SPD bestätigte Kreisvorsitzenden im Amt

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Kreisvorstand der SPD Landkreis Traunstein: Martin Baumann (Öffentlichkeitsarbeit), Hans-Michael Weisky (Kassier), Monika Berlitz (stellvertretende Vorsitzende), Dirk Reichenau (Vorsitzender), Marion Baumgartner (Schriftführer).

Traunstein - Der SPD Kreisverband Traunstein hat seinen Vorstand neu gewählt. Bei der Versammlung standen außerdem mehrere Sachthemen auf dem Programm.

Bayern muss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, betonte SPD-Kreisvorsitzender Dirk Reichenau bei der Kreiskonferenz im Sailer-Keller in Traunstein. Bayern ist dort am stärksten, wo Sozialdemokraten die Politik gestalten, in München, München Land, vielen Städten in Franken, aber auch in Burghausen und Mühldorf. In manchen Regionen Nordbayerns, der Oberpfalz und Teilen Frankens herrscht jedoch Auszehrung und Abwanderung sowie Überforderung in den Verdichtungsräumen, was Infrastruktur- oder Sozialleistungen bzw. soziale Brennpunkte betrifft. Um den Ausgleich in Bayern voranzubringen stehen große Aufgaben bei den Land- und Bezirkstagswahlen und kurz danach bei den Bundestagswahlen bevor. Im nächsten Jahr stehen dann auch schon die Kommunalwahlen mit wichtigen Weichenstellungen in den Gemeinden und im Landkreis bevor, so Reichenau.

Vorstandswahlen ohne Überraschungen

Bei den Wahlen zum Kreisvorstand der SPD wurden alle vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten gewählt. Vorsitzender bleibt Dirk Reichenau aus Tittmoning, geleichberechtigte Stellvertreter wurden Monika Berlitz aus Bergen und Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler. Als Kassier wurde Hans-Michael Weisky aus Trostberg bestätigt. Als neue Schriftführerin wurde Marion Baumgartner aus Ruhpolding gewählt, zum Pressereferenten Martin Baumann aus Trostberg. Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt für die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Natalia Wolf aus Traunstein, für die AG 60plus Jörg Weickl aus Schleching, für die Jungsozialisten Sepp Parzinger aus Bergen sowie für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen Helmut Haigermoser aus Tacherting. Die Kreistagsfraktion wird durch Traudl Wiesholer-Niederlöhner aus Traunstein im Vorstand vertreten. Bei den Delegiertenwahlen zum Land setzten sich Monika Berlitz, Bärbel Kofler und Josef Parzinger durch, zum Bezirk Helmut Haigermoser, Marion Baumgartner und Martin Baumann.

Über die Arbeit der Kreistagsfraktion berichtete Josef Konhäuser. Dabei stellte er besonders das Engagement des Arbeitskreises Umwelt unter Leitung von Monika Berlitz, welche ein fertiges nachhaltiges Müllkonzept mit einem erweiterten Holsystem entwickelt hatten. Leider wurde es im Kreistag von der Mehrheit abgelehnt, aber wichtige Gesichtspunkte wurden dann doch in das Kreiskonzept der zukünftigen Wertstoffentsorgung übernommen, Bereits jetzt können 64 Prozent des Stroms im Landkreis aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im Bereich der Sonnen-Energienutzung sind wir an der Spitze, Im Bereich der Wasserkraft wäre noch vieles möglich. so Konhäuser, hierbei komme man jedoch nur sehr langsam voran Das Wichtigste bei der Realisierung alternativer Energiekonzepte sei es, die Bürger frühzeitig einzubinden. Nur so könne man die Betroffenen gewinnen.

Bezahlbares Wohnen sei auch in unserem Landkreis ein wichtiges Thema. So gebe es viele gute Gründe, warum die SPD-Fraktion im Kreistag der Erhalt und die weitere positive Entwicklung der landkreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft so wichtig seien, betonte Josef Konhäuser. So seien wie sehr erfreut, dass nun auch der ganze Kreistag dies so sehe und deshalb auch die gut geführte und erfolgreiche Wohnungsbaugesellschaft nicht zum Schuldenabbau verkaufe. Zum Abschluss bat Josef Konhäuser um Vertrauen der Kreis-SPD für seine erneute Kandidatur zum Landrat. Dabei setze er nicht auf Platz, sondern kandidiere um der nächste Landrat zu werden.

Rettet endlich den Waginger See

Lesen sie zur Petition auch:

Peter Aumeier aus Kirchanschöring stellte im Rahmen der Diskussion die Gefährdung des Waginger Sees heraus. Er forderte dazu auf die Petition an den Bayerischen Landtag mitzutragen, in welcher ein nachhaltiges und umfassendes Sonder-Sofortprogramm zur Rettung des Waginger Sees gefordert werde. Kreisvorsitzender Dirk Reichenau griff diesen Vorschlag auf und berichtete von den schon lange zurückliegenden Aktivitäten zur Rettung des Sees. Bereits 1988 hatten die Jungsozialisten die vielen toten Weißfische im See zum Anlass genommen, eine Lösung auch für die Zukunft des Sees einzufordern. Leider sei aber nichts Entscheidendes geschehen. Nun müssten alle an einem Strang ziehen, um eine wirklich nachhaltige Lösung zu entwickeln und eine Finanzierung durch die Staatsregierung anzustreben. Denn, so Reichenau, die Kommunen dürfen nicht wieder alleine gelassen werden.

Pressemitteilung SPD Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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