Grünen-Landtagsabgeordnete Gisela Sengl äußert sich zum A8-Ausbau

"Ausbau-Befürworter sollten endlich zugeben, dass 4+2 die beste Lösung ist"

+
Der A8-Ausbau spaltet die Region: Die Politiker Gisela Sengl (oben links), Klaus Steiner (oben rechts), Konrad Baur und Daniela Ludwig haben verschiedene Ansichten zum sechsspurigen Ausbau.
  • schließen

Traunstein/A8 - Es wird heftig diskutiert über den A8-Ausbau, obwohl eigentlich schon klar ist, dass sechsspurig ausgebaut werden soll. Und der Ton wird rauer.

In die Diskussion über Sinn und Unsinn eines sechsspurigen A8-Ausbaus meldet sich nun auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Gisela Sengl zu Wort. Sie bezieht sich dabei auf vorausgegangene Stellungnahmen ihrer Politikerkollegen Klaus Steiner, Daniela Ludwig (beide CSU) und Konrad Baur (Junge Union).

"Die kosten- und flächensparende 4+2-Ausbauvariante auf 28 Meter Breite von Rosenheim bis zum Walserberg ist vernünftig", erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Jedoch unter zwei Bedingungen: Tempolimit von 120 km/h und optimaler Lärmschutz für Anwohner.

Weitere Informationen

Diese Variante ist aus ihrer Sicht völlig ausreichend. "Unnötig ist der verschwenderische 6+2-Ausbau auf mindestens 36 Meter", erklärt Gisela Sengl. "So sieht das auch der Bundesrechnungshof, der feststellt, dass die Kosten den Nutzen übersteigen." Denn laut dem Bundesrechnungshof ist der Bedarf für einen sechsspurigen Ausbau plus Standstreifen zwischen dem Inntaldreieck und der Landesgrenze zu Österreich nicht gegeben, weil die Zahl der Fahrzeuge auf dem Abschnitt rapide abnimmt. Demnach könnten bis zu 110 Millionen Euro eingespart werden, wenn der sechsspurige Ausbau plus Standstreifen auf vier Fahrbahnen reduziert würde.

Mit diesem Foto tritt die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl den Beweis an, dass eine vierspurige Autobahn zwischen dem Inntaldreieck und der Landesgrenze genügt.

"Verantwortungslos ist also, wer ungebremst mit Beton und Bagger auf die Landschaft losgeht", sagt Gisela Sengl. "Die Vollausbau-Befürworter der CSU sollten sich an der neu verordneten Demut ihrer Partei orientieren und endlich zugeben, dass 4+2 die beste Lösung ist."

ksl; Pressemitteilung Gisela Sengl, MdL

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser