Pfarrer Rupert Berger gewürdigt

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Viele Bürger nutzten die Möglichkeit, um Pfarrer Rupert Berger (Zweiter von links) nach dem Festgottesdienst persönlich zu begrüßen oder sich bei ihm für die Predigt zu bedanken.

Traunstein - In der Stadtpfarrkirche St. Oswald wurde ein Festgottesdienst zur Weihe der neuen Chororgel und zum 60. Weihejubiläum von Pfarrer Dr. Rupert Berger in der voll besetzten Stadtkirche gegeben.

Der Jubilar, der am 29. Juni in Freising zusammen mit den Brüdern Joseph und Georg Ratzinger zum Priester geweiht worden war und am 1. Juli 1951 seine Primiz in Traunstein gefeiert hatte, zog von der Kirche St. Georg und Katharina im Stadtpark in Begleitung der Traunsteiner Stadtmusik und "eskortiert" von den Landsknechten des St.-Georgs-Vereins sowie der Gebirgsschützen-Kompanie Traunstein in die Stadtkirche ein.

Entlang der Bahnhofstraße und des Maxplatzes standen viele Bürger, die sich über den Besuch freuten und ihren Respekt gegenüber dem in Traunstein gern gesehenen Gast zum Ausdruck brachten.

Der 84-jährige geistliche Würdenträger brachte zu Beginn des Festgottesdienstes, von seiner Person hin zu Gott ablenkend, zum Ausdruck, dass er sich wünsche, dass die Anwesenden in der randvoll besetzten Stadtkirche erkennen mögen, dass der eigentliche Grund des Gottesdienstes Christus sei. Die Gegenwart Gottes in dem Gottesdienst solle die Herzen für das Evangelium Christi, der frohen Botschaft öffnen.

Pfarrer Georg Lindl sagte, als er nach Traunstein gekommen sei, sei ihm von Anfang an klar gewesen: "Pfarrer Rupert Berger ist eine 'Institution' in Traunstein, ein ,Urgestein' in der Stadt." Er habe sich seinen kritischen Geist bewahrt, sei nie langweilig, und in seinen Aussagen immer spitz und treffend.

Nach dem Festgottesdienst nutzten viele Bürger die Möglichkeit, den Jubilar persönlich zu begrüßen oder sich bei ihm für die Predigt zu bedanken. Ganz in ökumenisch guter Tradition war auch der evangelische Dekan Gottfried Stritar unter den Anwesenden und freute sich auf das Wiedersehen mit Pfarrer Berger. Die Gebirgsschützen-Kompanie ehrte Berger vor der Kirchentür in St. Oswald mit drei Salutschüssen. Deren Hauptmann Paul Walde warnte - aufgrund des lauten Knalls - vorsichtshalber vor: Die Schüsse seien eine "Explosion der Freude und keine Kriegshandlung."

Anschließend wurde in einem Festzelt am Stadtplatz mit einem gemeinsamen Mittagessen bei ruhiger, swingenden Jazz-Musik und gutem Essen weiter gefeiert. Das Orgel- und Pfarrfest endete um 17 Uhr mit einer musikalisch-literarischen Orgel-Soirée.

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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