Besserer Hochwasserschutz an der Saalach

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Viele vernünftige Gemeinsamkeiten verbinden die Gemeinden Ainring und Wals-Siezenheim. So auch  die Abwasserdükeranlage (unser Archivbild von der Errichtung) unter dem Flussbett der Saalach. Eine nunmehr beabsichtigte Gerinneaufweitung des Ufers seitens der österreichischen Nachbarn aus Gründen des Hochwasserschutzes dürfe zu keiner Funktionsunterbrechung führen, machte die Gemeinde Ainring zur Auflage.

Ainring - Das Land Salzburg plant zum Schutz gegen Hochwasser die Saalach auf österreichischer Seite aufzuweiten. Die Nachbargemeinde Ainring hat dazu Stellung genommen.

Das Land Salzburg plant zum Schutz gegen Hochwasser die Saalach auf österreichischer Seite zwischen Fluss-Kilometer 4,6 und 5,5 auf einer Streckenlänge von 750 Meter aufzuweiten und die Uferbefestigung naturnah zu verlegen. Hintergrund der Bauabsicht ist, dem Grenzfluss in diesem Abschnitt mehr Raum zu geben. Die Gemeinde Ainring bei einer Ortsbesichtigung als direkter bayerischer Nachbar wurde zur Abgabe einer Stellungnahme gebeten.

Im Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschuss gab Bürgermeister Hans Eschlberger diese beabsichtigte Verbesserung des Hochwasserschutzes auf der „drentern“ Seite bekannt. Hierzu hatte die Gemeinde Ainring in ihrer Stellungnahme unter anderem formuliert, dass die Gemeinde mit dem wasserbaulichen Maßnahmen grundsätzlich einverstanden sei.

Verbesserung auch für die deutsche Seite

Man erwarte, dass sich nachhaltige Verbesserungen für den Hochwasserschutz beiderseits der Saalach ergeben. Für die Gemeinde Ainring dürften indes keinerlei Kosten und Benachteiligungen entstehen, insbesondere bezüglich notwendiger baulicher Maßnahmen bei der Abwasserdükeranlage. Diese führt bekanntlich von Ainringer Gemeindeseite bei Bruch unter dem Gewässer nach Siggerwiesen, Gemeinde Wals/Siezenheim Während der Baumaßnahme müsse die Funktion des Dükers und der begleitenden Leitungen gewährleistet bleiben. Dies gelte ebenso zum Erhalt und der Zugänglichkeit einschließlich Zufahrtsmöglichkeit mit einem Lkw für den Kontrollschacht auf der österreichischen Seite. „Zusätzlich haben wir in diesem Zusammenhang auf die fachliche Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein hingewiesen“, beschloss der Bürgermeister die 5-Punkte-Forderung an die österreichischen Nachbarn.

Wegen geäußerter Sorgen aus dem Ausschussgremium, dass die Uferbefestigungen möglicherweise zum Ainringer Nachteil unterschiedlich hoch ausfallen könnten, wollten die Räte bei ihrer grundsätzlich befürwortenden Stellungnahme, dass noch folgender Satz hinzugefügt werden sollte: „Die Uferbefestigung darf nicht höher errichtet werden, als auf deutscher Seite“. Das Schreiben erhielt zwischenzeitlich auch das Wasserwirtschaftsamt in Traunstein.

Verlegung des Wiesbachs sei problematisch

Bürgermeister Hans Eschlberger teilte ferner mit, dass das Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Verlegung des Wiesbachs genauso problematisch sehe, wie die Gemeinde Ainring. Das Gefährdungspotenzial in der Nähe des Trinkwasserversorgungsbrunnen würde zunehmen. Ein entsprechendes Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes wurde verlesen.

Hans Pöllner informierte zur Schulwegsicherheit, dass im Bereich Bruch-Römerstraße keine Beleuchtung vorhanden sei. Da es sich um einen Schulweg zur Bahnhaltestelle Ainring handle, wäre es seiner Meinung nach sinnvoll, die Wegstrecke zumindest in einem größeren Abstand mit Beleuchtungseinrichtungen zu versehen. Die aufzustellenden Lampen könnten gegebenenfalls an anderer Stelle eingespart werden, beispielsweise jede zweite Lampe direkt in der Siedlung Römerstraße. Pöllner teilte mit, er werde diese Überlegung noch als schriftlichen Antrag nachreichen. Bürgermeister Hans Eschlberger gab zu bedenken, dass es sich um einen absoluten Außenbereich handle und es müsse auch die Kostenfrage berücksichtigt werden. Er versprach Pöllner, dass der Vorschlag vom zuständigen Sachbearbeiter geprüft werde. Ein Beschluss hierüber wurde vom Ausschuss nicht gefasst.

Eine weitere Mitteilung von Hans Pöllner war, dass im Bereich des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei (BPFI) in Mitterfelden ein Tetrafunkmast installiert und in Betrieb genommen worden sei. Pöllner fragte nach, seit wann der Mast vorhanden sei und monierte, er hätte sich vom 1. Bürgermeister gewünscht, dass zumindest die Öffentlichkeit darüber informiert werde. Hierzu sagte Hans Eschlberger, solche Anlagen seien in der Regel nicht genehmigungspflichtig und es liege auch keine schriftliche Stellungnahme vor, doch er werde sich entsprechend erkundigen.

schl

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