1479 Abc-Schützen feiern Premiere

Traunstein - Für 1479 Abc-Schützen beginnt heute, im Landkreis Traunstein die Schule - 118 (7,4 Prozent) weniger als im Vorjahr. Vor zwölf Monaten hatte der Rückgang 2,65 Prozent betragen. Dies geht aus den gestern von Schulamtsdirektor Gerhard Poremba veröffentlichten Zahlen hervor.

Im Schuljahr 2009/10 hat sich der Beginn der Schulpflicht wieder um einen Monat verschoben. Heuer sind alle Schüler, die bis zum 30. November 2009 das sechste Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig geworden. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Einschulung bis zum Schuljahr 2010/11 auf den 31. Dezember vorgezogen. Die Kinder, die in den Monaten Oktober und November geborenen wurden, können auf Wunsch der Eltern auch erst im Schuljahr 2010/11 eingeschult werden. Zusammen mit den 4927 Kindern in den zweiten bis vierten Jahrgangsstufen besuchen heuer 6423 Schüler die Grundschulen, im Durchschnitt 21,6 Kinder pro Klasse.

In die Jahrgangsstufen eins bis zehn der 42 öffentlichen und drei privaten Volksschulen im Schulamtsbezirk gehen im kommenden Schuljahr insgesamt 10359 Schüler, verteilt auf 488 Klassen. Das sind 415 Schüler und zwölf Klassen weniger als im vergangenen Schuljahr. Der Schülerrückgang in der Hauptschule mit heuer 134 Schülern hat etwas abgenommen. Hier konnten noch 196 Klassen gebildet werden (Vorjahr: 203). Die durchschnittliche Klassenstärke liegt bei 20,6. Eine erfreulich beständige Nachfrage erfahren die so genannten M-Klassen in denen die Schüler der Hauptschule die mittlere Reife erwerben können. Im kommenden Schuljahr besuchen 891 Schüler in 43 Klassen diesen Schulzweig, 285 davon werden im Juli 2010 an der Abschlussprüfung zur mittleren Reife teilnehmen.

Im Hauptschulbereich gibt es im kommenden Schuljahr neben den beiden Praxisklassen an der Franz-von-Kohlbrenner-Hauptschule Traunstein und der Werner-von-Siemens-Hauptschule Traunreut, die mit sozialpädagogischer Unterstützung seit langem erfolgreich laufen, erstmals zwei Kooperationsklassen zwischen der Haupt- und der Berufsschule in Traunstein. Dabei werden Schüler, die nach Ende der neunten Klasse weder einen Abschluss noch eine Lehrstelle gefunden haben, in einem Wiederholungsjahr im Wechsel von Hauptschullehrern und Berufsschullehrern an der Berufsschule 1 in Traunstein unterrichtet. Darüber hinaus absolvieren sie im 14-tägigen Wechsel verschiedene Praktika, die über das Bildungszentrum in Haslach organisiert und von einem Sozialpädagogen begleitet werden. Dank der Unterstützung des Landratsamtes wird mittlerweile an acht Hauptschulen des Landkreises Schulsozialarbeit angeboten. Dazu werden auch mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Agentur für Arbeit und der Regierung von Oberbayern vertiefte Berufsorientierungsmaßnahmen an mittlerweile fast allen Hauptschulen durchgeführt. Durch die hohe Bereitschaft vieler Firmen vor Ort haben so viele Hauptschüler die Möglichkeit sich vor der endgültigen Berufswahl ein genaues Bild von der Arbeitswelt zu machen.

15383 Lehrerstunden stehen dem Schulamt zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Hauptschulen zur Verfügung. Alle Klassen haben ihren Klassenlehrer und für den Fachunterricht werden zusätzliche Lehrer sowie Fachlehrerinnen und Fachlehrer eingesetzt. Zur Förderung nicht deutsch sprechender Schüler sind weitere 260 Stunden ausgewiesen. Das Kontingent für den Aushilfsdienst (mobile Reserve) bewegt sich mit 911 Lehrerstunden in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, im November und Januar (Krankheitswelle) wird die Stundenzahl weiter aufgestockt. Fünf Schulpsychologinnen und neun Qualifizierte Beratungslehrer versuchen bei Lern-, Leistungs-Verhaltensschwierigkeiten zu helfen.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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