SC Vachendorf in den Niederlanden

Einradler auch bei der EM erfolgreich

Vachendorf - Die Stadt Sittard in der niederländischen Provinz Limburg war vom 29. Juli bis 6. August Gastgeber für 789 Athleten aus 14 europäischen Ländern und bescherte Sportlern wie Betreuern wunderbare europäische Meisterschaften.

Das solide Fundament für dieses schlüssige Event bot die Limburg Sportzone mit ihren sehr schönen, gepflegten Sportanlagen mit kurzen Wegen zu den diversen Veranstaltungsorten. Überaus komfortabel und gleiche Bedingungen für jeden Starter bietend war die Durchführung der Sprungbewerbe in der mit Tartan ausgelegten Indoorleichtathletikhalle.

Hoch- und Weitsprung

Gleich zu Beginn der Meisterschaft standen für beide der Hoch- bzw. Weitsprung auf dem Programm. Julia startete in der Altersklasse 19+ und konnte mit ihrer langjährigen Erfahrung überzeugen und errang in der Qualifikation Platz 3 im Hochsprung und den 6. Platz im Weitsprung - den sie genau wie ihr Bruder noch im Sidehopp springt - Mathias musste in der ungewöhnlichen Altersklasse 14-18 an den Start, aber auch er konnte mit übersprungenen 62 cm im Hochsprung und mit persönlicher Bestleistung von 195 cm im Weitsprung sehr zufrieden sein. 

Erste Medaille schon am zweiten Wettkampftag

Der nächste Wettkampftag begann für Mathias in der Altersklasse 0-14 schon sehr zeitig, denn die Bahnrennen standen auf dem Programm. Leider hat es schon ein klein wenig Tradition, der erste Start am Renntag war nur selten von Erfolg gekrönt, so auch in Sittard. Ausgerechnet der 50m-Einbein-Bewerb stand zu Beginn auf dem Programm, eigentlich seine Paradedisziplin im Rennbereich. Bis einen Meter vor dem Ziel noch in aussichtsreicher Position, stürzte Mathias und kam nicht in die Wertung - schade, aber genau solche Momente sind von Sportlern zu verarbeiten und die Aufgabe ist es, sich auf kommende Einsätze zu konzentrieren. Der nächste Start waren die 30 Meter Wheel Walk, die er kontrolliert anging und schlussendlich den undankbaren 4. Platz bedeuteten. Zum Abschluss dann noch der 100m-Sprint, den er mit persönlicher Bestzeit von 15,778 sec, beendete und hiermit auch die Konkurrenz hinter sich lassen konnte - die erste Medaille und die gleich in Gold!

Radwechsel war am nächsten Tag angesagt. Julia durfte nach einem technischen Fehler im dritten Versuch über 46 cm im Palettenhochsprung nicht mehr weiter starten, ärgerte sich dementsprechend und konnte sich aber im Palettenweitsprung nochmal konzentrieren und ihr gelang mit übersprungenen 140 cm doch eine gute Weite in der Altersklasse 19+ weiblich. Mathias musste wieder in der Altersklasse 14-18 ran und war im Palettenweitsprung mit 160 cm nicht ganz zufrieden, konnte seine Bestleistung im Palettenhochsprung um 10 cm auf hervorragende 69 cm steigern. Spätabends standen dann die Ergebnisse fest, die wieder Grund zum Jubeln gaben - Julia erreichte jeweils den 2. Platz und qualifizierte sich für das große Finale im Palettenweitsprung, das am nächsten Tag ausgetragen wurde. 

Uphill und Cross Country

Bevor aber dieser Wettbewerb absolviert werden konnte, musste Mathias ins Gelände. Die anfängliche Befürchtung, dass Sittard wohl kaum repräsentative Geländedisziplinen wird austragen können, muss man ganz klar revidieren. Es war sehr wohl möglich, EM-würdige Munistrecken zur Verfügung zu stellen. Als deutscher Juniorenmeister im Uphill wollte Mathias natürlich auch hier um die vorderen Plätze mitfahren, was ihm mit dem 5. Gesamtrang durchaus auch gelang. Im anspruchsvollen Cross Country über knappe 8 km belegte er mit dem 9. Platz wiederrum ein Ergebnis unter den Top Ten in Europa.

Abends dann Finale in den Palettensprungbewerben. Julia war eine der 8 Finalistinnen im Palettenweitsprung - 4 davon aus dem Süd-Ost-Oberbayerischem Raum - und steigerte sich zur Qualifikation um weitere 15 cm auf übersprungene 155 cm und beendete diesen Bewerb mit einem sehr gutem 4. Platz.

60 kreative Hindernisse hatte man in die Trialhalle gezaubert - bewundernswert, was den Ideenreichen unter den Trialplanern immer wieder einfällt. Anspruchsvoll und schweißtreibend so das Fazit der beiden Vachendorfer Starter, beide zeigten auch hier ihre Zugehörigkeit in Europas Spitze und belegten jeweils den Gesamtrang 10 in ihren Altersklassen. Im anschließenden Speedtrial - einem Wettbewerb bei dem ein Hindernissparcours schnellstmöglich überwunden werden muss - wussten auch beide, Mathias mit Platz 10 und Julia mit Platz 11 zu überzeugen. Als Belohnung wurde dann mit befreundeten Einradlern aus Süddeutschland miteinander gegrillt und sich über das bisher Erlebte ausgetauscht.

Silber im 100m-Finale

Tags darauf durfte Mathias sich nochmal auf der 100m Strecke beweisen - Juniorenfinale, bei dem er seine persönliche Bestleistung nochmals auf hervorragende 15,556 sec. verbessern konnte und sich hiermit mit der Silbermedaille belohnte. Julia musste wegen Höhengleichheit in ein Stechen und auch sie konnte sich mit persönlicher Bestleistung über 49 cm von dieser Europameisterschaft mit einem Erfolgserlebnis verabschieden.

Als Wettkampfabschluss fahren beide noch Anfang September nach Marchtrenk zur österreichischen Meisterschaft im Einrad Trial.

Presseinformation Einrad SC Vachendorf 1929 e.V.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Konstantin Höhne, Belinda Bebst, Thomas Hoffmann

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