Traunsteiner Obelisk erstrahlt in neuem Glanz

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Nach einem halben Jahr ist der Traunsteiner Obelisk in den Stadtpark zurückgekehrt. Ein Kranwagen beförderte den Sockel und die Spitze wieder auf den alten Platz, an dem der Obelisk seit 1837 an die Gefallenen der Napoleonischen Kriege erinnert. Insgesamt wiegen die Teile rund 1,5 Tonnen.

Traunstein - Der Obelisk aus dem Stadtpark kehrt zurück. Er wurde aufwendig restauriert und unter vielen neugierigen Blicken auf den Sockel gehoben.

Vor dem Aufsetzen der Spitze legten (v.l.) Restaurator Maximilan Heimler sowie Richard Kraft und Maxi Burghartswieser von Förderverein Alt-Traunstein eine Zeitkapsel in den Sockel des Obelisken, um die Restaurierung für die Nachwelt zu dokumentieren.

Eines der ältesten Denkmäler in Traunstein ist am Dienstag auf seinen Platz im Stadtpark zurückgekehrt. Der 1,5 Tonnen schwere Obelisk wurde unter den Blicken zahlreicher Zuschauer mit einem Kranwagen wieder auf den Sockel gehoben.

Die Restaurierung des Denkmals in einem Fachbetrieb in Regensburg dauerte ein halbes Jahr und kostete rund 30.000 Euro.

An den Kosten beteiligen sich die Stadt Traunstein, das Landesamt für Denkmalpflege, die Bayerische Landesstiftung, der Bezirk Oberbayern und der Landkreis Traunstein.

Dass der Obelisk rechtzeitig zum Volkstrauertag am Sonntag wieder vor der Kriegergedächtniskirche steht, ist aber vor allem dem Förderverein Alt-Traunstein zu verdanken, der einen großen Teil der Kosten übernimmt.

„Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt“, lautete das Fazit des Vorsitzenden Richard Kraft. Um die Restaurierung für die Nachwelt zu dokumentieren, wurde in den Sockel eine Zeitkapsel gelegt, die eine Urkunde, eine Tageszeitung und Münzen enthält.

Im Zuge der Restaurierung haben die Fachleute der Firma Haber & Brandner die Schäden am Metall beseitigt, die Ornamente und Inschriften neu vergoldet und der Obelisk in der historisch belegten schwarz-grauen Farbgebung gestrichen.

Über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten freuten sich auch der 2. Vorsitzende des Fördervereins, Maxi Burghartswieser, und Restaurator Maximilian Heimler. „Für mein Team war der Obelisk eine echte Herausforderung, da es sich um das älteste Kriegerdenkmal in ganz Bayern handelt“, so Heimler.

Der in der Maxhütte in Bergen gegossene Obelisk war 1837 vom „Verein der beabschiedeten Soldaten der königlichen bayerischen Stadt Traunstein“ aufgestellt worden, um an den Russlandfeldzug von 1812 zu erinnern.

Für den Feldzug stellten die mit Napoleon verbündeten Bayern ein 30.000 Mann starkes Kontingent, in dem auch Soldaten aus Traunstein dienten. Fast keiner der Teilnehmer kehrte zurück in die Heimat.

Dem Förderverein Alt-Traunstein ist es zu verdanken, dass der Obelisk zum 200. Jahrestag im neuen Glanz erstrahlt – zu Ehren der Gefallenen und als Mahnung zum Frieden.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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