Gemeinderatssitzung in Vachendorf

Umfangreicher Haushalt eine "solide Geschichte"

Vachendorf - In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete der Vachendorfer Gemeinderat den Haushalt 2017 mit einem Gesamtvolumen von voraussichtlich 4,5 Millionen Euro sowie den Stellen- und Finanzplan 2017.

Der Verwaltungshaushalt umfasst demnach 2,925 Millionen und der Vermögenshaushalt 1,585 Millionen Euro. Bürgermeister Rainer Schroll erklärte, der Haushalt sei sehr umfangreich, weil viele Investitionen auf der Liste stünden. Dies führe zu einer Entnahme aus der Rücklage von 543.000 Euro. Da die Rücklage mehr als 2,2 Millionen betrage, sei der Haushalt eine „solide Geschichte“. 

Das sind die größten Einnahmen und Ausgaben

Zu den wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt zählen laut Kämmerer Peter Maier die Einkommensteuerbeteiligung mit einer Million Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 451.000 Euro, die Zuweisungen und Zuschüsse für laufende Zwecke mit 365.000 Euro, die Gewerbesteuer mit 350.000 Euro, die Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte mit 153.500 Euro, die Grundsteuer B mit 147.000 Euro sowie die allgemeinen Zuweisungen vom Land mit 86.300 Euro. 

Auf der Ausgabenseite schlagen die Kreisumlage mit 852.000 Euro, die Personalkostenzuschüsse Kindergärten mit 338.000 Euro, Löhne, Gehälter und Lohnnebenkosten mit 338.000 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 271.000 Euro, die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 148.000 Euro, die Verwaltungs- und Betriebsausgaben mit 142.000 Euro sowie der Gebäude- und Grundstücksunterhalt und das unbewegliche Vermögen mit 136.000 Euro am meisten zu Buche. 

Keine Kreditaufnahme nötig

Zur Finanzierung der Investitionsausgaben und Investitionsfördermaßnahmen im Vermögenshaushalt ist keine Kreditaufnahme notwendig. Die Finanzierung erfolgt über eine Entnahme aus der Rücklage von 543.000 Euro. Die weiteren Einnahmen des Vermögenshaushalts setzen sich aus Zuschüssen von 895.000 Euro sowie der Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 148.000 Euro zusammen. 

Umbau des Hauses der Dorfgemeinschaft kostet über eine Million

Der größte Posten bei den Ausgaben sind die Kosten für den Aus- und Umbau des Hauses der Dorfgemeinschaft. Die Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro werden auf drei Jahre verteilt. Im Haushalt 2017 sind 685.000 Euro vorgesehen. Die Förderung beträgt voraussichtlich 60 Prozent (411.000 Euro). 

Diese Ausgaben stehen 2017 an:

Der Grunderwerb und der Anbau für die Erweiterung des Kindergartens kostet 243.000 Euro. Der Breitbandausbau wird voraussichtlich 271.000 Euro kosten, die mit 80 Prozent bezuschusst werden. Für die Ableitung des Oberflächenwassers am Türlberg werden 100.000 Euro bereit gestellt und für die Abwasserbeseitigung in Mühlen 90.000 Euro veranschlagt. 

Für den Umbau und die Sanierung der Wohnungen im Rathaus werden 81.400 Euro eingeplant. Die notwendigen Arbeiten umfassen die Treppe, den Brandschutz, Türen, Trockenbauarbeiten und ggf. weitere Renovierungen. Für die Erneuerung der Terrasse und die Sanierung der WC-Anlage beim Schwimmbad sind insgesamt 17.000 Euro vorgesehen. 

Bei den Gemeindestraßen werden für den Radweg Mühlen 17.000 Euro für den erforderlichen Grunderwerb eingeplant und für die Pflasterung des Weges Rathaus-Schulstraße 7.000 Euro veranschlagt. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die energiesparende LED-Technik wird auf 20.000 Euro geschätzt. 

Im Bauhof sind für die Anschaffung von Maschinen, Regalen, einer Werkbank und einer Waschmaschine, für den Einbau eines Tores und einer Dusche insgesamt 13.000 Euro vorgesehen. Weitere kleinere Investitionen sind eingeplant für die Feuerwehr (2.000 Euro), die Grundschule (4.000 Euro), den Erwerb von Ausgleichsflächen (2.500 Euro) und für den Winterdienst (3.700 Euro).

Bjr

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Wolf/dpa

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