Vier Pfarreien verschmelzen zur Stadtkirche

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Traunstein - Mit der Gründung der Stadtkirche Traunstein geht die Erzdiözese München und Freising einen weiteren Schritt in der Umsetzung des Projektes "Dem Glauben Zukunft geben".

Die offizielle Errichtung ihrer Stadtkirche als erste in der Seelsorgeregion Süd der Erzdiözese feiern die Gläubigen in einem feierlichen Gottesdienst mit dem zuständigen Weihbischof Wolfgang Bischof am Mittwoch, 11. Mai, um 19 Uhr in der Kirche St. Oswald in Traunstein.

Zur Stadtkirche gehören die Pfarreien St. Oswald und Heilig Kreuz in Traunstein sowie die Pfarrei Mariä Verkündigung in Haslach und die Pfarrei Johannes der Täufer in Kammer. Um die insgesamt etwa 12000 Katholiken in der Stadtkirche kümmert sich als Leiter Pfarrer Georg Lindl gemeinsam mit einem Team pastoraler Mitarbeiter.

"Die Entwicklung der Stadtkirche Traunstein ist eine Erfolgsgeschichte", sagt Weihbischof Wolfgang Bischof. "Bereits jetzt werden dort die ersten Früchte der Zusammenarbeit sichtbar. Die Mitarbeiter und die Gläubigen schauen über den Tellerrand ihrer Pfarrei hinaus. Sie entwicklen miteinander neue Ideen für die Weitergabe des Glaubens in der Stadt Traunstein. Die Kompetenzen, die in den Pfarreien und in den weiteren kirchlichen Einrichtungen vorhanden sind, können so optimal genutzt werden." Die Herausforderung, sich auf Neuerungen einzulassen und auf die Nachbarpfarreien zuzugehen, hätten die Traunsteiner erfolgreich gemeistert: "Die Stadtkirche ist für die Zukunft gerüstet", so der Weihbischof. "Jede der vier Pfarreien hat hier ihren Platz gefunden."

Als Logo hat die Stadtkirche eine schematische Darstellung der vier Kirchtürme ihrer Pfarreien gewählt. Während des Festgottesdienstes mit Weihbischof Wolfgang Bischof wird in einer Symbolhandlung, die die Zusammenarbeit der vier Pfarreien darstellt, das Logo aus den einzelnen Kirchtürmen zusammengesetzt. Zudem soll das Errichtungsdekret des Generalvikars des Erzbischofs von München und Freising, Prälat Peter Beer, für die Stadtkirche Traunstein verlesen werden.

Auch die im Personal- und Strukturplan des Projektes "Dem Glauben Zukunft geben" vorgesehene Personalausstattung konnte in Traunstein umgesetzt werden. Der Leiter der Stadtkirche, Pfarrer Georg Lindl, wird von Pater Ferdinand Zech und Pfarrvikar Pawel Idkowiak unterstützt. Zusätzlich zur Seelsorge angewiesen sind Gemeindereferentin Barbara Burghartswieser, Pastoralreferentin Edith Heindl und Gemeindereferent Martin Riedl. In der Altenheimseelsorge ist Gemeindereferentin Annemarie Kneissl-Metz tätig, im Krankenhaus Diakon Klaus Wendel, Pater Karl Schlegel und Gemeindereferentin Angelina Sitzberger. Michael Bodensohn, Diakon im Zivilberuf, unterstützt das Pastoralteam; zudem sind Pfarrer im Ruhestand Rupert Berger und Pfarrer im Ruhestand Georg Zandl als Seelsorgemithilfe tätig.

Stadtkirchen werden derzeit in verschiedenen mittelgroßen Städten der Erzdiözese gegründet. Sie stellen eine Sonderform des Pfarrverbandes dar. Die Pfarreien der Stadtkirche arbeiten wie die eines Pfarrverbandes eng zusammen, bündeln ihre Seelsorge- und Verwaltungsaufgaben unter Leitung eines Pfarrers und entwickeln ein gemeinsams pastorales Konzept. Zusätzlich wird in der Stadtkirche eine enge Vernetzung der territorialen Seelsorge in den Pfarreien und der kategorialen Seelsorge in Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäusern und Altenheim sowie in der Erwachsenenbildung und Jugendpastoral angestrebt.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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