A8-Ausbau: Noch kein Statement von Piding

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Piding - Eine Klausurtagung am Wochenende sollte endlich eine Stellungnahme für die Autobahndirektion bringen - doch wieder ohne Ergebnis. Zumindest die weiteren Planungen stehen nun. *Update*

UPDATE 15.25 Uhr:

Wie die Gemeinde Piding nun mitteilt, sollen mit den Erkenntnissen aus der geplanten Klausurtagung Ende April zumindest die Eckpunkte zur Stellungnahme über den Autobahnausbau stehen.

Die Stellungnahme selbst ist schließlich für Mai vorgesehen.

Unser Artikel von Montagmorgen:

Am 5. November 2014 war es, als die Autobahndirektion ihre Pläne des Bestandsausbaus der A8 bei Piding präsentierte. Auf eine gemeinsame Stellungnahme dazu konnte sich der Gemeinderat in den Monaten danach aber nicht einigen. Daher wurde am vergangenen Samstag eigens eine Klausurtagung einberufen, um vier Monate später der Autobahndirektion endlich ein gemeinsames Statement präsentieren zu können. Doch daraus wurde wieder nichts!

Die Lösung soll nun eine weitere Klausurtagung sein, wie BGLand24.de auf Nachfrage bei Pidings Geschäftsleiterin Anette Hirsch erfuhr. Externe Experten sollen eingeladen werden und ihre Meinung zu den Ausbauvarianten abgeben - gefunden hat man nach Auskunft von Anette Hirsch aber nach wie vor keine, man ist weiter auf der Suche. Ende April soll dieser nächste Anlauf schließlich gestartet werden, um in einer weiteren nichtöffentlichen Klausurtagung eine gemeinsame Stellungnahme zu finden.

Viel Zeit bleibt den Pidingern nicht mehr

Doch die Gemeinde sollte sich schön langsam sputen, denn die Autobahndirektion will noch vor dem Sommer den Vorentwurf zum Ausbau beim Bund einreichen: "Die Stellungnahmen der Gemeinden sollten dort aber mit eingearbeitet werden", so Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern im Gespräch mit BGLand24.de - "Aber ich verstehe schon, dass sich die Gemeinde dabei schwer tut. Es gibt widerstrebende Interessen."

Trotz aller möglichen Einwände der Gemeinden geht Seebacher weiterhin davon aus, dass es zur Entscheidung "Bestandsausbau" kommen wird: "Die Fakten sprechen einfach dafür. Der Natur- und Artenschutz wird vor allem von europäischer Seite her sehr hoch gewichtet. Das war der Hauptgrund, der gegen die Nordumfahrung sprach." Josef Seebacher betont außerdem, dass prinzipiell städtebauliche Argumente gegen einen Bestandsausbau hätten sprechen können, "aber durch die ganzen Gewerbeansiedlungen entlang der A8 in Piding war das schließlich kein Argument mehr."

Könnte gerichtlich gegen den Bestandsausbau vorgegangen werden?

Könnte bei aller Ablehnung des Bestandsausbaus letztlich vielleicht ein Gerichtsentschied noch die Wende hin zur Nordvariante bringen? Seebacher glaubt kaum daran: "Alle Fachgründe sprechen für einen Bestandsausbau. Auch beim Ausbau der A94 landete ein ganz ähnlicher Fall schließlich vor Gericht, doch an den Fakten kommt man einfach nicht vorbei."

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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