BRK im Dauerstress: Zahl der Einsätze steigt

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Zu 25.845 Einsätzen rückte der Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes Traunstein 2014 aus. Dies bedeutet eine Zunahme von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Landkreis - Für den Rettungsdienst des BRK im Landkreis Traunstein war 2014 ein ereignisreiches Jahr. Wie bereits in den Vorjahren stieg die Zahl der Einsätze weiter an.

Insgesamt 25.845 Mal mussten die Rotkreuz-Helfer des Kreisverbandes Traunstein ausrücken, das entspricht einer Zunahme von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von 96 Prozent übernimmt das Bayrische Rote Kreuz den Rettungsdienst im Landkreis Traunstein weiterhin nahezu komplett. Im Schnitt leisteten die Rotkreuzler mehr als 70 Einsätze pro Tag. Den mit zwölf Prozent größten Zuwachs gab es bei den Notarzteinsätzen (4.869) zu verzeichnen. Auch die Notfalleinsätze (2.549) nahmen um sieben Prozent zu. Nur bei den Krankentransporten (12.926) blieb die Zahl der Einsätze in etwa konstant. Sonstige Fahrten und Fehleinsätze stiegen um drei Prozent auf 5.501 an.

Die seit einigen Jahren zu beobachtende Zunahme an Einsätzen führt Jakob Goëss auf verschiedene Ursachen zurück. „Eine Rolle spielt sicherlich der demographische Wandel. Die Gesellschaft wird einfach älter. Hinzu kommt eine veränderte Krankenhauslandschaft mit Kliniken, die sehr unterschiedlich spezialisiert sind. Und auch das Freizeitverhalten vieler Menschen ist riskanter geworden“, sagt der Leiter des BRK-Rettungsdienstes.

Fast 900.000 Einsatzkilometer zurückgelegt

Imposant sind die Zahlen der 2014 vom BRK-Rettungsdienst zurückgelegten Kilometer und geleisteten Personal-Vorhaltestunden. Die knapp 90 hauptamtlichen und 150 ehrenamtlichen Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Rettungsdiensthelfer kamen bei ihrem Dienst für den Nächsten auf insgesamt 899.864 Einsatzkilometer, das entspricht rund 22,5 Erdumrundungen und bedeutet einen Schnitt von knapp 37 Kilometer pro Einsatz. Und nicht weniger als 169.096 Stunden verbrachten die BRK-Helfer in Alarmbereitschaft, um im Falle eines Notfalles sofort ausrücken zu können.

Einen leichten Rückgang der Einsatzzahlen gab es beim Rettungshubschrauber „Christoph 14“. Der am Klinikum Traunstein stationierte Helikopter, den das Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und Notärzten vom Klinikum Traunstein betreibt, hob 1497 Mal ab. Dafür stieg der Anteil an heiklen Einsätzen, bei denen das Rettungstau zum Einsatz kommen musste (61).

Ein Einsatz ist Goëss aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit in Erinnerung geblieben. Im Juli fuhr in Reit im Winkl eine Pferdekutsche auf eine andere auf. Das gerammte Gefährt kam dabei von der Straße ab und kippte gegen angrenzende Bäume und Sträucher. Die zehn BRK-Einsatzkräfte versorgten fünf teils erheblich verletzte Personen und transportierten sie in die umliegenden Krankenhäuser. Neben vier BRK-Rettungswägen musste auch der Rettungshubschrauber ausrücken.

Pressemitteilung BRK-Kreisverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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