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Hier soll Traunsteins "neue Visitenkarte" entstehen

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Traunstein - Der Au steht ein Wandel bevor: Mit dem Salinenpark wird sie nicht nur viel grüner, sondern auch das Ensemble der Salinenhäuser wird unterstrichen.

"Das wird die neue Visitenkarte Traunsteins", ist sich Richard Kraft vom Förderverein Alt-Traunstein sicher: Am Dienstag stellte er mit der Stadtverwaltung und seinen Mitstreitern vom Förderverein die genauen Pläne für den Salinenpark vor. Ende Mai wird mit den Bauarbeiten begonnen, der Großteil wird noch heuer fertig gestellt. 

Sieben Meter hohes Wasserrad

Herzstück des Salinenparks wird eine Reichenbachpumpe - die einzige ihrer Art, die noch funktionsfähig ist. Mit dieser Solehebemaschinen gelang es, Wasser für die Soleleitungen trotz vorhandener Höhenunterschiede zu heben. Das Wasser wird im Salinenpark ein sieben Meter hohes Wasserrad betreiben. Die Anlage wird aber nur zu bestimmten Anlässen oder Führungen betrieben - auf jeden Fall aber bei der Festwoche "400 Jahre Soleleitung Bad Reichenhall-Traunstein" Anfang August 2019.

Eine Skizze des künftigen Parks.

Darüber hinaus wird im Park eine Wiese mit Obstbäumen angelegt, an denen sich jeder bedienen darf, und Traunsteiner Apotheker werden einen Kräutergarten pflegen und betreiben. Ein Teil der Pflanzen wird aus dem botanischen Garten in München angeliefert. Mit dem Landschaftsbau soll Anfang Juli begonnen werden. In die Räume eines der dahinterliegenden Salinenhäuser wird außerdem eine Salinenausstellung eingerichtet. 

Auch Rupertistadel rückt mehr in den Vordergrund

Durch den Salinenpark bleibt, wie jetzt schon, der Blick auf die historischen Salinenhäuser frei. Die Hecke entlang der Salinenstraße wird auch noch entfernt, ebenso die Hecke auf der gegenüberliegenden Seite beim Rupertistadel, der dadurch mehr in den Vordergrund gerückt wird. "Die alte Bundesstraße führt dann quasi durch einen Park", so Richard Kraft. Passend dazu soll auch die Fünferpfanne bis 2019 fertig saniert sein.

Der originale Nachbau dieses Wasserrades wird im Salinenpark entstehen. Das Modell steht schon in den fast fertigen Ausstellungsräumen in einem der Salinenhäuser. 

Die Errichtung des Salinenparks wurde möglich durch eine anonyme Millionenspende, die die Stadt 2014 erhielt. 600.000 Euro davon wurden für den Grundstückskauf verwendet, vom Rest wird der Park errichtet. Anfang 2018 wurden auch die alten TVT-Hallen abgerissen. Die Absicht mancher Stadträte, auf dem Areal ein Hotel zu errichten, konnte auch deswegen nicht verwirklicht werden, weil es dem Ensembleschutz für die Salinenhäuser in die Quere gekommen wäre. 

Änderungen für den Verkehr

Auch für den Verkehr wird sich rund um den Park einiges ändern: Der Gehsteig entlang der Salinenstraße soll in den künftigen Park hineinverlegt werden, um nicht mehr direkt an der viel befahrenen Straße entlang gehen zu müssen.

Die Reiffenstuelstraße wird an der Einmündung in die Salinenstraße (beim früheren Getränkemarkt) noch heuer so aufgeweitet, dass eine zweite Auffstellspur für die Autos in die Salinenstraße eingerichtet werden kann. Wartende Linksabbieger sollen dann den restlichen Verkehr nicht mehr aufhalten. Außerdem wird vom Auberg herunter die Vorfahrt geändert - hier muss dann Vorfahrt gewährt werden, auch in der Hoffnung, dass langsamer vom Auberg herunter gefahren wird. 

"Der Park ist maßgeblich für Traunsteins Zukunft. Ich bin dem Stadtrat extrem dankbar, dass man sich für den Salinenpark entschieden hat", so Oberbürgermeister Christian Kegel. Am Donnerstag wird der Stadtrat die ersten Aufträge für den Bau vergeben.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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