Erfolgreiche Prüfung für BRK-Rettungshunde

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Allle drei tragen sie stolz die Plakete für geprüfte Rettungshunde: Filou, Rana und Jessy mit ihren Hundeführern Martin Grassler, Patrick Fröhlich und Katharina Esterer (von links). Mit ihnen sind jetzt sechs geprüfte Teams der Rettungshundestaffel des BRK im Einsatz, wenn es darum geht, vermisste Personen in schwierigem Gelände aufzuspüren.

Traunstein - Nach ihrer bestandenen Prüfung gibt es jetzt insgesamt sechs Rettungshunde-Teams beim Traunsteiner BRK.

Dass sich alle drei gleichzeitig still halten ist fast unmöglich – Rana, Jessy und Filou haben zwar gerade erfolgreich die Prüfung für Rettungshunde bestanden, aber sie sind übermütig und temperamentvoll. Mit den drei Vierbeinern und ihren Hundehaltern hat das Einsatzteam der Rettungshunde des Traunsteiner Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Moment sechs geprüfte Teams, die Tag und Nacht in den Einsatz geschickt werden können, wenn es darum geht, vermisste Personen in schwierigem Gelände aufzuspüren. Die Richtlinien für Hund und Herrchen sind streng, denn alle 18 Monate müssen sie die oft schwierige Prüfung wiederholen.

Patrick Fröhlich aus Übersee, Katharina Esterer aus Petting und Martin Grassler aus Truchtlaching wirken sehr entspannt, als sie ihre tobenden Hunde beobachten. „Das Schwierigste bei der Prüfung war für uns alle die ewig lange Wartezeit bis wir endlich an der Reihe waren“, beschreibt es Patrick Fröhlich. Seine achtjährige Rana hat ein schwarz-weißes Gesicht und bereits zum zweiten Mal die Prüfung zum Flächensuchhund bestanden. Sie scheint der Trubel um sie herum wenig zu beeindrucken, aber sobald Patrick Fröhlich die Hunde-Kenndecke mit dem kleinen Glöckchen in der Hand hält, die den Tieren bei jedem Einsatz übergestreift wird, spitzt Rana aufmerksam die Ohren und ist aufgeregt.

Anders ist es bei Jessy und Filou. Sie haben zum ersten Mal die Prüfung für Rettungshunde abgelegt. Katharina Esterer streicht ihrer Hündin über den Kopf. „Vier Jahre haben wir auf diesen Tag hin gearbeitet. Ich war bei der Prüfung aufgeregt, aber Jessy hat ihre Aufgaben toll gemeistert.“ Katharina fuhr bereits einen Tag zuvor mit ihrem Wohnmobil zum fränkischen Prüfungsort, damit sie sich mit Jessy „akklimatisieren“ konnte. Nach der Theorie ging es in einen Wald, wo der Vierbeiner losgeschickt wurde, um versteckte „Opfer“ zu finden. „Jessy hat die beiden Opfer innerhalb von 20 Minuten aufgespürt – sie war einfach super.“

In fünf Minuten zwei Opfer aufgespürt

Auch Martin Grassler, seit fast vier Jahren Leiter der BRK-Rettungshunde-Staffel, ist stolz auf „Filou“. Bisher war er viele Jahre mit „Mona“erfolgreich im Einsatz, doch die 12jährige Hündin genießt inzwischen ihren Ruhestand. „Jetzt ist Filou ihr Nachfolger und muss entsprechend ausgebildet werden.“ Für die beiden stand bei der Prüfung im Wald der Wind sehr günstig, was der empfindlichen Spürnase des Vierbeiners zu Gute kam. Schon nach fünf Minuten hatte Filou beide „Opfer“ aufgespürt, seinen Fund nach Vorschrift durch lautes Bellen angezeigt und sich dann brav neben den „Vermissten“ gelegt.

Der Einsatzbereich für die Rettungshunde des Roten Kreuzes ist groß, denn sie rücken in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgaden, Altötting und Mühldorf aus, wie auch im Rosenheimer und Landshuter Raum. „Schön ist für uns die harmonische Zusammenarbeit mit vielen anderen Stellen“, so Staffelführer Martin Grassler, „wie mit der Integrierten Leitstelle, Polizei, Feuerwehr und der Malteser Hundestaffel. Durch diese Zusammenarbeit können wir alle sehr erfolgreich sein, was wichtig ist, denn die Einsätze werden immer mehr.“

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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