Parkgebühren, Wassertemperatur, Eintrittspreise...

Diese Sparmaßnahmen für das Schwimmbad sind jetzt geplant

+
  • schließen

Traunstein - Ein weiterer Baustein im Traunsteiner Sparprogramm: Wie schon der Finanzausschuss stimmte auch der Stadtrat für verschiedenste Maßnahmen, um im Schwimmbad möglichst die Kosten zu drücken.

Ohne Diskussion sprach sich der Stadtrat am Donnerstag einstimmig dafür aus, die folgenden sechs Maßnahmen zu prüfen:

  • Absenkung der Wassertemperatur im Sportbecken
  • Automaten statt Kassenpersonal am Eingang
  • Betreiberwechsel hin zu den Stadtwerken
  • Höherer Eintrittspreis für Erwachsene
  • Abendkarten erst später
  • Parkscheinautomat auf dem Schwimmbadparkplatz

Beispiel 2016: Dort standen den Einnahmen von gut 180.000 Euro (vor allem Eintrittsgelder) Ausgaben von 883.000 Euro gegenüber. Mit rund 8,50 Euro wird im Schnitt jeder Besucher von der Stadt bezuschusst. Das große Defizit ist aber nicht ungewöhnlich und bei öffentlichen Hallen- oder Schwimmbädern allgemein üblich. Die geplanten Maßnahmen im Einzelnen:

Absenkung der Wassertemperatur

25,5 Grad misst das Wasser im Sportbecken bisher - künftig soll es dort um ein Grad kälter sein. Etwa sieben Prozent Energie könnten im Falle des Sportbeckens dann eingespart werden. Mit 24,5 Grad wäre die Wassertemperatur im Sportbecken dann noch immer leicht höher als in den Bädern in Freilassing oder Traunreut. 

Automaten statt Kassenpersonal

Das Kassenpersonal am Eingang soll durch Automaten ersetzt werden. Auch in anderen Schwimmbädern, wie beispielsweise in Bergen, ist man diesen Schritt vor kurzem gegangen. Als Saisonkräfte waren bisher drei Kassenkräfte für jeweils 20 Stunden pro Woche angestellt.

Betreiberwechsel hin zu den Stadtwerken

Geprüft werden soll auch, ob ein Betreiberwechsel finanzielle Vorteile bringen könnte. Auch in Trostberg oder Traunreut werden die Schwimmbäder von den Stadtwerken betrieben. Die Stadt rechnet hier mit steuerlichen Vorteilen.

Höherer Eintrittspreis für Erwachsene

Sicher scheint außerdem eine Erhöhung der Eintrittspreise. Zuletzt stieg der Tarif im Jahr 2014 . Erwachsene zahlen für die Tageskarte bisher 3,50 Euro - künftig sollen es 4 Euro sein. 6.000 Euro zusätzlich erhofft man sich. Wieder verweist die Stadt auf andere Bäder, wo die Erwachsenenkarte schon 4 Euro (Siegsdorf, Traunreut) oder 5 Euro (Freilassing) kostet. 

Abendkarten erst später

Wer nach 16 Uhr kam, zahlte bisher weniger: Kinder, Jugendliche, Schüler, Studenten, Lehrlinge und Bufdis 1,70 Euro, Erwachsene 2,50 Euro. Die Vergünstigung könnte in Zukunft erst ab 17 Uhr gelten. Auch so wird mehr Geld eingenommen. 

Parkscheinautomat auf dem Schwimmbadparkplatz

Hier will die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mehr Einnahmen, klar, aber durch kostenpflichtige Parkplätze direkt vor dem Schwimmbad soll auch das teils chaotische Parken eingeschränkt werden. Mehr Leute sollen so dazu gebracht werden, weiterhin kostenlos am Festplatz zu parken. Sepp Hinterschnaiter regte dazu noch an, entlang der Zufahrtstraße ein Parkverbot zu verhängen: "Auch da stehen die Leute ja vogelwild, die Anwohner sind im Sommer immer gebeutelt."

Die Sparmaßnahmen stoßen bei der Bevölkerung nicht nur auf Ablehnung. Knapp 30 Prozent unserer Leser sprachen sich in einer Abstimmung am Mittwoch ebenfalls dafür aus. Am wenigsten auf Gegenliebe stößt dagegen eben jene Maßnahme, eine Parkgebühr direkt vor dem Schwimmbad zu erheben.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser