A8: Bleibt's bei der "Geiz-ist-geil"-Variante?

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Die Pläne der Autobahndirektion für den Bestandsausbau der A8: links die im Vergleich wesentlich größere "Anschlussstelle Bad Reichenhall", rechts die neue "Anschlussstelle Schwarzbach". Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.
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Piding - Gibt sich der Gemeinderat mit dem Vorschlag der Autobahndirektion zufrieden oder legt man eine weitere Ausbau-Alternative mit Einhausung vor? Eine Sondersitzung am Freitag soll dies klären.

Der geplante Autobahnausbau sorgt vor allem in Piding weiter für Aufregung. Die Autobahndirektion sprach sich für einen Bestandsausbau aus - und will so die Pläne für eine eventuelle Nordroute, die am Dorf vorbeiführt, ad acta legen. Der Gemeinderat kommt deshalb am heutigen Freitag zu einer Sondersitzung zusammen und will eine Stellungnahme zu den Vorhaben der Autobahndirektion abgeben.

"Aicher-Variante" als Option?

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Darüber hinaus will der Gemeinderat darüber abstimmen, ob der Autobahndirektion noch eine weitere Variante als Option vorgestellt werden soll: Die so genannte "Aicher-Variante" mit einer rund 1.300 Meter langen Einhausung. Denn zur Enttäuschung vor allem vieler Anwohner sieht die Autobahndirektion im Bestandsausbau keine Einhausung im Ortsbereich vor. Angesichts der abgelehnten Nordtrasse meinte der 2. Bürgermeister Walter Pfannerstill: "Beim Immissions- und Lärmschutz geht man bis an die Grenzwerte. Doch beim Schutz von Maivögeln, Fledermäusen und Braunkehlchen können keine Abstriche gemacht werden."

Auch die Interessengemeinschaft "Chance für Piding" schäumt: Was derzeit vorgesehen sei, wäre eine "absolute Billiglösung". Die IG um Josef Haiker nennt sie eine "Geiz-ist-Geil"-Variante: "Eine schlüssige Begründung, weshalb anderswo eine Einhausung gebaut werden soll, in Piding aber nicht, ist nach wie vor nicht erfolgt." Die Dammlage der A8 würde nach dem Ausbau noch deutlicher: Höher, breiter und mit noch extremeren Zerschneidungseffekten für den Ort. Auch Bürgermeister Holzner bezeichnete die derzeitigen Planungen der Autobahndirektion als "billigste und schlechteste Variante".

In welche Richtung die Stellungnahme des Gemeinderates am Freitag gehen wird, ist die eine Frage - ob die Autobahndirektion sie aber in ihre Pläne einfließen lassen wird, eine andere: Nach den Stellungnahmen der Gemeinden, soll der Vorentwurf beim Bund eingereicht werden.

xe

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