AUSSPRACHE BEI DER BÜRGERVERSAMMLUNG

Das brennt den Traunsteinern unter den Nägeln

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Traunstein - Die erste Bürgerversammlung im neuen Jahr: Rund 60 Traunsteiner kamen ins Hofbräustüberl - die angesprochenen Probleme der Bürger waren aber eher harmlos.

In rund 30 Minuten gab Oberbürgermeister Kegel zu Beginn einen knappen Überblick über das aktuelle Stadtgeschehen und die geplanten Projekte: Viel Platz räumte Oberbürgermeister Kegel in seiner 30-minütigen Rede dem Haushalt und den nächsten Vorhaben ein. Einsparmöglichkeiten zu finden sei bei den unterschiedlichen politischen Interessenlagen schwierig, "weil es hier hauptsächlich um sogenannte freiwillige Leistungen der Stadt geht, vor allem bei Freizeit und Sport, Kunst und Kultur, Bildung und Betreuung", so Christian Kegel. 

Oberbürgermeister Christian Kegel am Mittwoch auf der Bürgerversammlung im Hofbräustüberl.

Bei den kommenden Projekten stellte der Oberbürgermeister vor allem den Bahnhofsvorplatz, das Bahnhofsareal-West und den Salinenpark in den Mittelpunkt. Das Gelände rund um BayWa und Metro steht ohnehin auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Donnerstag. Eins vorneweg: Die Stadtverwaltung und ihre Angestellten bekamen auf der Bürgerversammlung nicht wenig Lob - sowohl im Rathaus, als auch im Schwimmbad würde man immer freundlich begrüßt. Die Wortmeldungen im Einzelnen kurz zusammengefasst:

Hundetoiletten

"Der Bahnweg wird immer mehr zur Hunderennbahn. Der Kot wird zwar oft eingetütet, aber die Sackerl dann einfach weggeworfen. Da sollten mehr Mülleimer her."

Kegel: Ja, das ist leider ein Problem, vor allem, wenn die Tüten dann sogar in Felder geworfen werden. Wir können aber nicht alle 300 Meter einen Mülleimer aufstellen. 

Ordnungsamtsleiter Bulka: Wegen der Hundetoiletten bekommen wir massenweise Anfragen. 17 Hundetoiletten gibt es in der Stadt. Eine am Maxplatz ist neu hinzugekommen, eine am Röthelbachweiher kommt heuer. Der Hauptausschuss entschied im September aber, nicht noch mehr Hundetoiletten aufzustellen. Das am Bahnweg werden wir noch prüfen.

Parken am Maxplatz

"Am Eck bei den Bäckern vom Maxplatz zum Stadtplatz wird immer wieder geparkt, da kommt nicht mal mehr ein Kinderwagen durch. Auch beim Brunnen am Maxplatz stehen immer wieder Autos. Und dann hab' ich letztens zwei Buben gesehen, die mit dem Radl sogar die Apothekerstiege hinuntergefahren sind."

Kegel: Das Parken am Maxplatz, auch in Richtung Stadtplatz, ist sicher ungut. Aber das ist eben auch eine Anlieferzone. Zu viel Personal für die Verkehrsüberwachung haben wir nicht, außerdem müssen wir ja sparen. Zu den angesprochenen Buben: Warum nicht einfach die Kinder ansprechen und miteinander reden? Grundsätzlich ist es ja schön, wenn sich Kindern in der Stadt auch noch bewegen.

Jahn-Denkmal und Schwimmbadgebühren

"Das Jahn-Denkmal verkommt, da wird sich anscheinend nicht drum gekümmert. Und die Gebühren im Schwimmbad sollten nicht erhöht werden. Für den kleinen Mann sind 50 Cent viel Geld."

Kegel: Das mit dem Jahn-Denkmal müssen wir prüfen, aber es wäre möglich, dass die Stadt dafür nicht zuständig ist. Die Schwimmbadpreise wurden ja wirklich nur ganz gemäßigt angehoben. Und schließlich wurde ja schon ein Haushalt abgelehnt, um alles auf Einsparpotenziale hin zu prüfen. 


Beleuchtung an der Traun

"Auf dem größten Teil des Fußweges vom SBC-Stadion zum Viadukt gibt es keine Beleuchtung. In der Nacht ist das abenteuerlich und schließlich gibt es ja auch viele Kinder, die zu Fuß vom Fußballtraining heimgehen. Das Thema wurde auch schon bei der letzten Bürgerversammlung angesprochen."

Kegel: Das könnte eventuell mit dem Wasserwirtschaftsamt kompliziert werden, weil möglicherweise in den Damm eingegriffen werden muss. Wir werden das Thema gleich in der nächsten Woche prüfen.

Einsatz von Streusalz

"Ein Lob an den Winterdienst! Aber es sollte doch bitteschön so wenig wie möglich gesalzen werden, auch wegen den Hunden."

Kegel: Wir wollen das Salzen nicht unbedingt forcieren. Wo der Winterdienst zuerst hinkommt, dafür gibt es festgelegte Dringlichkeitsstufen. Es ist natürlich schwierig, immer überall gleich präsent zu sein. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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