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Zwei Frauen aus Töging wegen Mordes angeklagt

Vierter Prozesstag muss wegen Krankheit ausfallen: Nächster Termin am 11. Oktober

Zwei Tögingerinnen sitzen wegen Mordes auf der Anklagebank.
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Hat sie ihren Vater mit Medikamenten vergiftet?

Eine Tögingerin soll gemeinsam mit ihrer Tochter den Vater und Großvater mit einem Medikamentencocktail vergiftet haben. Laut Aussage der Angeklagten (55) wollte der 75-Jährige nicht mehr leben.

Update, 9.55 Uhr – Verhandlung vertagt

Wegen der Erkrankung eines Richters muss der heutige Verhandlungstag ausfallen. Der nächste Verhandlungstag ist am 11. Oktober ab 9 Uhr angesetzt – ob dieser stattfinden kann, wird innerhalb der nächsten sieben Tage vom Landgericht Traunstein bekannt gegeben. Insgesamt waren für den Prozess dreizehn Verhandlungstage angesetzt. Am 15. November ist der letzte Termin, ob an diesem die Urteilsverkündung stattfinden kann bleibt offen.

+++ innsalzach24.de wird dann wieder live aus dem Gerichtssaal berichterstatten. +++

Vorbericht

Traunstein, Töging – Am 4. Oktober startet der vierte Verhandlungstag im Prozess gegen zwei Frauen aus Töging. Die 55-jährige Angeklagte K. soll ihren Vater mit einem Medikamentencocktail im Essen vergiftet haben. Ihre 30-jährige Tochter S. wohnte mit den Enkeln im Haus des Opas und soll heimtückisch und gemeinsam mit ihrer Mutter die Vergiftung des Rentners geplant haben. Den beiden Frauen wurde vorgeworfen, den Sterbenden noch auf dem Sofa platziert zu haben, während der Ehemann von S. von der Terrasse des Rentners aus zuschaute. Die 55-jährige Angeklagte sagte aber, ihr Vater habe nicht mehr leben wollen: Wegen dem andauernden Streit mit „den Jungen.“

Wollte sie ihre Tochter und Enkel schützen?

Es sei viel Ärger im Haus gewesen, bestätigten bereits einige Zeugen. Von Schlägen und blauen Flecken war die Rede, von lautstarkem Schreien und umgeworfenen Möbeln. All das habe der Ehemann von S. angerichtet – und der Schwiegermutter sogar ein Hausverbot erteilt. Der Großvater „wollte einfach nicht mehr“, sagte die Angeklagte K.. Sie will ihrem Vater ein Fläschchen Diazepam und Tabletten vorbeigebracht haben. Doch bisher gab es keine Spur von der Tablettenverpackung und auch das Fläschchen wurde von niemandem gesehen.

Der Pfleger des Rentners war jedenfalls überrascht dass der 75-Jährige am 5. August 2021 so plötzlich verstarb. Er habe den Eindruck gehabt, dass die Familie sich nicht gut um den Senior kümmere. Dessen Haushälterin sagte aus, der Rentner habe noch Pläne für eine Grillfeier gehabt, und habe noch einen Baum pflanzen wollen. Seine beste Freundin wusste von den Sorgen und Nöten des alten Mannes: Er soll bei den Nachbarn sogar um Hundefutter und Essen für sich selbst gefragt haben. Sein Girokonto soll „bis auf Anschlag leergeräumt“ gewesen sein. Das Motiv der zwei Frauen? Es soll schon am Tag nach dem Auffinden der Leiche des Vaters eine Diskussion um den Pflichtanteil der Erbschaft gegeben haben.

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