Hätte auch das Jugendzentrum noch Platz?

Wie sich das Gebiet westlich des Bahnhofs verändern wird

+
  • schließen

Traunstein - Jetzt hat der Stadtrat den Startschuss für die Planungen gegeben und gleichzeitig gesagt, wohin es gehen soll: Das Areal rund um BayWa, Metro und Güterhallenstraße wird sich in den kommenden Jahren komplett wandeln.

Es wird konkreter: Am Donnerstag gab der Stadtrat den Startschuss für die Überplanung des Bahnhofsareal-West. In erster Linie werden Wohnungen, auch sozial geförderte, entstehen. Drei bis fünf Geschoße sollen entstehen, die Grundeigentümer rechnen mit 100 Wohnungen. Fest eingeplant ist außerdem ein öffentliches Parkhaus und die Verlegung der Güterhallenstraße hin zu den Gleisen um mehr Platz zu gewinnen und um die beiden Lärmquellen zueinander zu führen. Der BayWa-Tankstelle ist zugesichert, noch bis 2019 dort bleiben zu können. 

Stadler: "Jugendzentrum darf nicht übersehen werden"

Den Grundstückseigentümern schwebt außerdem ein Hotel und eine Wohnunterkunft für Berufsschüler vor. Je nach Bedarf könnte sich auch eine Kindertagesstätte ansiedeln. Der Bereich soll als "Urbanes Gebiet" nach der Baunutzungsverordnung definiert werden - heißt: Neben Wohnungen sind auch Gewerbebetriebe und soziale oder kulturelle Einrichtungen erlaubt, wenn sie die Wohnnutzung nicht wesentlich stören. 

Um diesen Bereich geht es.
Die Güterhallenstraße wird parallel zu den Gleisen gelegt.

Ist damit noch Platz für ein Jugendzentrum? Schließlich warb die JU in ihrem Bürgerbegehren damit, dass das Jugendzentrum, anstatt in die Güterhalle, in einen Neubau im Bahnhofsumfeld kommen soll. "Vom Jugendzentrum habe ich im Zuge dieser Planungen noch nichts gehört. Das darf nicht übersehen werden", merkte Thomas Stadler an. Das "Urbane Gebiet" würde aber auch ein Jugendzentrum zulassen, "das schließt sich nicht aus", so Oberbürgermeister Kegel. Der nächste Planungsschritt liegt im Erstellen vieler Gutachten: Zum Verkehr, zum Lärm, zur naturfachlichen Bewertung, sowie zu Alt- und Kriegslasten

BayWa bereits abgerissen

Die Güterhalle bleibt in diesen Planungen unberührt: "Aber dieses Thema sollte in dem Zug dann auch gelöst werden. Unser Standpunkt dazu hat sich nicht geändert", versicherte Christian Hümmer für die CSU, die sich bereits für den Abriss der Güterhalle aussprach. Apropos Abriss: Die alte BayWa wurde inzwischen Ende Februar abgerissen, das Unternehmen ist ins neue Gewerbegebiet südlich von Haslach gezogen

Sind die Pläne weiter gereift, wird auch das alte Getreidelager abgerissen, in dem jetzt der Club "Metro" und "Cypress" untergebracht sind. "Monta Music", Betreiber der Metro, hat den Pachtvertrag nicht mehr verlängert. Am 19. Mai wird es dort die (vorerst) letzte Party geben. Doch die Gebäudeeigentümer stehen schon mit anderen Interessenten in Verbindung, die den Club fortführen möchten

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser