"Autobumser": Urteil gefallen

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Traunstein/Heldenstein - Im Prozess gegen ein Mitglied der sog. "Autobumser-Bande" ist am Dienstag das Urteil gefallen. Im Mittelpunkt stand der Vorwurf der Anstiftung zum Mord.

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In dem Prozess um einen Mordauftrag aus dem Gefängnis ist am Dienstag am Landgericht Traunstein das Urteil gefallen. Vor Gericht stand ein 50-jähriger Mann. Er wollte angeblich für 10.000 Euro Kopfgeld einen Kronzeugen durch einen Scharfschützen umbringen lassen. Außerdem war der Mann wegen mehrfachen Besitzes von Schusswaffen und Brandstiftung an einem Auto angeklagt.

Anstiftung zum Mord: Freispruch

Der 50-Jährige wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Dabei ist die Gefängnisstrafe aus dem früheren Prozess wegen mehrfachen bandenmäßigen Versicherungsbetrugs inbegriffen. In seinem Plädoyer forderte der Staatsanwalt eine Gesamtstrafe von zehn Jahren, die Verteidigung hielt eine Strafe von insgesamt fünf Jahren für angemessen.

Von der Anklage der Anstiftung zum Mord wurde der Mann freigesprochen. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass der Angeklagte tatsächlich einen konkreten Mordauftrag ausgesprochen hatte. Dieser würde erst dann zustande kommen, wenn gezielte Vorbereitungen getroffen werden. Dies sei nicht der Fall gewesen.

Wegen mehrfachen unerlaubten Besitzes von Schusswaffen und Handel mit diesen wurde der 50-Jährige in meheren Fällen verurteilt. Doch auch hier sah das Gericht nicht in jedem Fall einen Grund zur Verurteilung. Zudem wurde er wegen Brandstiftung an einem Auto verurteilt.

Vergangene Woche hatte ein früherer Mitgefangener den Angeklagten schwer belastet. Demnach soll sich der 50-Jährige im Gefängnis über den Selbstmord eines tatverdächtigen Komplizen sehr erfreut gezeigt haben. Als Mitglied der sogenannten "Autobumser-Bande" war der ehemalige Gastwirt bereits zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: Bayernwelle / red ch24

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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