Über Sinn und Unsinn einer Kissenschlacht

Traunstein - Mit gemischten Gefühlen sieht man im Traunsteiner Rathaus einer Kissenschlacht auf dem Stadtplatz entgegen. Hintergrund der ungewöhnlichen Aktion ist ein Aufruf im Internet:

Zum „Internationalen Kissenschlacht-Tag“ ruft das Internet auf. Dieser soll am Samstag um 16 Uhr unter anderem in New York, London und Paris stattfinden. Dem steht man im Traunsteiner Rathaus mit gemischten Gefühlen gegenüber, denn auch die Traunsteiner wollen auf dem Rathausplatz mitwirken.

„Rechtlich bewegen sich die Teilnehmer in einer Grauzone, da es weder einen Veranstalter noch eine offizielle Genehmigung gibt“, betont Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Das Ordnungsamt bewertet die Aktion als sogenannten „Flash Mob“, zu dem sich Gleichgesinnte spontan verabreden. Im Internet hat die Traunsteiner Kissenschlacht bisher über 200 Zusagen – allerdings keinen Urheber, der für Schäden und Probleme verantwortlich gemacht werden könnte. „Einer solchen Aktion einen Riegel vorzuschieben, ist eigentlich unmöglich“, so der Oberbürgermeister. Die Stadt wolle auch gar nicht als Spielverderber auftreten, wenn auf dem Stadtplatz einmal die Federn fliegen. Allerdings appelliert Kösterke an die Teilnehmer, es nicht zu übertreiben: „Auch junge Leute dürfen in Traunstein ihren Spaß haben, aber der Spaß hört dort auf, wo andere gestört werden oder Schaden angerichtet wird. Ein solcher Schaden liegt auch in der Verunreinigung der Innenstadt durch Kissenfedern. Ebenso sind Störungen der Besucher der Freischankflächen zu vermeiden.“ Auch auf der Internet-Seite zur Kissenschlacht werden die Teilnehmer aufgerufen, Federn und Kissenbezüge selbst zu entsorgen.

Eine gewisse Skepsis erscheint jedoch aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit angebracht: Vor einem Jahr, als sich in Traunstein hunderte Teilnehmer zum Spaß mit Kissen duellierten, war die Straßenreinigung mehrere Stunden mit einer Kehrmaschine im Einsatz, um den Stadtplatz wieder von den Federn zu säubern. „Spaß, der auf Kosten anderer oder der Allgemeinheit geht, ist in meinen Augen kein Spaß mehr“, so der Oberbürgermeister. Damit die Duellanten sich dieses Mal an ihre eigenen Regeln halten, wird auch die Polizei vor Ort sein und bei Verstößen die Personalien aufnehmen. Kosten für die Straßenreinigung könnten dann den Verursachern in Rechnung gestellt werden.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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