US-Zeitung porträtiert Fall aus Traunstein

New York Times berichtet über Polizeiarbeit in der Region

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Traunstein - In einem Bericht der renommierten Tageszeitung "New York Times" wird die Arbeit des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd gezeigt. Es geht vor allem um Hetze in sozialen Medien.

Große Ehre für die Polizisten des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd. Die renommierte New York Times hat nun zum Interview geladen. Anlass ist zum einen der Kampf des Polizeipräsidiums gegen falsche Gerüchte in sozialen Medien. Zum anderen aber auch ein Fall, der sich vor rund zwei Jahren in Traunstein ereignet hat.

Damals - im Januar 2016 - hat ein Mann beim sozialen Netzwerk Facebook behauptet, dass Flüchtlinge in einer Unterführung mitten in der Stadt ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt hätten. Wie sich nach aufwendigen Ermittlungen des Social-Media-Teams um Polizeihauptkommissar Andreas Guske gezeigt hat, ist diese Geschichte erfunden gewesen. Die angeblich sichere Quelle des Mannes hat sich nicht bestätigt, nachdem die Beamten die Urheber des Onlinegerüchtes befragt hatten.

Nun haben zwei junge Journalisten der preisgekrönten US-amerikanischen Tageszeitung in der Ausgabe vom 12. Februar den Fall aufgegriffen und anhand dessen gezeigt, wie deutsche Behörden mit den Auswüchsen sozialer Medien umgehen.

Hauptprotagonist in dem Artikel mit dem Titel "When Facebook spread Hate, one Cop tried something Unusual" - zu Deutsch "Als Facebook Hass verbreitete, versuchte ein Polizist etwas Ungewöhnliches" - ist Andreas Guske, Polizeihauptkommissar aus Übersee. Als "trim, steely-eyed police inspector in the refugee-heavy Bavarian town of Traunstein", wird der 47-Jährige in dem Bericht bezeichnet - also als "schmaler, stahläugiger Polizeiinspektor im flüchtlingslastigen bayerischen Traunstein".

Dabei gehören neben Andreas Guske als Leiter noch Lisa Maier und Fabian Bernhardt der Social-Media-Abteilung beim Polizeipräsidium in Rosenheim an. "Through shoe-leather police work and door-to-door outreach, they would eradicate the rumor online and off, taking it as seriously as a pandemic or a new street drug", heißt es in dem Bericht. Bedeutet: "Durch solide Polizeiarbeit vor Ort und Haus-zu-Haus-Einsatz würden sie das Gerücht online und offline beseitigen und es so ernst nehmen wie eine Pandemie oder eine neue Straßendroge."

ksl

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Montage (picture alliance/dpa)

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