Landwirt aus Landkreis Traunstein vor Gericht 

Schweine misshandelt? Verfahren eingestellt

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Traunstein - Ein Landwirt aus dem nordwestlichen Landkreis soll Schweine mit gebrochenen Beinen im Schlachthof abgeliefert haben. Das Amtsgericht Traunstein nahm sich des Falls wegen Tiermisshandlung an. Zu einem Urteil aber kam es nicht. 

Im Januar 2017 soll der angeklagte Bauer im Schlachthof in Landshut ein Schwein abgegeben haben, dass scheinbar schon vor längerer Zeit einen Oberschenkelbruch erlitt. So lautet die Vermutung der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift. Die Bruchenden hätten mit den Spitzen in die Muskulatur geragt, die Muskeln seien aufgespießt und Nerven verletzt gewesen. Am Tag drauf soll der Landwirt aus dem nordwestlichen Landkreis Traunstein wieder zwei Schweine mit gebrochenen Beinen im Schlachthof abgeliefert haben. Einer der Brüche sei frisch und einer schon älter gewesen. 

Urteil bereits zweimal vertagt 

Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, der Bauer hätte die Verletzungen erkennen und einen Arzt einschalten müssen. Durch den Transport ins 80 Kilometer entfernte Landshut hätten die Tiere zusätzliche Schmerzen erlitten.

Der Landwirt war wegen Tiermisshandlung in zwei Fällen angeklagt. Ein Urteil wurde bereits zweimal verschoben, nun ist das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt worden, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts erklärt. Die Kosten trägt die Staatskasse

mb 

Quelle: chiemgau24.de

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