Jugend bestand ihre Feuerprobe

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Da staunten nicht nur die Kinder Bauklötze.

Ainring - Viele Familien nutzten bei sonnigem Herbstwetter die Möglichkeit, zum "Tag der offenen Tür" der Ainringer Feuerwehr zu kommen.

Sie durften hinter die Kulissen der vielseitigen Arbeit der Einsatzkräfte schauen, sie näher kennenlernen und dabei neben Realbrandübungen unter Einbezug der Jugendfeuerwehr auch das neue Gerätehaus in Mitterfelden inspizieren. Die Führungen durch die Räumlichkeiten übernahmen neben den beiden Kommandanten weitere Aktive.

Der Einladung folgten rund 500 Besucher, darunter viele Familien, denn ein umfangreiches Kinderprogramm war angekündigt. Und es hielt, was es versprach. Da konnten die Buben und Mädels beispielsweise innerhalb eines großflächigen Schlauchparcours-Rundkurses beim Kettcarfahren ihr Geschick unter Beweis stellen. Gleiches galt für das Zielspritzen mit dem Feuerwehrschlauch. Gefragt war die Hüpfburg, und für die jüngsten Zwergerl in der Fahrzeughalle konnte in einem Spieleparadies voller Holzbauklötze nach Belieben geschraubt und ideenreich gebastelt werden - was auch viele Väter und Mütter begeisterte.

Fotos vom Tag der offenen Tür:

Ainringer Feuerwehr öffnete die Pforten

Eine weitere Aktion für Besucher war der Druck von Rettungskarten für den privaten Pkw. Diese dienen als informative Unterstützung der Rettungskräfte bei einem Unfall und werden einfach unter die Sonnenblende geklemmt.

"Wir sind dabei! - Wo bleibst Du?"

Im neuen Gerätehaus, in dem noch benötigter Freiraum für andere Institutionen zur Verfügung gestellt werden konnte, fanden informative Führungen statt. Im Besprechungsraum wurden Filme von den Einsätzen und Übungen der FFW Ainring gezeigt. Draußen waren alle Einsatzfahrzeuge mit Ausrüstung einschließlich Drehleiter und Rettungsboot zur Ansicht postiert. Die Kinder durften mit sichtlichem Stolz am Fahrersitz im Führerhaus Platz nehmen. Nicht unweit davon weckte mit Broschüren und Infos die Jugendfeuerwehr (derzeit 13 Jugendliche) das Interesse bei Gleichaltrigen unter dem Slogan "Wir sind dabei! - Wo bleibst Du?"

Wer an Tischen und Bänken Platz genommen hatte, zu einer guten Verköstigung, konnte sich die Verweildauer anhand der angekündigten Programmfolge mit drei Schauübungen gut einteilen. Mit entsprechenden Erklärungen des 1. Kommandanten Martin Waldhutter über Handmikrofon simulierten die Florianijünger realistisch zweimal im eigens für die Ausbildung angeschafften Seefrachtcontainer einen Zimmerbrand. Dabei wurde im Container Holz angezündet. Die Feuerwehr rückte mit einem Fahrzeug an und demonstrierte vor zahlreichem Publikum die Gefährlichkeit eines Brandes beziehungsweise des Brandrauchs. Unter schwerem Atemschutz wurden die heißen Rauchgase gekühlt, damit es zu keiner Durchzündung kommen kann. Durch eine solche Heißbrandausbildung kann man den Feuerwehrmann optimal unter Realbedingungen von Hitze, Rauch und Feuer auf den ernsten Brandeinsatz vorbereiten.

Feuerprobe bestanden

Die Jugendfeuerwehr, die ebenfalls mit einem Einsatzfahrzeug anrückte, löschte innerhalb kurzer Zeit nach entsprechender Schlauchkupplung für drei Wasserschläuche ein in Brand geratenes Holzhäuschen. Die Nagelprobe vor Publikum wurde also bestens bestanden.

Insgesamt war der "Tag der offenen Tür" ein voller Erfolg, wie stellvertretend aus dem Rathaus 3. Bürgermeister Gerhard Kern lobenswert feststellte. Interessierte können sich jederzeit weiter informieren beziehungsweise über die Internetseite Kontakt aufnehmen. Die Übungen der aktiven Feuerwehrkräfte finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr, jene der Jugendfeuerwehr alle zwei Wochen donnerstags ab 18.30 Uhr statt.

schl/bit

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