So lief der Rufbus bislang

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Traunstein - Erst seit Mitte Dezember ist der Rufbus der Stadt Traunstein unterwegs. An diesem Dienstag wurde eine Zwischenbilanz gezogen. Wie es bisher gelaufen ist:

Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2014 können die Bürger und Bürgerinnen den Rufbus der Stadt Traunstein benutzen. Es handelt sich um einen Kleinbus mit acht Sitzplätzen. Das Angebot werde rege angenommen, so die Zwischenbilanz der Stadt. Bedient werden bis zu 58 Haltestellen und damit 21 Haltestellen mehr als im Stadtverkehr. Das neue Busangebot trage dabei entscheidend zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in Traunstein bei und leiste seinen Beitrag zum Erhalt des ÖPNV in Traunstein, da sich die RVO finanziell nicht mehr in der Lage sah, die bisherigen Linien in der gewohnten Form anzubieten, so das Fazit.

Der Rufbus ist ein Angebot der Stadt Traunstein in Kooperation mit dem Regionalverkehr Oberbayern (RVO). Eingesetzt wird ein Kleinbus des Malteser Hilfsdienstes, der behindertengerecht ist. Kinder können, entsprechend der gesetzlichen Vorschriften, durch Rückhalteeinrichtungen gesichert mitbefördert werden. Täglich würden so zirka 25 Personen befördert, heißt es in dem Erfahrungsbericht, der an diesem Dienstag dem Planungsausschuss der Stadt präsentiert wurde.

So können Sie den Rufbus nutzen

Wer den Rufbus nutzen möchte, wirft einen Blick auf den Fahrplan und meldet sich mindestens eine Stunde vor der Abfahrt telefonisch zur Abholung an einer Haltestelle an. Eine Reservierung ist auch für eine ganze Woche zu festen Zeiten möglich. Die Fahrgäste können dann an ihrer Wunschhaltestelle zusteigen und werden auf dem schnellsten Weg zu ihrer Zielhaltestelle befördert. Laut dem Erfahrungsbericht würden täglich so zirca 110 Kilometer zurückgelegt. Hauptsächlich werde der Rufbus zwischen 10 und 12 Uhr und zwischen 14 und 15 Uhr angefordert. Neben vielen älteren Personen würden auch Arbeitnehmer das neue Angebot nutzen.

Die Fahrtkostet für Erwachsene lieben bei 1,70 Euro, für Kinder 85 Cent. Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit Wertmarke werden kostenfrei befördert. Der Rufbus verkehrt Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Morgens und in der Mittagszeit fährt – wie bisher – der Stadtverkehr. Am Samstag kann der Rufbus zwischen 8 und 13 Uhr genutzt werden. An der Schülerbeförderung wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf beliefe sich, laut der Auswertung im März 2015 auf 825 Euro. Auf der Ausgabenseite seien 83.676,25 Euro, abzüglich der Förderung durch die Regierung (voraussichtlich 70 Prozent) kalkuliert. Mit dem endgültigen Förderbescheid rechne man im April oder Mai.

Rufbus wird gut angenommen

Erste Auswertungen ergaben, dass die Pünktlichkeit, von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, sehr gelobt wird. Meist fährt der Rufbus die Abfahrtshaltestelle sogar früher an.

Der Einsatz geschulter und an bestimmten Tagen gleicher Fahrer des Malteser Hilfsdienstes führe dazu, dass schon nach dieser kurzen Zeit ein echtes "wir-Gefühl" entstanden sei. Soweit es die Rahmenbedingungen zulassen, nehme man auch Wünsche und Anregungen gerne entgegen. Allerdings habe sich nach dem ersten Vierteljahr bereits eindeutig gezeigt, dass Wünschen nach Haltepunkten - beispielsweise am Hochberg, Langmoos, Höpperding oder in Richtung Kammer (Tierheim) - aus zeitlichen Gründen nicht entsprochen werden könne.

Der Fahrplan sei so eng gestrickt, dass die Andienung dieser Ortsteile den Einsatz eines weiteren Busses mit Fahrer erfordern würde. Auch der nachdrücklich vorgetragene Wunsch des Seniorenbeirates zur Schaffung einer weiteren Haltestelle am Kirschgarten in der Karl-Merkenschlager-Straße sei kritisch zu betrachten. Die nächste Haltestelle sei mit einem Fußmarsch von rund 250 Metern zu erreichen. Vorgabe für die Ausweisung von Haltestellen sei allerdings, dass der Fußweg nicht länger als 300 Meter sein sollte. Die Haltestelle am Studienseminar diene den Bewohnern mehrerer Einrichtungen für Senioren. Auch diese müssten, je nach Lage der Einrichtung, zwischen 200 und 250 Meter Fußweg zurücklegen. Schon um die Gleichbehandlung der Senioreneinrichtungen nicht zu gefährden, wolle man daher an der zentralen Haltestelle Vonfichtstraße festgehalten.

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser