Traunstein ist Vorbild bei der Prävention

+
Von verschiedenen Seiten haben sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler (3. v.l.) und Angelika Graf, zudem Drogenbeauftragte (5. v.l.) bei einem intensiven Austausch über die Präventionsarbeit im Landkreis Traunstein informiert. Von links: Emöke von Kotzebue-Thiombane und Agnes Hallweger (beide Diakonisches Werk Traunstein), Landrat Hermann Steinmaßl, Kreisjugendpflegerin Ulli Himstedt, Hans Kurz (Diakonisches Werk Traunstein), Britta Barth und Dr. Anja Teebken (Gesundheitsamt Traunstein) und Franz Feil, Sachgebietsleiter im Amt für Kinder, Jugend und Familie.

Traunstein - Bei einem Besuch im Landkreis überzeugten sich zwei SPD-Abgeordnete von dessen vorbildlicher Präventationsarbeit, denn:

Der Landkreis Traunstein betreibt in vielen Bereichen eine vorbildliche Präventionsarbeit. Davon haben sich SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler sowie Angelika Graf, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Rosenheim und zudem Drogenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, bei einem persönlichen Besuch im Landratsamt Traunstein überzeugt.

Ein herausragendes Beispiel dafür ist der Traunsteiner Präventionszirkel „Trapez“, ein seit 2001 aktiver Verbund vom Amt für Kinder, Jugend und Familie, Gesundheitsamt und Caritas-Zentrum Traunstein. Dessen Arbeit ist nach 2006 wiederholt mit einem Bundespreis ausgezeichnet worden. Die Bausteine „Elterntische“ und „Multiplikatorinnenschulung: Kinder aus suchtbelasteten Familien“ aus dem Projekt „Familienbande“ wurden 2011 mit dem 1. Präventionspreis des Bundesgesundheitsministeriums ausgezeichnet. Darüber freuten sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten und gratulierten persönlich den Verantwortlichen, die das Projekt sowie die aktuellen suchtpräventiven Maßnahmen und Angebote von TRAPEZ noch einmal kurz vorstellten.

Landrat Hermann Steinmaßl zeigte sich stolz über die Auszeichnung. Er erklärte, man sei bereits führend in der Präventionsarbeit, doch das vorhandene Netzwerk müsse für eine offene Jugendarbeit mit allen Beteiligten weiter ausgebaut werden. Er stellte heraus, dass sich der Landkreis von Geburt an um Kinder kümmere, wie er am Beispiel der Möglichkeit einer anonymen Geburt im Krankenhaus verdeutlichte. „Mit unserem umfangreichen Angebot versuchen wir, so früh und so nah wie möglich an den Kindern zu sein. Damit alle Menschen, die hier aufwachsen, die Chance haben, auch hier zu leben und zu arbeiten.“ Steinmaßl betonte, dass durch frühe präventive Maßnahmen später viel Geld eingespart werden könne.

Dass Präventionsarbeit wichtig sei, unterstrich auch Dr. Bärbel Kofler. Sie bescheinigte dem Landkreis Traunstein gute Arbeit. Eine neue Herausforderung sieht die Politikerin in der Internetspielsucht, die immer weiter voranschreite. Handlungsbedarf in diesem Bereich sieht auch Hans Kurz vom Caritas-Zentrum Traunstein.

Angelika Graf, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Rosenheim und zudem Drogenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, plädierte im Rahmen des Gesprächs mit dem Traunsteiner Präventionszirkel Trapez für einen weit gefassten Präventionsbegriff: „Wer Fehlentwicklungen vermeiden will, muss Prävention betreiben. Wer hier rein betriebswirtschaftlich nur die vermeintliche und kurzsichtige Kostspieligkeit von Präventionsangeboten anführt, übersieht die negativen gesamtgesellschaftlichen Folgen auf lange Sicht.“ Im Bereich der Suchtprävention setze der Traunsteiner Präventionszirkel „Trapez“ neue Maßstäbe weit über Bayerns Grenzen hinaus.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser