Neujahrsempfang der CSU

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Traunstein - Rund 400 Gäste haben sich am Freitag zum Neujahrsempfang der CSU Traunstein eingefunden. Der prominente Redner war Peter Ramsauer.

Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche hatten sich am Freitag, 11. Januar, im Gasthof „Unterwirt“ zum traditionsreichen Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes Traunstein eingefunden, um den Ausführungen von Bundesbau- und Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) zu lauschen und sich in gemütlicher Runde und bei bester Verpflegung auszutauschen. Ramsauer brach eingangs eine Lanze für das Ehrenamt und sprach davon, dass eine funktionierende Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement nicht vorstellbar sei. Unlängst habe er gelesen, dass „die Stimmung in Deutschland schlecht, die Lage aber gut sei“, so Ramsauer. Andersherum wäre es zwar schlechter, doch „wollen wird aus der guten Lage nun auch wieder eine gute Stimmung zu machen“. Dass Deutschland weltweit so gut dastehe, schüre natürlich auch hohe Erwartungen und diesen „müssen wir als Land mit Leit- und Führungsfunktion gerecht werden“, forderte Ramsauer und lobte sogleich die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Nach einem außenpolitischen Ausflug in die Krisenregionen des Nahen und Mittleren Ostens widmete sich Ramsauer dem Freistaat Bayern, den er als „europäisches Musterland“ bezeichnete, „auf das wir stolz sein können“. Es komme nicht von ungefähr, dass so viele Menschen nach Bayern ziehen, denn “wir leben hier in einem Paradies“. Damit das auch so bleibe, sei es ganz besonders wichtig, die ländlichen Räume zu fördern, denn „wir wollen, dass junge, gut ausgebildete Leute mit ihren Familien vor Ort bleiben können“. In puncto Mobilität von Personen und Gütern gehe es darum „zu investieren statt zu verhindern“, gab Verkehrsminister Ramsauer den Weg vor und verwies auf die Bedeutung von Schiene und Wasserstraßen. Es sei schon verwunderlich, dass der Widerstand beim Ausbau des Schienennetzes oft größer sei als beim Straßenbau.

Auch mit Blick auf die Energiewende wünsche er sich mehr „Dafür-Mentalität“. Wichtig sei es, so der Bundesverkehrsminister den Ausbau der Mobilität nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten und Baustellen zügig zu vollenden. Lobend erwähnte er die erst kürzlich für den Verkehr freigebende Traunsteiner Umgehungsstraße. Auch mit dem Bau der Ortsumfahrung Altenmarkt hätte schon längst begonnen werden können, wenn nicht „eine kleine Minderheit der Mehrheit ein Diktat aufdrängen würde“, kritisierte Ramsauer die unbeugsame Haltung einiger Umweltschützer, die den Aubergtunnel kategorisch ablehnen. „Ich hoffe, dass wir in einem Jahr fröhlich zurückblicken können“, wünschte Ramsauer seinen Zuhörern für das Super-Wahljahr 2013 mit Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen alles Gute und verabschiedete sich noch vor 21 Uhr zum Tanzkurs-Abschlussball seiner Tochter.

„98 Prozent der Menschen sagen: ich lebe gerne in Bayern“, stellte der CSU-Kreisvorsitzende Klaus Steiner gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Nirgendwo sei der Standard an sozialer Sicherheit so hoch wie in Bayern. Als Negativbeispiele nannte er Berlin und das Ruhrgebiet. „Was wir dort erleben, kommt einem armutspoltischen Erdrutsch gleich“. Bayern überzeuge nicht nur mit seinem mehrgliedrigen Schulsystem, sondern sei „eine der erfolgreichsten Regionen Europas, mit der stärksten Wirtschaftskraft und dem stärksten Mittelstand in ganz Deutschland“. Während weltweit eine irrsinnige Schuldenpolitik betrieben werde, sei der Freistaat das einzige europäische Land, das keine neuen Schulden mache. „2013 und 2014 werden wir zum achten und neunten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen“, lobte der Stimmkreisabgeordnete die Arbeit der Bayerischen Staatsregierung im Beisein des ehemaligen Landtagspräsidenten Alois Glück. Bis 2030 werde man sogar gänzlich schuldenfrei sein.

Peter Ramsauer beim Neujahrsempfang

Dieses ambitionierte Ziel sei aber deutlich schwieriger zu erreichen, wenn Bayern weiterhin fast vier Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte des gesamten Länderfinanzausgleichs zahlen müsse, kritisierte Steiner, denn dies mache immerhin zehn Prozent des Bayerischen Haushaltes aus. „Wir stehen in Bayern zur Solidarität, doch der Länderfinanzausgleich war als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht und nicht als Dauersubvention“. Das Bayern auch in stürmischen Zeiten ein Land mit großartigen Chancen für seine Menschen sei, bezeichnete Steiner als „Gemeinschaftsleistung der Verantwortlichen in diesem Land und auch in diesem Landkreis, in der Wirtschaft, in den Verbänden, im öffentlichen Dienst und im Ehrenamt. Sie alle hier haben sich in vielerlei Form dieser Arbeit für unsere Heimat verschrieben“. Besonders lauten Applaus heimste sich Steiner ein, als er den Sprint-Sieg von Miriam Gössner beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding vermeldete.

mmü

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser