Ein Bäumchen für jeden Grundschüler

+
Viele Schulanfänger, Eltern und weitere Familienangehörige fanden sich am ehemaligen Torwerk in Mühlreit zur Pflanzaktion im Ainringer Moos ein. In der linken Bildhälfte Bürgermeister Hans Eschlberger und Leiter der Pflanzaktion Natur- und Landschaftsführer Walter Soraruf.

Ainring - Schulanfänger pflanzten jüngst im Ainringer Moos im Kreis ihrer Familien kleine "Bäumchen". Zur Auswahl standen Moorföhren, Fichten oder Schwarzerle.

Die Kinder waren mit ihren Eltern, Geschwistern und weiteren Familienangehörigen sowie Bürgermeister Hans Eschlberger und Rektorin Renate Ehrenlechner nach Mühlreit zum alten Torfwerk gekommen. Im Naturparadies des Ainringer Mooses konnte jedes Kind „sein“ eigenes Bäumchen pflanzen unter fachkundiger Anleitung von Natur- und Landschaftsführer Walter Soraruf aus dem Kreis des Vereins „Ainringer Moorfreunde“.

Zur Auswahl standen Moorföhren, Fichten oder Schwarzerle, alle Bäumchen waren ein Geschenk der Gemeinde für alle diesjährigen Abc-Schützen. Seitens des Vereins entboten zunächst Hans-Georg Riefer und Moorführer Walter Soraruf den zahlreichen Anwesenden einen herzlichen Willkommensgruß. „Eure schönen und wertvollen gepflanzten Bäume, auf denen Vögel oder sonstige Kleintiere Zuflucht suchen, könnt ihr immer wieder besuchen, euer Leben lang“, verdeutlichte Soraruf. Auch er habe sich in der Schule erst das naturkundliche Wissen aneignen müssen. Lobenswert sei, dass die Gemeinde mit den Kindern praxisnah am Erhalt ihres Naturparadieses beitrage. Auch Bürgermeister Hans Eschlberger ergriff das Wort und verwies auf die traditionelle Einladung zur Baumpflanzaktion für die Schulanfänger der Grundschule Ainring. „Wir wollen unsere Verbundenheit zu Natur, Wachsen und Gedeihen, zum Ausdruck bringen, so wie auch ihr liebe Kinder mit euren Bäumchen größer, stärker und gescheiter werdet“.

Schulanfänger pflanzten kleine Bäumchen

In einem Dialog versuchte der Bürgermeister von den Schulanfängern zu erfahren, wie denn der Unterricht gefalle und was schon alles in der kurzen Zeit seit der Einschulung gelernt worden sei. Vorab galt dann der Dank an Moorführer Walter Soraruf für dessen Engagement Nach einem Erinnerungsfoto schritt Soraruf voran, schob den Moor-Schubkarren, auf denen alle Bäumchen mit Erdballen verstaut waren, zum vorgesehenen Pflanzbereich am nördlichen Waldrand des Moores. Mit seinen zahlreichen Spatenstichen, auch unter Mithilfe mancher Väter in die heimatliche weiche Moorerde konnte dann jedes Schulkind sein Baumpflänzchen eingraben und mit bunten Bändern, Zweige oder Tannenzapfen markieren um es zu gegebener Zeit wieder zu finden. Da der Boden von zuvor anhaltendem Regen noch genug Wasser gespeichert hatte, brauchte nicht nachgegossen werden. Bevor man das Areal wieder verließ, riefen die Kinder auf Sorarufs Kommando gemeinsam lautstark: „Lieber Baum wachse und gedeihe“.

Es folgte der Rückmarsch wieder zurück zum ehemaligen Torwerk. Dort standen schon zur Stärkung Getränke und Wurstsemmeln bereit, gespendet von der Gemeinde. Rektorin Renate Ehrenlechner, freute sich, dass trotz tiefhängender Wolken diese wetterbegünstigte Pflanzaktion unter dem Symbol des Wachstums von Mensch und Natur so zahlreich angenommen wurde. Es war übrigens die Teilnahme freigestellt, denn manche Eltern hatten mit ihren Kindern zu deren neuen Lebensabschnitt eine Pflanzung für Pflege und Wachstum im eigenen Garten bereits vorgenommen. Eine Mitnahme der Bäumchen war bereits bei der Schulanfangsfeier möglich.

schl

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser