Neue Brücke über die Traun könnte kommen, aber:

Stadträte stemmen sich gegen Abriss des Viadukt-Stegs

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Mit der "Welle für den Chiemgau" könnte auch eine neue Fußgängerbrücke über die Traun beim SBC-Stadion kommen - sollte im Gegenzug der Viadukt-Steg abgerissen werden?
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Traunstein - Mit der "Welle für den Chiemgau" könnte auch eine neue Fußgängerbrücke über die Traun beim SBC-Stadion kommen - sollte im Gegenzug der alte Viadukt-Steg abgerissen werden?

Auf Höhe des SBC-Stadions soll am Mühlbach - kurz vor dem Rückfluss in die Traun - die stehende Surferwelle gebaut werden. Um weite Wege vom Stadionparkplatz zur Welle zu verhindern könnte eine neue Fußgängerbrücke über die Traun gebaut werden. Bräuchte man im Gegenzug den Viadukt-Steg nicht mehr? Die Idee wurde erstmals im November von der Stadtverwaltung geäußert, denn der Steg ist marode und die Sanierung könnte sehr teuer werden.

"Der Viadukt-Steg muss bleiben"

Etwa beim roten X, kurz bevor der Mühlbach in die Traun zurückfließt, sollen die stehende Welle und die Brücke gebaut werden.

Am Dienstag zeigte sich im Planungsausschuss, dass der Vorschlag bei den Stadträten aber auf immer mehr Widerstand stößt. Nahezu alle Stadträte äußerten sich negativ zu der Idee: "Der Viadukt-Steg muss bleiben, dort laufen so viele Wege zusammen", meinte zum Beispiel Christian Hümmer. "Wir dürfen es nicht erlauben, dass der Steg entfällt", schob Ernst Haider hinterher und auch Burgi Mörtl-Körner ist der Meinung: "Der Viaduktsteg darf keinesfalls ersetzt werden." 

Für die mögliche neue Fußgängerbrücke über die Traun gibt es inzwischen eine Kostenschätzung: 400.000 Euro, was nach Stadtplaner Elmar Schwäbisch verhältnismäßig günstig sei - "alte Kostenschätzungen für eine neue Fußgängerbrücke lagen eine Million Euro höher". Ein "minimalistischer Spannbandsteg in Stahlkonstruktion" soll es werden. Die Brücke käme ohne Stütze in der Traun aus, die freie Spannweite läge bei 27 Meter, sie wäre 2,50 Meter breit.

Neue Brücke erst, wenn Surferwelle fix ist

Die neue Brücke wird aber noch nicht in Auftrag gegeben, erst wenn die Welle in trockenen Tüchern ist: "Die Surferwelle muss noch die Finanzierung und Genehmigung schaffen. Es ist ja noch nicht sicher, ob sie kommt und solange sollten wir mit der Fußgängerbrücke warten", so Christian Hümmer. Karl Schulz schlug schließlich noch vor, auch die Welle und den SBC an den Kosten für die Brücke zu beteiligen, weil sie die Hauptnutznießer wären.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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