Ängste im Stadtrat, dass es manche zu wörtlich nehmen

XXL-Abrissparty: "Da kommen doch nicht lauter Wahnsinnige"

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Letztendlich waren es nur drei Skeptiker im Stadtrat, die befürchteten, die Feiernden könnten bei der "XXL-Abrissparty" gleich selbst Hand anlegen: Der Party am 25. November in der TVT-Turnhalle wurde zugestimmt.
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Traunstein - Dürfen die das? Ja, sie dürfen: Der Stadtrat gab nun doch grünes Licht für die "Abrissparty" in der TVT-Turnhalle - aber nicht ohne eine bemerkenswerte Diskussion.

Eine letzte große Party, bevor die Tage der alten TVT-Turnhalle in der Au gezählt sind - an und für sich kein Problem, aber die Feier am 25. November mit dem Wort "XXL-Abrissparty" zu bewerben, ließ so manchen in der Stadt aufschrecken. Der Hauptausschuss sprach sich schon gegen die Genehmigung aus, der Stadtrat rang sich am Donnerstag aber doch zu einer Zustimmung durch.

Feiernde als Möchtegern-Bauarbeiter?

So bewerben TVT und Jugendbeirat das Fest.

"Man weiß ja von so manchen Facebook-Partys, dass am Ende viel mehr Leute kommen als geplant. Und nicht, dass dann manche noch meinen, beim Abriss helfen zu müssen", zeigte sich Oberbürgermeister Kegel skeptisch: "Es reicht, wenn zwei oder drei da drin wüten und sich an herausgerissenen Brettern jemand verletzt." Auch auf Gefahren durch eine mögliche Schneelast auf dem Dach verwies Kegel

Zusammen mit Hans Zillner und Ernst Harrecker stimmte der Oberbürgermeister schließlich gegen die Zulassung der Party - die große Mehrheit im Stadtrat sah es dagegen weniger negativ: "Abrissparty, so nennt man das halt. Da kommen doch nicht lauter Wahnsinnige", sprang zum Beispiel Sepp Kaiser dem Turnverein zur Seite und auch Karl Schulz meinte: "Wir sollten das genehmigen. Der TVT wird diese Veranstaltung ja wohl im Griff haben."

Ab 8. Januar wird dann ganz offiziell abgerissen

In den vergangenen Jahren gab es viele Konzerte und Partys in der TVT-Turnhalle - allesamt genehmigt, denn das Ordnungsamt schreibt ohnehin Securitys vor und setzte eine Obergrenze von 650 Besuchern fest. Problematisch war diesmal nur, dass sich der Turnverein zu spät mit der Stadt, der der Grund gehört, in Verbindung gesetzt hat. 

Im kommenden Jahr werden die Turnhallen in der Au abgerissen. Mit der westlichen Franz-Eyrich-Halle wird am 8. Januar begonnen, bis Ende März sollen die Arbeiten beendet sein. Auf dem Areal wird dann der sogenannte Salinenpark errichtet, der spätestens bis zur 400-Jahr-Feier der Saline im Sommer 2019 fertig sein soll. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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