen Trinkwasserhochbehälters in Mühlreit erforderlich. Geraten werde zum Austausch der bruchgefährdeten Leitungen aus dem Material Grauguß. Als notwendig beurteilt man in der Untersuchung eine Aufdimensionierung der Leitung vom Bauhof zum Gewerbegebiet der Firma Dachser und bei weiterer Baulandausweisung zur Ansiedlung Sanitär Heinze.

Was nun in Ed den Bau eines weiteren Brunnen (Brunnen IV), die hierfür notwendigen Schutzgebiete und den Trinkwasserhochbehälter in Mühlstatt betrifft, so sind nach Auskunft von Bürgermeister Hans Eschlberger diese für die nächsten fünf Jahre angedacht-. „Unsere gemeindliche Trinkwasserversorgung besteht dann 2018 sechzig Jahre. Anlässlich dieses Jubiläums werden die in diesem Zeitraum erforderlichen Maßnahmen unter dem Projekt `Ainringer Trinkwasseragenda 2018` zusammengefasst."

Einige vorbereitende Arbeiten – wie der Grunderwerb für den Brunnen IV Ed – konnte bereits abgeschlossen werden. Planungsaufträge für die Brunnenbohrung mit Ausbau und für das Pumphaus mit technischer Ausrüstung wurden durch den Werkausschuss vergeben. Erörtert wurde zudem, dass die Erneuerung der Fernwirkanlage für die Wasserversorgung im Wirtschaftsplan 2013 vorgesehen ist. Einstimmig fasste das Gremium des Werkausschusses die „Ainringer Trinkwasseragende 2018" als Zielvorstellung zur Weiterentwicklung der gemeindlichen Trinkwasserversorgung.

In der öffentlichen Sitzung legte Werkmeister Franz Hasenöhrl gemäß Betriebssatzung einen schriftlichen Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2013 vor. Dieser beinhaltete die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen über die Abwicklung des Vermögensplanes. Dieser Bericht für das laufende Wirtschaftsjahr 2013 wurde allen Werkausschussmitgliedern ausgehändigt und vom Werkleiter kurz erläutert. Genannt wurden dabei die Zwischenbilanzen des bisher in Anspruch genommenen Investitionsvolumens, die Ausgabenansätze und die Umsatzerlöse. Insgesamt stellte Franz Hasenöhrl fest, dass aufgrund der bisherigen Entwicklung plangemäß ein positives Ergebnis erwartet werden könne. Die Ausführungen wurden von den Räten zur Kenntnis genommen, ein Beschluss brauchte nicht gefasst werden.

Zu Beginn der Sitzung besichtigten die Ausschussmitglieder ein Monteurfahrzeug mit Elektroantrieb. Die Anschaffung dieses Fahrzeuges hatte der Werkausschuss heuer im Mai beschlossen. Von der Firma Benischke wurde es am 27. August ausgeliefert. Es ist das erste Elektroauto im kommunalen Dienst der Gemeinde Ainring.

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