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30-Jähriger wegen Vergewaltigung einer Rosenheimerin vor Gericht

Gerichtsmediziner widerspricht: Version des Angeklagten kann nicht stimmen

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Rosenheim/Traunstein - Sie kannten und verstanden sich, im Februar soll eine Rosenheimerin dann Opfer einer Vergewaltigung geworden sein: Der Prozess gegen einen 30-Jährigen wird heute am Landgericht fortgesetzt.

Update, 16.54 Uhr - Gerichtsmediziner widerspricht: Version des Angeklagten kann nicht stimmen

Schläge mit der offenen Hand gegen die 43-jährige Geschädigte waren alles, was der Angeklagte bisher im Prozess eingestand. Doch der Gerichtsmediziner, der jetzt vor Gericht aussagt, zieht das stark in Zweifel: “Eine Watschn ergibt in der Regel kein Hämatom. Das müssen Faustschläge gewesen sein.” Die Frau habe nicht nur an und rund um die Augen Hämatome gehabt, sondern auch an den Oberarmen und leichtere Druckstellen an den Oberschenkeln.

Die Version des Angeklagten sei mit den Verletzungen der Geschädigten nicht in Einklang zu bringen, so der Gerichtsmediziner. Aber Spermien durch den ungeschützten Sex seien bei der Frau ebenfalls nicht mehr nachweisbar gewesen – es gebe nur Indizien für Geschlechtsverkehr. Bekannt wird vor Gericht außerdem, dass der Angeklagte fünffach vorbestraft ist, wenn auch nicht wegen Gewaltdelikten. Und seine Abschiebung scheiterte bisher nur wegen seiner ungeklärten Identität.

Der Prozess wird am Mittwoch (22. September) ab 9 Uhr fortgesetzt. Im Zentrum stehen dann die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung. Auch das Urteil könnte noch fallen. 

Update, 11.46 Uhr - Prozess um Vergewaltigung in Rosenheim: War Angeklagter früher ein Auftragskiller?

Hat der Angeklagte, der heuer im Februar eine Rosenheimerin vergewaltigt haben soll, eine brutale Vergangenheit in seiner westafrikanischen Heimat? Er sei als Auftragskiller tätig gewesen, sagte er dem psychiatrischen Gutachter, der dem Landgericht von seinem Gespräch mit dem 30-Jährigen berichtete. An die Anzahl der verübten Morde könne er sich nicht mehr erinnern, auch die Umstände hätten ihn nicht interessiert.

Getötet habe er immer mit einer Schusswaffe. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei habe er sich außerdem Wunden am Oberschenkel zugezogen. Und: In seinem Heimatland sei ein Todesurteil gegen ihn gesprochen worden. Genauer will er sich laut Verteidiger nicht mehr dazu äußern. Ein Rechtsmediziner hat sich nun die Narben am Oberschenkel in einer Verhandlungspause angeschaut. Ob sie aber von Schüssen herrühren, da ist sich der Gutachter nicht sicher.

Weitere Zeugen und Gutachten stehen heute auf dem Programm des zweiten Verhandlungstages. Mit einem Urteil wird am Mittwoch (22. September) gerechnet. 

Erstmeldung:

Am Dienstag (21. September) beginnt am Traunsteiner Landgericht der zweite Verhandlungstag im Prozess gegen einen 30-Jährigen: Ihm wird vorgeworfen, am 8. Februar eine Rosenheimerin in ihrer Wohnung vergewaltigt zu haben - das ganze in Verbindung mit Schlägen ins Gesicht. Bereits am Abend zuvor soll er die 43-Jährige verprügelt haben. Von mindestens zehn Schlägen gegen den Kopf und ins Gesicht berichtete die Frau am ersten Prozesstag als Zeugin vor Gericht. Ihr ganzer Kopf sei geschwollen gewesen. „Ich habe nur versucht, zu überleben“, so die Rosenheimerin.

Vergewaltigung in Rosenheim? Prozess gegen 30-Jährigen am Landgericht

Der Angeklagte bzw. sein Verteidiger schilderten die Vorwürfe gänzlich anders. Mit den Schlägen habe die Frau begonnen, außerdem sei es mehr zwischen den beiden gewesen, eine Beziehung. Sex haben es an den beiden Tagen auch keinen gegeben - die 43-Jährige habe den Angeklagten zwar mehrmals darum gebeten, doch der habe immer wieder abgelehnt. Doch der 30-Jährige sagte auch: „Das ist alles, woran ich mich erinnern kann. Ich war so betrunken.“

Die Anklage lautet auf besonders schwere Vergewaltigung, Nötigung, Freiheitsberaubung und Raub. Der Prozess wird um 9 Uhr am Traunsteiner Landgericht fortgesetzt. Ein weiterer Verhandlungstag ist für Mittwoch (22. September) angesetzt. rosenheim24.de wird aktuell aus dem Gerichtssaal berichten.

xe

Rubriklistenbild: © Uwe Lein/dpa

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