46 Jahre im Dienst des Baurechtsamtes

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Mit einer Feierstunde im „Alten Saal“ des Traunsteiner Rathauses verabschiedete Oberbürgermeister Manfred Kösterke den Leiter des Baurechtsamtes, Wolfgang Fraunhofer, nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand.

Traunstein - Es ist Wolfgang Fraunhofers Verdienst, „dass sich durch das Einheimischenmodell bis heute 400 Familien ein Eigenheim schaffen konnten“, so der Oberbürgermeister.

40 Bebauungspläne, die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans für das Stadtgebiet von Traunstein und jedes Jahr bis zu 400 Baugenehmigungen – das ist in Zahlen ausgedrückt die Bilanz von Wolfgang Fraunhofer, der am Mittwoch nach 46 Dienstjahren seinen letzten Arbeitstag im Traunsteiner Rathaus hatte. Als Leiter des Baurechtsamtes war Wolfgang Fraunhofer seit 1984 der erste Ansprechpartner für Haus- und Grundeigentümer, Architekten, Baufirmen, Behörden und Vereine.

Mit einer Feierstunde im „Alten Saal“ des Rathauses wurde er offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Oberbürgermeister Manfred Kösterke verdeutlichte dabei, was Fraunhofer als Leiter des Baurechtsamtes für die Stadt Traunstein und ihre Bürger geleistet hat. Anerkennung verdiene unter anderem sein Einsatz für das Einheimischenmodell mit den Wohngebieten im Axdorfer Feld, Geißing, Stockach und Traunstorf. Die baurechtlichen Grundlagen wurden in den 1980er Jahre unter der Federführung Fraunhofers in der Bauverwaltung erarbeitet. „Es ist auch sein Verdienst, dass sich durch das Einheimischenmodell bis heute 400 Traunsteiner Familien ein Eigenheim deutlich unter dem Marktpreis schaffen konnten“, machte der Oberbürgermeister deutlich.

Durch die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans in den Jahren 1998 bis 2006 habe Fraunhofer dazu beigetragen, die baurechtlichen Voraussetzungen für die weitere Stadtentwicklung zu schaffen. Auch an vielen Großprojekten wie der Südspange und dem Rathaus-Neubau sei der Leiter der Bauverwaltung maßgeblich beteiligt gewesen, sagte Kösterke und bescheinigte Fraunhofer ein hohes Maß an Sachverstand, Erfahrung und Kompetenz. „Zum Thema Bau gibt es nicht nur unendlich viele Regeln, die eingehalten werden sollen, sondern es ist fast schon wie mit religiösen Schriften: auf die Auslegung kommt es an und oft sind salomonische Fähigkeiten gefragt, aber auch Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft.“ Wolfgang Fraunhofer habe alle diese Aufgaben mit Bravour gemeistert.

Sein Nachfolger im Baurechtsamt wird der bisherige stellvertretende Leiter Bernhard Glaßl, der seit 1978 in der Bauveraltung der Stadt Traunstein beschäftigt ist. Wie der Oberbürgermeister bei der Amtseinführung sagte, könne er sich kein besseres Argument für diese Personalentscheidung vorstellen als 32 Jahre praktische Erfahrung unter einem Lehrmeister wie Wolfgang Fraunhofer. In seiner Antrittsrede kündigte Glaßl an, dass er die Linie seines Vorgängers fortsetzen möchte und das Baurechtsamts vor allem als Dienstleistungsbehörde verstehe. Glaßl sagte weiter: „Ich werde mich für die Traunsteiner Bürger einsetzen, auch wenn man nicht immer allen Wünschen gerecht werden kann.“

Pressemeldung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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