Kegel: "Kann nicht mehr länger zuschauen"

Unfallschwerpunkt Südspange: Ist das die Lösung?

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Traunstein - Sechs Unfälle innerhalb eines Monats an der Südspange, jetzt will man nicht mehr länger warten: Die Stadt Traunstein wird an diesem Unfallschwerpunkt eine Ampelanlage bauen. 

Dass es an der Südspange oft brenzlig zugeht, war schon lange klar, aber die vielen Unfälle der vergangenen Wochen haben das Thema wieder voll in den Fokus gerückt: Wie kann die Kreuzung entschärft werden?

"Ich kann da nicht mehr länger zuschauen", meinte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel in der Finanzausschusssitzung am heutigen Dienstag. In Abstimmung mit dem Straßenbauamt wird die Stadt im kommenden Frühjahr an der Kreuzung eine Ampelanlage bauen. Bis zu 25.000 Euro wird die Stadt dafür in die Hand nehmen. 

"Verkehrsteilnehmer verunsichert und überfordert"

Auch wenn die jüngsten Unfälle meist von Linksabbiegern hinauf zur Brücke, von Traunstein kommend, verursacht wurden, die den Gegenverkehr wohl schlicht übersehen haben, "ist allem Anschein nach eine nicht unerhebliche Zahl von Verkehrsteilnehmern dort verunsichert, mitunter auch überfordert", heißt es aus der Stadtverwaltung. 

In einer Abstimmungen im November sprach sich die deutliche Mehrheit der über 3800 User klar für einen Kreisverkehr an der Südspange aus, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. 17 Prozent favorisierten eine Ampel

Doch vor allem ein Kreisverkehr wurde vom Staatlichen Bauamt kategorisch ausgeschlossen: "Das ist illusorisch", so Bauamtsleiter Sebald König. Bei einer derart belasteten Strecke wie der B306 bräuchte man einen Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser inklusive Bypässen. Zum einen würde man dann den Hochwasserbereich der Traun tangieren, zum anderen sind die angrenzenden Grundstücke in Privatbesitz.

Wie schnell es an der Südspange gefährlich werden kann zeigt auch dieses kurze Video vom 22. November. Hier erkannte der Linksabbieger von Traunstein kommend nicht, dass er Vorfahrt hat - die nachfolgenden Autofahrer waren gezwungen, auf der Gegenfahrbahn zu halten.

Die Unfälle der vergangenen Wochen

- 16. November, 7.15 Uhr: Zwei Leichtverletzte, Sachschaden von rund 60.000 Euro

- 21. November, 6.20 Uhr: Eine Schwer- und ein Leichtverletzter, Sachschaden in Höhe von 18.000 Euro

- 22. November, 7.50 Uhr: Zwei Unfälle ereigneten sich direkt nacheinander. Eine Person wurde mittelschwer, eine weitere leicht verletzt. Sachschaden 36.000 Euro.

- 2. Dezember, 18.50 Uhr: 13.000 Euro Sachschaden, keine Verletzten.

- 10. Dezember, 18 Uhr: 2000 Euro Sachschaden, keine Verletzten

xe

Quelle: chiemgau24.de

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