Kommen neue Wasserkraftwerke an die Salzach?

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Traunstein - Kann die ohnehin notwendige Sanierung der Salzach mit dem Bau von drei neuartigen Wasserkraftwerken zur umweltfreundlichen Energiegewinnung gekoppelt werden?

Um sich zu informieren, wie man diese zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, reiste am Freitag eine 22-köpfige Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Traunstein unter der Leitung der Kreis- Energiebeauftragten Dr. Birgit Seeholzer zur Universität Innsbruck.

Die Fachleute Ing. Barbara Brinkmeier, Prof. Dr. Ing. Markus Aufleger und Ing. Wührer von der Universität Innsbruck.

Dort wurde in den letzten Jahren ein sogenanntes Fließgewässerkraftwerk entwickelt, das nach völlig neuen Prinzipien arbeitet und die Erhaltung der Auenlandschaft sowie die Durchgängigkeit des Flusses gewährleistet. Professor Markus Aufleger vom Wasserbauinstitut der Hochschule und Robert Wührer, technischer Leiter der Österreichisch-Bayerischen Grenzkraftwerke, die den Auftrag für die Studie erteilt haben, konnten an einem Modellprojekt verdeutlichen, dass durch Anpassungen von überströmtem Kraftwerkskörper, Pletten-Fahrrinnen und Sohl-Stabilisierungsflächen auch bei wechselnden Wasserständen und starkem Gerölltransport ein in den Fluss integriertes Kraftwerk möglich ist. Geplant sind im Bereich der Salzach von Fridolfing bis Tittmoning Fließgewässerkraftwerke, die umweltfreundlichen Strom für rund 25.000 Haushalte liefern können.

Die Arbeitsgruppe „erneuerbare Energien“ der Klima- und Energiekonferenz möchte das Thema Wasserkraftnutzung im Landkreis Traunstein positiv unterstützen. Auch Besichtigungen sollen angeboten werden. Bild: An einem großen Modell konnten sich die Besucher aus dem Landkreis Traunstein von der neuartigen Funktionsweise eines Fließgewässerkraftwerks überzeugen.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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