Gentechnisch veränderte Pflanzen in Bayern?

Steiner stemmt sich gegen Gentechnik

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Traunstein - Die CSU-Landtagsfraktion hat sich gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Bayern ausgesprochen. Der Traunsteiner Abgeordnete Klaus Steiner setzte sich dafür ein.

Die Landtagsfraktion der CSU hat sich in der letzten Plenarsitzung des Bayerischen Landtags klar und eindeutig gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Bayern ausgesprochen. Auf Drängen des Traunsteiner Abgeordneten Klaus Steiner hat die Fraktion zuvor einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem die Ablehnung des Anbaus bekräftigt wird.

Steiner setzte sich aber durch mit seiner Forderung, unterstützt von Umweltminister Marcel Huber, dass die EU- Mitgliedsstaaten bzw. Regionen eigenständig über den Anbau entscheiden können. „Zusätzlich wurde in den Antrag aufgenommen, dass auf keinen Fall bei den anstehenden Verhandlungen mit den USA zum Freihandelsabkommen das hohe Sicherheitsniveau für den Bereich der grünen Gentechnik abgesenkt werden darf“, erklärte Steiner.

Bayern soll Netzwerk gentechnikfreier Regionen beitreten

Weiterhin wird in dem Antrag die Staatsregierung aufgefordert, den Beitritt Bayerns zum europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen in die Wege zu leiten. Ziel muss es sein, so Steiner in seiner Stellungnahme in der CSU Fraktion, dass Bayern in diesem Netzwerk einen Beitrag dazu leistet, dass europaweit der Anbau von entsprechenden Pflanzen abgelehnt wird.

Steiner verwies auf die "Traunsteiner Erklärung" zur grünen Gentechnik aus dem Jahr 2003 in der die ablehnende Haltung der Traunsteiner CSU zum Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen dokumentiert ist. Diese Erklärung war nach Auffassung Steiners mit maßgeblich für die ablehnende Haltung zum Gentechnikanbau in Bayern in den letzten Jahren.

„Ich mache keinen Hehl daraus, dass es noch viel Überzeugungsarbeit in Europa und in Deutschland braucht, da es eine starke Front für den Anbau gebe. Hier ist ein offener und intensiver Dialog notwendig, auch innerhalb der Unionsparteien. Polarisierung bringt uns aber nicht weiter, ebenso wie Schuldzuweisungen, wie etwa gegen die damalige rot-grüne Bundesregierung, die 2003 erstmals 30 Tonnen MON 810 zum Anbau freigegeben hat“, erklärte Steiner abschließend.

Pressemitteilung Bayerischer Landtag

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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