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Rauschgifthandel im Landkreis Rosenheim

Urteile gefallen: Asylbewerberstatus wurde nicht straferhöhend gewertet

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Sieben Pakistani wird vorgeworfen mit Drogen zu dealen. Sie stehen seit November vor Gericht.
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Traunstein/Neubeuerm/Rohrdorf/Raubling - Am Landgericht Traunstein ist der Prozess gegen sieben pakistanische Asylbewerber, die "bandenmäßig" mit Drogen gedealt haben sollen, mit einem Freispruch und sechs Verurteilungen zu Ende gegangen.

UPDATE, 12.20 Uhr: Asylbewerberstatus wurde nicht straferhöhend gewertet

Laut Gericht habe man den Asylbewerberstatus nicht straferhöhend gewertet, weil man glaube, dass die Angeklagten zunächst zum Schutz nach Deutschland gekommen seien und nicht zum Verüben vom Straftaten. 

Es gebe andere Fallkonstellationen, wo das der Fall sei, so Richter Weidmann. Bei den Angeklagten habe sich dieser Handel nach und nach entwickelt. Der Asylbewerberstatus sei außerdem mit dem Ausländerstatus eng verknüpft, was ein weiterer Grund dafür gewesen sei, dass dieser nicht straferhöhend gewertet wurde.

UPDATE, 11.30 Uhr: Richter Weidmann verkündet das Urteil

Freispruch für einen der Angeklagten. Die Anderen wurden wegen Besitzes, Erwerbs und Handel verurteilt. Zwei Angeklagte bekamen drei Jahre und sechs Monate Haft, zwei weitere wurden zu einem Jahr Bewährung verurteilt, ein Mann wurde vom Gericht zu einem Jahr und sechs Monaten Bewährung und ein weiterer Angeklagter zu einem Jahr und drei Monaten Bewährung verurteilt.

Außerdem ordnete das Gericht die Einbeziehung von Wertersatz in folgenden Höhen an:

  • Verurteilter 1: 13.700 Euro
  • Verurteilter 2: 11.700 Euro
  • Verurteilter 3: 200 Euro
  • Verurteilter 4: 800 Euro
  • Verurteilter 5: 2.800 Euro
  • Verurteilter 6: 700 Euro

Der freigesprochene Beschuldigte bekommt eine Entschädigung für die Zeit in U-Haft und die Staatskasse hat seine Kosten zu tragen. „Von einem sehr spannenden Anfang des Verfahrens, wo die Meinungen sehr weit auseinander gingen und vor dem Schweigen der Angeklagten haben wir versucht, in diesem Verfahren im Sinne der Rechtsstaatlichkeit die Sache zu klären. Das bis zu einem Grad bis man sagen kann, wir haben eine plausible und forensische Erklärung“, sagte vorsitzender Richter Weidmann abschließend.

Vorbericht zum Prozess

Bereits im April diesen Jahres durchsuchte die Polizei mehrere Asylunterkünfte im südlichen Landkreis Rosenheim. Ziel war die Sicherstellung von Drogen sowie die Festnahme mehrerer Personen. Ihnen wird nun der Prozess gemacht.

Nach einer überraschenden Wendung in diesem Drogenprozess gegen sieben pakistanische Staatsangehörige, die in Asylunterkünften in Rohrdorf, Raubling und Neubeuern mit Haschisch gedealt haben sollen, wird nun für diesen Freitag das Urteil erwartet.

Angeklagt sind die Männer wegen bandenmäßigen Drogenhandels in mehr als 200 Fällen. Am Mittwoch wurden vor der Jugendkammer am Landgericht Traunstein die Plädoyers abgehalten. Der Prozess zog sie über 10 Verhandlungstage, in denen sich ein Kronzeuge in Widersprüche verstrickte.

Wie Fokus online berichtet, forderte Staatsanwältin Carolin Schwegler für die sieben Angeklagten:

29-Jähriger aus Raubling: 3 Jahre, 9 Monate 31-Jähriger aus dem Allgäu: 3,5 Jahre 29-Jähriger aus Raubling: 2 Jahre auf Bewährung 22-Jähriger aus Neubeuern: 15 Monate Jugendstrafe auf Bewährung 35-Jähriger Pakistani aus Rohrdorf: 15 Monate auf Bewährung 40-Jähriger aus Rohrdorf: 14 Monate auf Bewährung 22-Jähriger aus Rohrdorf: Freispruch 

**Wir berichten von vor Ort**

Quelle: chiemgau24.de

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