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Traunsteins Landrat Walch macht Rosenheim Vorschlag

Tourismus: Wieder Annäherung nach den Giftpfeilen?

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Wolfgang Berthaler (links) und Siegfried Walch.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Traunstein - Noch im März schien die Stimmung wie vergiftet: Nach der geplatzten Fusion der Tourismus-Verbände flogen Giftpfeile zwischen Rosenheim und Traunstein. Bringt Walchs neue Idee nun die Lösung?

Eine über Jahre vorbereitete der Fusion der Tourismus-Verbände scheiterte krachend heuer im März: "Rosenheim hat einseitig alles hingeschmissen", meinte Landrat Siegfried Walch sauer. Hauptstreitpunkt waren damals Personalfragen bei einem möglichen, fusionierten Tourismusverband. 

Eine Dachmarke, ein Logo

Lesen Sie dazu außerdem:

- Fusion überraschend geplatzt

- Walch: "Rosenheim hat einseitig hingeschmissen"

- Berthaler: "Plaudere keine Interna aus"

- Wie weiter nach dem "Heiratsschwindel"?

Nun könnte wieder Bewegung in die Sache kommen: Walch hat Berthaler die Gründung einer gemeinsamen Dachmarke angeboten, um eine gemeinsame Destination der beiden Landkreise weiter voranzutreiben. Ein einheitlicher Auftritt soll nicht mehr an den jeweiligen Verwaltungsgrenzen enden, sondern dem Gast eine gemeinsame Region präsentieren. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Die Fusion im Sinne einer gemeinsamen Gesellschaft mag derzeit hinten anstehen, jedoch halte ich es für sinnvoll und für einen wichtigen Schritt, einen gemeinsamen einheitlichen Auftritt für den Gast zu schaffen." Landrat Walch schlägt eine gemeinsame Wort- und Bildmarke vor, welche die bisherigen Logos des Chiemsee-Alpenland Tourismus Rosenheim und des Chiemgau Tourismus in Traunstein ersetzen soll. 

Verbände sollen eigenständig bleiben

"Die beiden bestehenden Verbände behalten dabei ihre rechtliche Eigenständigkeit, nur der Auftritt nach außen würde sich ausschließlich unter der neuen Dachmarke bewegen. Hierzu würden gemeinsame Projekte und Aktionen, ein gemeinsamer Internetauftritt und gemeinschaftliche Printerzeugnisse gehören." Ein konkreter Umsetzungs- und Maßnahmenplan solle durch eine unabhängige fachliche Stelle erfolgen, gegebenenfalls auch unter Begleitung des Tourismusverbands Oberbayern München e.V. Auch der Rosenheimer Tourismusverband will dem Dachverband "Oberbayern München" 2017 beitreten.

"Unser gemeinsames Ziel war und ist: das Beste für eine gemeinsame Tourismusregion durch eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit, in der wir miteinander eine größere Schlagkraft und höhere Wahrnehmbarkeit erzielen", so der Traunsteiner Landrat.

xe

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