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Erscheinungsformen rechter Strömungen aufbereitet

Traunsteiner Ausstellung nimmt Neo-Faschismus unter die Lupe

Noch bis Ende nächster Woche können Interessierte die Ausstellung besuchen.
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Noch bis Ende nächster Woche können Interessierte die Ausstellung besuchen.

Was Neo-Faschismus ist und wie man ihn erkennt, mit diesen beiden Fragen beschäftigt sich die Ausstellung im Kapuzinersaal des Kulturforums Traunstein bis Samstag, 2. Juli.

Von Hubert Hobmaier

Traunstein – Bei der Eröffnung berichteten Georg Simmerl von der Henastoibande und Friedbert Mühldorfer von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) über die Beweggründe und Inhalte der Ausstellung. Die Hauptbeweggründe für die von der Henastoibande und VVN-BdA initiierten Ausstellung sehen die Verantwortlichen „in der zunehmenden Radikalisierung der AfD und dem gleichzeitigen Abgang vieler moderater Mitglieder“, so Simmerl.

Mühldorfer, federführend für die inhaltliche Ausarbeitung, kritisiert, „dass die BRD lange Zeit nur nach links geschaut hat und Rechts nicht im Blick hatte“. Zudem belegen Studien, „dass auch in der politischen Mitte rechte Strömungen teilweise fest verankert sind.“

Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Themengebiete und zeigt die unterschiedlichen Erscheinungsformen, „die sich leider oft nicht klar abgrenzen lassen“, so Mühldorfer. Die AfD stelle dabei den parlamentarischen Arm der rechten Bewegung dar und wird von antisemitischen Verschwörungstheorien oder rechten Öko-Bewegungen unterstützt. „Daher ist das Thema Vernetzung auch eine zentrale Fragestellung der Ausstellung“, so der inhaltliche Ideengeber.

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Mühldorfer stellt weiter fest, dass auch in Bayern rechte Strukturen vorhanden sind: „Gerade in der Abneigung gegenüber Ausländern spielt Bayern sogar in der Champions League“.

Die Plakate und Filmsequenzen richten sich in erster Linie an Schulklassen, aber auch an alle Interessierten. Die von der Stadt Traunstein und dem Netzwerk „Bunt statt Braun im Landkreis Traunstein“ unterstützte Ausstellung ist täglich, zwischen 9 Uhr und 19 Uhr, bei freiem Eintritt in den Räumen des Kulturforums Klosterkirche geöffnet.

Auch Sonderveranstaltungen finden statt. Diese starten am Dienstag, 22. Juni, um 19 Uhr, mit dem Vortrag von Paul Diedrich zum Thema „Antisemitismus in Deutschland“. „Die Extreme Rechte in Bayern“, ein Vortrag des Journalisten Robert Andreasch, folgt am Freitag, 24. Juni. Ein Filmabend am Mittwoch, 29. Juni, um 19 Uhr, zeigt „Die Kriegerin“.

Zum Abschluss gibt es eine zweistündige zeitgeschichtliche Stadtführung durch Traunstein am Sonntag, 3. Juli. Interessierte treffen sich um 11 Uhr am Kulturforum Klosterkirche.

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